Sicheres Netz für IoT-Geräte mit OpenWrt einrichten

Aus LinuxUser 04/2026

Sicheres Netz für IoT-Geräte mit OpenWrt einrichten

© Dilok Klaisataporn / 123RF.com

Getrennte Wege

Es bietet sich an, das eigene Netzwerk für IoT-Geräte per OpenWrt zu erweitern, wenn das Gastnetz der Fritzbox nicht ausreicht, der IoT-Zoo aber nicht im Heimnetz sein Unwesen treiben soll.

Dieser Artikel beschreibt ein spezielles, aber in Deutschland sehr typisches Setup für ein IoT-Netz. Üblicherweise gibt es einen zentralen Router, etwa eine Fritzbox oder einen Speedport, der die Verbindung zum Provider-Netz hält und darüber hinaus LAN und WLAN für PCs, Tablets und Smartphones im Heimnetz bereitstellt.

Sowohl die Fritzbox als auch der Speedport (und Router anderer Hersteller ebenso – im Folgenden soll der Begriff Fritzbox für alle diese Geräte gelten) spannen auf Anforderung ein sogenanntes Gastnetz auf. Gedacht für Gäste, denen Sie Internetzugang bieten wollen, aber keinen Zugang zum Heimnetz, ist es für IoT-Geräte ebenfalls die einfachste Wahl. Wollen Sie also nur dem Toaster den Zugriff auf das Internet ermöglichen, sind Sie mit dem Gastnetz gut bedient.

Gastnetze sind gut abgeschottet und bieten vor allem eine Isolation der Clients. Dadurch können die so eingebundenen Gadgets auf kein anderes Gerät im Heim- und Gastnetz zugreifen. Allerdings gilt das auch andersherum. So kann weder der PC Druckaufträge an den 3D-Drucker senden, noch vermag ein kleines ESP32-Modul den Controller des Balkonkraftwerks für die Anzeige der aktuellen Leistung abzufragen.

Wer diese erweiterten Zugriffsrechte braucht, kommt mit der Hausmannskost der Router nicht aus. Genau darum geht es bei der Einrichtung eines IoT-Netzwerks. Es soll die Client-Isolation der einfachen Gastnetze bieten, aber asymmetrisch den Rechnern im Heimnetz gleichfalls den direkten Zugriff erlauben.

Hardwarefragen

Ohne Zusatzhardware geht es nicht. Sie brauchen einen zweiten Router, der ein eigenes WLAN-...

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