Wenn ich das Notebook mal ausnahmsweise sich selbst überlassen muss, klappe ich einfach den Deckel runter. Dann wird im Standby gewissenhaft Strom gespart. Mit openbox unter ubuntu 11.10 klappt das aber nicht. Da wird lediglich der Bildschirmschoner aktiviert. Im Gegensatz zu Unity, der auf die Energieverwaltung von Gnome zurückgreift, wird unter openbox der acpi-Service direkt genutzt.
Die Anleitungen, die ich in diversen Foren zur Lösung dieses Problems gefunden habe, waren alle mehr oder weniger kompliziert. Meine Lösung bestand nun darin, eine einzige Zeile in die Konfig-Datei des acpid einzufügen. Und nun klappt der Klapp-Schlaf wieder.
Den Suspend-to-RAM Modus übernimmt das Programm pm-suspend mit dem folgenden Eintrag nach Zeile 19 in /etc/acpi/lid.sh:
8 ...
9 grep -q closed /proc/acpi/button/lid/*/state
10 if [ $? = 0 ]
11 then
12 for x in /tmp/.X11-unix/*; do
13 displaynum=`echo $x | sed s#/tmp/.X11-unix/X##
14 getXuser;
15 if [ x"$XAUTHORITY" != x"" ]; then
16 export DISPLAY=":$displaynum"
17 . /usr/share/acpi-support/screenblank
18 fi
19 done
20 pm-suspend
21 else
22 ...
Die Konfiguration kann unter anderen Distributionen variieren. In der Regel steckt die Reaktion auf den Lid-Button (Notebook-Deckel-Schalter) in der Datei lid.sh. Wenn nicht, kann in den Konfigurationsdateien von acpi nach einer bedingten Programmausführung gesucht werden, die entsprechend des Inhalts von /proc/acpi/button/lid/*/state ausgeführt wird. Statt des Sternchens kann bei den meisten Installationen auch explizit ‘LID’ angegeben werden. In der Datei state steht je nach Deckel-Stand entweder ‘open’ oder ‘closed’.
Auch wenn ich annehme, dass openbox unter ubuntu eher ein Nischendasein fristet, vielleicht hilft der Tipp ja jemandem.





