Manpages bestehen recht häufig aus Textwüsten, in denen man die eigentlichen Parameter und Kommandos überhaupt nicht mehr sieht. Hier springt zunächst das Kommandozeilenprogramm most in die Bresche. Die meisten großen Distributionen halten es in ihren Repositories vor. Unter Ubuntu und Debian muss man beispielsweise nur das Paket most einspielen.
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most zeigt genau wie more oder less einfach nur Textdateien seitenweise an. Bekommt most Manpages in die Finger, färbt es deren Inhalte netterweise auch gleich ein. man wiederum ruft je nach Distribution less oder more auf. Um also in der Summe bunte Manpages zu erhalten, muss man man dazu überreden, most zu verwenden. Das geht am einfachsten über den Parameter -P. Der folgende Befehl ruft auf diese Weise die Manpage zu cat auf:
man -P most cat
Alternativ kann man most mit dem folgenden Befehl zum less– (beziehungsweise more-) Ersatz küren:
export PAGER="most"
Ruft man jetzt beispielsweise die Manpage zu cat auf:
man cat
erscheint diese eingefärbt. man nutzt most allerdings nur solange, bis man das Terminal-Fenster wieder schließt. Um langfristig auf most umzusteigen, muss man die export-Zeile der Datei ~/.bashrc hinzufügen.
… oder weniger
Wer most nicht extra installieren möchte, kann auch less verwenden. Dieses Werkzeug kann ebenfalls Manpages einfärben, ist aber etwas umständlicher einzurichten. So muss man less über Umgebungsvariablen zunächst mitteilen, wann es welche Farbe verwenden soll. Hier ein paar Vorschläge:
export LESS_TERMCAP_mb=$(printf "\e[1;31m") # Blinken export LESS_TERMCAP_md=$(printf "\e[1;31m") # Fett export LESS_TERMCAP_me=$(printf "\e[0m") # Modus Ende export LESS_TERMCAP_se=$(printf "\e[0m") # Ende Standout-Modus export LESS_TERMCAP_so=$(printf "\e[1;44;33m") # Start Standout-Modus (Info-Kasten) export LESS_TERMCAP_ue=$(printf "\e[0m") # Unterstreichen Ende export LESS_TERMCAP_us=$(printf "\e[1;32m") # Unterstreichen Anfang
Der Befehl:
man -P less cat
spuckt jetzt ebenfalls eine bunte Manpage aus.
Die kryptischen Zeichen hinter printf sind ANSI-Ecapecodes. Welcher Code welcher Farbe entspricht, verrät unter anderem die Wikipedia-Seite [1]. Damit die Farben dauerhaft zur Anwendung kommen, muss man die obigen export-Anweisungen wieder in der Datei ~/.bashrc unterbringen.
Infos
[1] ANSI escape code:
http://en.wikipedia.org/wiki/ANSI_escape_code








Netter Tipp.
Gleich in meine bashrc aufgenommen :-)