Immer mehr Distributionen setzen Wayland anstelle von X11 ein. Das verändert die Art und Weise, wie wir die Arbeit auf entfernten Rechnern erledigen.
Das von immer mehr Distributionen als Standard genutzte Displayserver-Protokoll Wayland hat ohne Frage seine Meriten. Bei Telearbeitern sorgt es allerdings eher für Frust: Das Arbeiten auf Wayland-Systemen aus der Ferne funktioniert – zumindest derzeit – nicht mehr auf den von X.org-Rechnern gewohnten Wegen. Insbesondere beliebte, weil komfortable Fernzugriffslösungen wie X2go [1] bleiben bei Wayland außen vor.
Um zu ermitteln, welches Displayserver-Protokoll auf dem Zielgerät zum Einsatz kommt, genügt ein einfacher Aufruf. Installieren Sie auf dem entfernten Rechner, falls noch nicht vorhanden, als Erstes Inxi [2]. Der Aufruf inxi -G | grep Display liefert anschließend die gewünschte Information. In der Ausgabe lesen Sie nach Display: entweder wayland server (Abbildung 1) oder server: X.Org (Abbildung 2). Im zweiten Fall funktionieren (noch) die klassischen Methoden wie ssh -X ... oder x2goserver. Im Folgenden liefern wir Lösungsansätze für den zweiten Fall, wenn also die Gegenstelle Wayland verwendet.
Display umleiten
Um einzelne Anwendungen auf dem entfernten Rechner zu nutzen, verwendeten Sie bisher ausschließlich ssh -X .... In dieser Form funktioniert das, abhängig von der vorliegenden Konstellation, nicht mehr. Das neue Werkzeug für diesen Einsatzzweck trägt den Namen Waypipe. In der Tabelle “Display umleiten” finden Sie Hinweise zum Gebrauch des Tools in verschiedenen Konstellationen. Sie müssen Waypipe auch auf dem lokalen X.org-System installieren,...
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