Wer häufiger Shell-Skripte schreibt, kann diese nicht nur auf Syntaxfehler prüfen lassen. Spezielle Werkzeuge mahnen problematische Stellen an und zeigen auf, wie gut sich das Shell-Skript portieren lässt.
Auf Wunsch prüft bereits die Bash ein neu geschriebenes Skript auf Syntaxfehler. Dazu ruft man das Skript wie folgt auf:
bash -n skript.sh
Des Weiteren färben viele Editoren die verschiedenen Bestandteile und Schlüsselwörter des Skriptes ein. Dieses Syntaxhighlighting sollte man unbedingt einschalten, da man mit ihm schon während der Programmierung schnell Tippfehler findet.
Einen Schritt weiter gehen sogenannte Code-Analyse-Werkzeuge. Sie analysieren ein Skript und prangern neben Fehlern auch problematische Konstrukte an. Eine solche Code-Analyse bietet ShellCheck für Shell-Skripte. Man muss lediglich den Code seines eigenen Bash-Skripts in das Eingabefeld auf der Homepage einfügen und den blauen Pfeil anklicken. Im unteren Teil der Seite erscheint dann eine Liste mit allen Mängeln. Alternativ kann man sich ShellCheck auch als Programm auf dem eigenen Rechner ausführen.
Abschließend verrät das Werkzeug Shlint noch, ob ein Skript portabel ist. Shlint ist in Ruby geschrieben. Zu seiner Installation muss man deshalb zunächst über den Paketmanager Ruby installieren (unter Ubuntu im Paket ruby). Anschließend spielt der Befehl:
sudo gem install shlint
das kleine Werkzeug ein. Anschließend setzt man Shlint auf das entsprechende Skript an:
shlint test.sh
Weitere Tipps zur Shell-Programmierung und gegen wirren Spaghetticode hält der Schwerpunkt des LinuxUser 03/2014 bereit.






