Die Zeitmaschine im Kernel-Space: ZFS-Workflows unter Ubuntu

Aus LinuxUser 07/2026

Die Zeitmaschine im Kernel-Space: ZFS-Workflows unter Ubuntu

© Oleksii Surgai / 123RF.com

Schnappschuss

ZFS unter Ubuntu sichert Daten per Copy-on-Write und ermöglicht durch Snapshots sowie beschreibbare Klone eine flexible Administration und risikofreie Tests.

Al Lowe, Schöpfer des Adventure-Klassikers Leisure Suit Larry, riet den Spielern seiner Werke: “Save Early, Save Often”. Seine Titel waren berüchtigt dafür, den Protagonisten unversehens in Sackgassen zu manövrieren, die unweigerlich ins Verderben führten. Wer keinen alten Spielstand gesichert hatte, musste von vorn beginnen.

Was für Computerspiele gilt, trifft ebenso auf Anwender mit ernsthaften Ambitionen zu. Ob Sie an Ihrer Masterarbeit schreiben, Quellcode programmieren oder die Aufnahmen eines Foto-Shootings entwickeln: Sichern Sie Ihre Arbeit regelmäßig. Dabei empfiehlt es sich, auch Zwischenstände zu archivieren, da nicht jedes Programm über eine unbegrenzt rückwirkende Undo-Funktion verfügt.

Die Praxis, Zwischenstände zu archivieren, ist selbstverständlich nicht nur für die eigenen Daten sinnvoll, sondern genauso für das komplette System. So stellen Sie nach einem missglückten Update den vorigen Zustand wieder her oder vergleichen geänderte Konfigurationsdateien, um problematische Modifikationen rückgängig zu machen. Für beide Szenarien bieten sich Snapshots auf Dateisystemebene an.

Die Dateisysteme Btrfs und ZFS bieten leistungsfähige Snapshot-Funktionen auf Basis von Copy-on-Write (CoW). Während Btrfs vor allem durch die einfache Integration in viele Linux-Distributionen und geringe Einstiegshürden punktet, adressiert ZFS eher anspruchsvolle Umgebungen. Dabei liegt der Fokus auf Datenintegrität, Skalierbarkeit und erweitertem Storage-Management.

Copy-on-Write stellt eines der zentralen Konzepte von ZFS dar und erklärt, warum Snapshots und Klone so effizient operieren. Bei klassischen Dateisyst...

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