Linux hat bereits zehn Jahre auf dem Buckel. Man sollte meinen, innerhalb von zehn Jahren hätte jeder schon von dem freien Betriebssystem gehört und würde verstehen, was Freiheit im Zusammenhang mit Software bedeutet. Dass dem nicht so ist, zeigt die Email einer Karen, Lehrerin an einer amerikanischen Mittelschule in Austin, an den Linux-Evangelisten Ken Starks, Maintainer des Helios-Projekts. Starks veröffentlichte die eMail und seine Antwort auf seinem Blog, und sorgte damit für einige Aufregung.
“… beobachtete ich einen meiner Schüler, welcher eine Gruppe anderer Jugendlicher um seinen Laptop versammelt hatte. Nach einem Blick auf seinen Computer sah ich, wie er den anderen Linux auf seinem Rechner vorführte und CDs verteilte. Nachdem ich die Datenträger konfisziert hatte, habe ich mich mit dem Schüler unterhalten. So kam ich auf Sie und Ihre Organisation. Mr. Starks, ich bin sicher, Sie glauben an das, was Sie tun, aber ich kann ihre Bemühungen nicht unterstützen oder erlauben, das sie in meinem Klassenraum stattfinden. Ich bin mir aktuell nicht sicher, ob das, was Sie tun, legal ist. Keine Software ist frei und diese irrige Meinung zu verbreiten ist schädlich. Kinder erwarten von Erwachenen Anleitung und Disziplin. Ich werde das (die Legalität freier Software) untersuchen, sobald ich die Zeit dazu habe und ich versichere Ihnen, dass ich juristische Schritte gegen Sie einleiten werden, sollten Sie etwas Illegales tun. Mr. Starks, während meines Studiums habe ich Linux gemeinsam mit anderen ausprobiert und versichere Ihnen, dass dis Behauptungen grob übertrieben und falsch sind. Ich bewundere Ihr Bemühen, benachteiligte Personen mit Computern zu versorgen, aber Linux auf diese Rechner zu installieren bringt unsere Kinder nicht voran.
Wir leben in einer Weltl, in der Windows auf fast jedem Computer läuft und eine Karnevalshow für ein Betriebssystem zu veranstalten hilft diesen Kindern keinesfalls. Ich bin mir sicher, dass Microsoft mehr als glücklich wäre und Sie mit älteren Windowsversionen unterstützen würde, wenn Sie dort anfragten …”
Diese eMail zeigt, wie fest verwurzelt der Gedanke in den Köpfen vieler Menschen ist, dass ein Betriebssystem Windows heißen muss und Geld kostet. Viele Menschen denken, dass mit Linux etwas nicht stimmen kann, wenn es gratis verteilt wird. Dabei steht es jedem frei, Geld an das betreffende Open-Source-Projekt zu spenden, dessen Produkt er nutzt. Ken Starks war verständlicher Weise nicht so gut auf die Lehrerin Karen zu sprechen und wurde in seiner Antwort teilweise recht emotional:
“… Erstens! Wenn die geringste Chance besteht, dass ich etwas Illegales mache, würde ich es nicht tun. Zu denken, dass ich meine Kinder in meine illegalen Aktivitäten involvieren würde, ist eine Beleidigung jenseits von Gut und Böse. Sie sollten sich schämen, so einen Nonsen zu schreiben.
Bitte … erforschen Sie Ihr Herz. … Linux ist ein Betriebssystem frei von Kosten als auch Lizenzen. Es wurde speziell für dafür entwickelt, die Menschen von Microsoft zu befreien. …
Karen, Sie haben keine Ahnung, was für eine Sklavin Sie sind, aber Sie wissen es nicht besser. Die Schande ist, dass Sie gemeinsam wie viele andere LehrerInnen der NEA (National Education Association) gehorchen und die Tugenden von Windows und Microsoft preisen. Mittlerweile gibt es eine bessere, freie und absolut unterhaltsame Methode, Ihren Computer zu betreiben, aber Sie sind unfähig, diese zu begreifen.
Am meisten stört der Fakt, dass die Schulbehörde (AISD) jährlich Millionen Dollar in Microsoft-Produkte steckt, die besser in die Bildung der Kinder investiert wären. Ein engagierter Lehrer würde diesen Fakt erkennen und dafür eintreten, zu freier Open-Source-Software zu wechseln und das Geld, das bisher für Microsoft-Produkte ausgegeben wird, den Kindern zugute kommt. …”
Mittlerweile haben sich die Gemüter in Übersee wieder abgekühlt, die Linux-Gemeinschaft hat ordentlich über Karens Unwissenheit gelästert, aber das Problem besteht nach wie vor. Wie Starks schon formulierte, dürfte auch heute noch weltweit in vielen Köpfen Microsoft Windows als einzig wahres Betriebssystem auftauchen, ebenso die Microsoft-Produkte drum herum. Hierzulande wird vielleicht nicht gleich mit der Polizei gedroht, wenn SchülerInnen Linux verwenden, aber auch hier werden die SchülerInnen oftmals auf Microsoft-Produkte gedrillt und bekommen in den Schulen keine Alternativen aufgezeigt.
Der Autor lebt in einer WG mit einem Mitbewohner, welcher eine Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Assistenten macht und vor praktischen Prüfungen am Rechner Stress schiebt, weil er privat nur schwer auf Microsoft Office zurück greifen kann. Linux hat gerade an Bildungseinrichtungen das Potential, sich durchzusetzen. Aber bis das hier jemand erkennt und die Änderungen mit einem Faustschlag auf den Tisch einleitet, werden noch viele Millionen Euro in proprietäre Software fließen, die in besser in Bildung besser aufgehoben wären.





