Desktop-Firewall Little Snitch für Linux

Aus LinuxUser 07/2026

Desktop-Firewall Little Snitch für Linux

© Walter Bargen / 123RF.com

Kein Durchgang

Analog zum MacOS-Pendant analysiert und kontrolliert die Desktop-Firewall Little Snitch unter Linux ausgehende Netzwerkverbindungen.

Seit über 20 Jahren genießt Little Snitch [1], eine Application Firewall der österreichischen Softwareschmiede Objective Development, unter MacOS Kultstatus. Das Werkzeug zum Überwachen und Kontrollieren ausgehender Netzwerkverbindungen wurde jetzt erstmals für Linux veröffentlicht [2]. Warum er diesen Zeitpunkt für die Portierung gewählt hat, beschreibt Firmengründer und Hauptentwickler Christian Starkjohann in seinem Blog [3].

Little Snitch war zwei Jahrzehnte lang nur für MacOS verfügbar, wurde aber bereits 2021 für Linux geforkt. Während der damalige Fork OpenSnitch [4] in Python geschrieben war, realisierte Starkjohann seine Linux-Version jetzt in Rust. Das Management erfolgt über ein Webinterface, womit sich die Anwendung auch für den Betrieb auf Headless-Systemen eignet. Die Steuerung erfolgt bequem von jedem anderen Gerät per Browser, egal ob dort Linux, MacOS, Windows, Android oder iOS läuft.

Während bei der MacOS-Version interaktive Dialoge im Vordergrund stehen, basiert die Linux-Variante auf einem Zusammenspiel aus Analyse, Prozesssperrung und nachgelagerter Regeldefinition. Damit eignet sie sich hervorragend dazu, Transparenz über Netzwerkverbindungen zu schaffen und unerwünschte Kommunikation gezielt zu unterbinden. Für klassische Sicherheitsaufgaben wie eine Härtung gegen Angriffe wurde Little Snitch hingegen nicht konzipiert.

Application Firewall

Application Firewalls wie Little Snitch überwachen und kontrollieren Netzwerkverbindungen auf Prozessebene, statt lediglich Pakete anhand von IP-Adressen, Ports oder Protokollen zu filtern, wie das beispielsweise eine auf Iptables basierende Firewall praktiziert. Sie or...

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