Viele Mailclients speichern E-Mails zur weiteren Bearbeitung oder rechtssicheren Archivierung in .eml-Dateien. Der Anzeigeclient MailViewer gestattet die Weiterverarbeitung der Archive.
Der Speicherkontingent cloudbasierter E-Mail-Konten ist meist beschränkt. Daher empfiehlt es sich, ältere Nachrichtenbestände auf dem lokalen Massenspeicher zu archivieren, um sie so jederzeit auch später noch einsehen zu können. Um die Rechtssicherheit wichtiger E-Mails sicherzustellen, muss man die einzelnen Dokumente mit ihren Headern sichern.
Entsprechende Komplettsicherungen nehmen Sie mithilfe einer Download- oder Exportfunktion in der Weboberfläche des betreffenden Mail-Diensts vor. Die Nachricht wird dann als Datei mit der Extension .eml gespeichert. Auch zahlreiche lokale E-Mail-Clients gestatten das Archivieren in dieser Form.
Um die resultierenden Dateien zu betrachten, benötigen Sie ein Programm, das mit .eml-Dateien zurechtkommt. Thunderbird kann das zwar, eignet sich jedoch schon aufgrund seines Umfangs nur bedingt als reines Betrachtungsprogramm. Wesentlich schlanker und effizienter agiert das in der Programmiersprache Rust geschriebene Werkzeug MailViewer [1].
Konzept
MailViewer ist kein Mailclient wie Thunderbird, Geary oder KMail, sondern ein reines Anzeigeprogramm für Dateien der Typen .eml und .msg. Sie erhalten die Software als Flatpak bei Flathub sowie als Quellcode auf der Github-Seite des Projekts [2]. Neben einer Variante für 64-Bit-Systeme mit Intel- und AMD-Architektur gibt es ein Flatpak für den Raspberry Pi 4/5 [3].
Um das Programm direkt über Flathub in das System zu integrieren, geben Sie am Prompt den Befehl aus der ersten Zeile von Listing 1 ein. Alternativ beziehen Sie MailViewer über einen der grafischen App-Stores wie KDE Discover oder Gnom...
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