Hallo zusammen
In der Werbung ist die Retusche gang und gäbe, selbst da (oder besser: besonders da) wo sie nicht oder kaum erwartet wird. Ein Beispiel zeigt der Dove-Film “Evolution” (YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=iYhCn0jf46U ) wo eine eher unscheinbare Frau in ein Topmodel verwandelt wird. Nun kann mal über den moralischen Aspekt denken was man will, für uns ist im Moment die Technik dahinter interessant.
Profis verwenden natürlich Profisoftware im Wert von vielen hunderten Euros, doch auch unser (kostenloses) Gimp beherrscht die selben Techniken.
Die Dame auf diesem Foto ist wahrlich kein Model und selbst Profis werden es nicht schaffen können aus ihr eine Schiffer, Klum oder Campell zu machen. Aber man kann es schaffen sie etwas hübscher machen ohne viel Geld zu investieren.
Zuerst nehme ich das Klonen-Tool, wähle mit der Strg-Taste eine Stelle im Mund aus und richte so die Zähne ein wenig.
Dann wandle ich das Bild in Graustufen um, um später weniger Probleme mit Farbwerten zu haben. Außerdem drehe ich noch ein wenig an der Tonkurve um die Kontraste zu verstärken.
Nun öffne ich über Filter>Verzerren das IWarp-Tool. Ich hatte in meinem letzten Blog bereits erwähnt dass wir das Tool noch sehr mögen werden. Nun arbeiten wir zum Großteil damit.
Haben wir das IWarp-Tool ausgewählt öffnet sich ein neues Fenster. Um besser damit arbeiten zu können maximiere ich es erstmal. Die wichtigsten Deformation-Modi sind Bewegen, Vergrößern und Schrumpfen. Beim Regler Deformation empfehle ich ihn nicht zu stark einzustellen, das macht das Arbeiten präziser.
Wenn man jetzt über das Bild auf der linken Seite geht kann man es an der gewünschten Stelle ummodellieren wie man lustig ist. Man muss schon erst ein Gefühl für dieses Werkzeug entwickeln, also nicht verzweifeln wenns beim ersten Mal nicht so klappt wie man möchte. In meinem Beispiel hat der Dame den Kopf etwas schmaler gemacht, die Augen vergrößert, ebenso den Mund und die Nase hab ich leicht verkleinert. Wenn wir dann damit fertig sind beenden wir IWarp.
Jetzt kommen noch kleine Korrekturen die wir vorher nicht beseitigt haben.
Hilfreich ist hierbei das Tool Heilen, das aussieht wie zwei Pflaster. Es funktioniert im Grunde wie das Klonen-Werkzeug, nur dass diesmal nicht einfach die ausgewählte Stelle kopiert wird, sondern sie anhand der direkten Umgebung korrigiert. Zum Beispiel werden so Hautfalten gemindert.
Desweiteren wende ich noch eine kleine Lippenkorrektur, wie in meinem vorletzten Blog, an. Ein Graustufenbild von Lippen wird reinkopiert, angepasst und im Modus Harte Kanten abgelegt.
Zum Schluß gebe ich einigen Stellen noch mit dem Abwedel/Nachbelichten-Tool ein wenig mehr Form und schon sieht die Dame ganz anders aus als vor der Retusche.
Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass es nicht nötig ist für teures Geld teure Retuschesoftware zu kaufen.
Übrigens, es ist von enormen Vorteil wenn das Motiv vor einem möglichst neutralen Hintergrund befindet, das erleichtert das Retuschieren.
Bis zum nächsten Mal (und vergesst nicht bei der Abstimmung mitzumachen, ich würde mich über jede Stimme freuen)













Ehrlich gesagt erinnert mich das Ergebnis an Phantombilder für die Verbrechersuche. Auch finde ich, dass einige Effekte etwas übertrieben wurden und nun ziemlich unecht wirken. So sind z.B. die Augen im Endergebnis doch sehr groß.
Aber schön zu sehen, dass man auch mit Gimp Personen ganz schön verfremden kann.
Ich finde auch, dass das Bild etwas zu sehr gekünstelt wirkt. Daist bei der Retusche etwas übertrieben worden.