Tja genau so ist das und das ist auch bei uns in Deutschland so. In der Schulbehörde in Mecklenburg da sitzt eine Dame welche dieselben Argumente (wenn man es denn Argumente nennen darf) benutzt um Schulen bei Microsoft zubehalten. Da wird Lehrern auf EDV Lehrgängen gesagt, das es Linux zwar gibt aber man bitte die finger davon lassen solle, da die Legalität nicht gewährleistet ist, selbst wenn es nur darum geht oppenoffice auf windows zum einsatz zu bringen führt dort kein weg rein. Weil da nämlich auch die unwissenheit weitverbreitet ist, und die bereitschaft sich mit Opensource befassen zu wollen… Mehr »
L3C7R0N!C-5UP3R-50N!C said…
wind0ws = money
linux = free
http://en.wikipedia.org/wiki/Monetary_policy
understand that we can life with free software and wihtout money !
peopel who think that we cant live without money dont know the truth !
and the truth is the force !
!share some wisdom with u
freeup ur mind and the software
And understand that we can live without correct spelling ;-)
Da ich selbst Schüler an einem bayerischen Gymnasium bin, kann ich dazu einiges berichten. Bis jetzt wurde uns im Informatikunterricht vor allem die Bedienung von Microsoft-Produkten beigebracht. In der 6. Klasse haben wir zum Beispiel gelernt, wie das Dateisystem von Windows aufgebaut ist (A: für das Diskettenlaufwerk, D: für CDs …); von UNIX oder Linux keine Spur. Als ich die Lehrkraft darauf aufmerksam machte, das ich das nicht in Ordung finde, entgegnete mir diese, das Linux heutzutage sowieso keine Rolle spiele. Des weiteren lernten wir in diesem Jahr die Bedienung eines Textverarbeitungsprogramms (im konkreten MS Word, was hätte man anderes… Mehr »
Ich war auf einer Schule, die vor Open Office von Sun Microsystems ausreichend Lizenzen für Star Office geschenkt bekommen hatte. Die Programmpakete blieben unverwendet in einem Archiv verschlossen. Die Lehrer meinten, den Schülern sei außer MS Office nichts anderes zuzumuten, da es zu schwierig für sie sei und sie somit ihren Spaß am Unterricht verlieren würden, wodurch der ganze Unterricht unproduktiv werden würde.
Daß die Lehrer für den Unterricht die Materie mal schnell lernten gab es häufiger und das gaben sie auch zu. Da wurden z.B. Lehrer für Elektrotechnik zum Informatikunterricht zweckentfremdet.
Was den Programmierunterricht betrifft muß ich anmerken, daß ich es daneben finde, daß in den Schulen meist Unterricht für prozedurale C++ Programmierung zur Erstellung von Textmodusprogrammen mit linearem Ablauf stattfindet und dieser damit meist abgeschlossen wird. Damit ist nicht im geringsten eine Grundlage für GUI-Programmierung geschaffen.
Bei uns ist es genau anders herum: Da wird sofort mit Objektorientierung und graphischer Programmierung angefangen; auf das Erlernen grundlegender Kontrollstrukturen wird erst einmal verzichtet. Kaum jemand unserer Klasse weiß überhaupt, dass es etwas wie eine Shell gibt und hat schon einmal eine Anwendung ohne graphische Oberfläche benutzt. Programmieren beschränkt sich für sie darauf, mit einem einfachen Programm (EOS und BluJ, eine sehr einfach gehaltene IDE) und etwas Text ein Fenster mit ein paar Kreisen und Rechtecken zu generieren. Außerdem ist im Unterricht wahnsinnnig viel Theorie enthalten. Die Praxis kommt dabei meines Erachtens zu kurz. Dem Anschein nach wissen viele… Mehr »
ja, genau aber das wird wohl bei jeder deutschen schule fast der fall sein, überall nur microsoft mit ihren windows, “anders betriebssystem” BITTE ! was für ein anderes betriebssystem ? gibts da noch was ? ja diese antwort entfing ich in einem pausengespräch unter mitschüleren! und nicht zu vergessen in den großen unternehmen in die wir später einmal treten werden gibt es natürlich auch nur > WINDOWS. also sozusagen tuhen uns die schulen, damit nichts böses, sie wollen uns ja nun nur mal drauf trainen ! ich frag mich nur zu welchen zweck ?`unsere welt ist so vielfällig und eindruckvoll,… Mehr »
und hier ist es wieder so … das wir Väter und Mütter unsere Kinder das richtige beibringen…
nur so können wir sicher sein das OpenSource in der Zukunft seinen Platz hat.
Wenn unsere Kinder OpenSource kennen und später auch benutzen…werden Ihre Kinder dies von Ihren Eltern lernen.
Machen wir dies nicht… werden wir bald einer der wenigen Nationen sein die Microsoft finanziert.
Leider der Horizont vieler Menschen…….
Wir haben noch viel Arbeit vor uns!!!
Das ist jetz aber nicht ernst gemeint oder? :o
Do not write senseless aspects to a senseless topic!
Windows is indeed expensive, but Linux isn’t good enough to match the mass’ requirements.
xyt
Da kann ich nur recht geben, ich selber habe Windows und Linux auf meinem Computer gehabt, und in meinen Augen ist LInux um einiges besser, nein es ist nicht besser weil es frei ist, sondern weil es Stabiler läuft, ich verwende Linux Mitlerweile seit 9 Monaten und habe bisher nicht ein einziges Problem gehabt, und wie im Text steht sollte das Geld lieber in Bildung als in Software investiert werden.
Da lobe ich mir unsere Schule. Dort gibt es schon seit Jahren nur Linux und OpenOffice für die Kids !