Der Datenabgleich über Bluetooth gehört leider immer noch zu den Dingen, die unter Linux mehr schlecht als recht funktionieren. Von einer brauchbaren GUI keine Spur, wer ein Unterfangen wie Synchronisation in Angriff nehmen möchte, muss dazu entweder tief in die Opensync-Materie einsteigen oder den Umweg über einen Mobilfunkprovider wählen.
Im Gegenzug dafür haben es Linux-Nutzer relativ leicht, über Bluetooth auf Fotos, Videos und andere Dokumente zuzugreifen, die auf dem internen Speicher des Handys liegen. Die Lösung dazu lautet obexfs und besteht aus zwei Schritten:
- Bluetooth-Adresse des Handys ermitteln:
marcel@tux: hctiool scan
Scanning ...
F1:AB:CD:B2:AD:C1 Nokia
- Speicher als Fuse-Dateisystem einbinden:
marcel@tux: obexfs -b F1:AB:CD:B2:AD:C1 /media/bluetooth
Das angegebene Verzeichnis muss dazu existieren, die Bluetooth-Adresse muss man natürlich mit der Adresse des eigenen Handys ersetzen. Root-Rechte werden für den Obexfs-Aufruf keine benötigt, falls das Handy noch nicht mit dem Rechner gekoppelt ist, verlangt es allerdings nach einem Pairing. Der Nutzer kann nun aus dem Dateimanager heraus auf Fotos, Videos, Textdateien und je nach Handy-Typ weitere wichtige Daten zugreifen.
Wichtig: Das virtuelle Dateisystem obexfs funktioniert nur dann korrekt, wenn das Handy nicht über rfcomm bereits mit dem Rechner verbunden ist. Die meisten Handys zeigen bei einer aktiven Verbindung ein anderes Bluetooth-Logo an. Im Zweifelsfall über den Befehl
marcel@tux: rfcomm
prüfen, ob das Handy an den Rechner gebunden ist und die Verbindung dann über rfcomm release KANALNUMMER trennen.
Weiterführende Details: http://dev.zuckschwerdt.org/openobex/wiki/ObexFs







erst mal danke für den Tipp mit obexfs, allerdings gibt/gab es schon brauchbare Oberflächen für Bluetooth. Ich hab das alles mit KDE3 gemacht! Nur schade, dass das unter KDE4 meines Wissens nach immer noch nicht funktioniert…