Wer eine eigene Homepage betreibt, fürchtet eines besonders: Links, die ins Leere oder zu Fehlerseiten führen. Besucher steigen in solchen Sackgassen genau so aus wie Suchmaschinen. Glücklicherweise gibt es mit dem linkchecker ein kleines Testprogramm, das solche toten Links aufspürt. Das Werkzeug ist insbesondere auch für Website-Betreiber interessant, die ein Content-Management-System einsetzen beziehungsweise Seiten dynamisch erzeugen lassen: Mit linkchecker spüren sie Umleitungsfehler auf und können prüfen, ob Links auf externe Seite funktionieren.
Vorsicht: Der linkchecker prüft immer mehrere Links parallel und generiert so eine nicht zu unterschätzende Server-Last (als würde man die komplette Website herunterladen). Setzen Sie ihn daher nur auf Ihrer Seite ein oder fragen Sie den Seitenbetreiber zumindest um Erlaubnis.
Das kleine Kommandozeilenwerkzeug liegt in den Repositories aller großen Distributionen. Nach der Installation muss man nur noch ein Terminal öffnen und den linkchecker auf die eigene Homepage ansetzen:
linkchecker http://www.example.com
Das Werkzeug läuft jetzt von der Startseite ausgehend sämtliche Links ab. Bei Links auf externe Websites prüft es nur, ob die externe Seite erreichbar ist (linkchecker folgt also nicht den Links auf der externen Seite).
Jeden toten Link und jedes (potenzielle) Problem protokolliert es dann auf der Kommandozeile. Da das auch bei einer kleinen funktionierenden Seite schon recht viele Meldungen werden können, sollte man sie zur späteren Analyse in eine Datei umleiten:
linkchecker http://www.example.com > fehler.txt
Nicht alle Meldungen sind kritisch. So protokolliert der linkchecker auch alle Seiten, für die eine Zugriffsbeschränkung besteht beziehungsweise für die ihm die Rechte fehlen. Solche Probleme klassifiziert der linkchecker als Warnung. Man sollte sich daher erst einmal auf die tatsächlichen Fehler konzentrieren und anschließend die Warnungen durchgehen. Man kann die Warnungen auch abschalten:
linkchecker --no-warnings http://www.example.com > fehler.txt
Für den linkchecker gibt es übrigens auch eine schicke Benutzeroberfläche, die aber nicht alle Distributionen mitbringen. In Ubuntu heißt das entsprechende Paket LinkChecker-GUI.







