Wer KI-Dienste nutzt, füttert sie oft unfreiwillig mit persönlichen Daten. Das Open-Source-Programm Private Prompts sorgt dafür, dass private Daten auf Ihrem Rechner bleiben.
Stellen Sie sich vor, Sie möchten sich bei einem Bewerbungsschreiben, bei einem Antrag an eine Behörde oder bei einem Kundenbrief an eine Versicherung von einer KI helfen lassen. Solche Texte enthalten üblicherweise Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und manchmal sogar eine Bankverbindung, die Versicherungsnummer oder ähnliche persönliche Daten. Sobald Sie diese Informationen an eine KI Ihrer Wahl senden, verlassen die Daten Ihren Einflussbereich und landen auf fremden Servern. Um die Kontrolle über Ihre persönlichen Daten zu behalten, müssen Sie sie von Hand aus dem Text entfernen und später ebenso wieder einfügen. Wollen Sie es komfortabler haben, sind Sie mit dem Programm Private Prompts [1] gut beraten.
Durchstarten
Private Prompts von Frank Börncke liegt zurzeit in der Beta-Version 0.0.5 vom 19.03.2025 vor. Laden Sie die Anwendung über die Projektseite oder von Github [2] herunter. Das Programm steht als Appimage bereit und erfordert keine Installation. Nach dem Herunterladen machen Sie die Datei mit dem Shell-Befehl aus der ersten Zeile von Listing 1 ausführbar.
Anschließend starten Sie die Software mit einem Doppelklick im Dateimanager. Alternativ sollte das mit dem Shell-Befehl aus der zweiten Zeile des Listings funktionieren. In unserem Test klappte das allerdings nicht: Das Programm ließ sich nur mit dem Befehl aus der letzten Zeile zum Laufen bringen. Dabei handelt es sich jedoch um eine weniger sichere Aufrufvariante, denn die dabei verwendete Option --no-sandbox deaktiviert den Schutzkäfig um die Anwendung.
Listing 1
Installation und Start
$ chmod u+x Priva...
[...]
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