Macs mit Apples ARM-Prozessoren beeindrucken in vielerlei Hinsicht. Wer darauf Linux statt MacOS nutzen wollte, hatte wegen schlecht dokumentierter Hardware und fehlenden Treibern schlechte Karten. Asahi Linux ändert die Situation grundlegend.
Apple-Silicon-Macs verfügen über Apples eigene ARM-Prozessoren (siehe Kasten “M-Chips”). Sie glänzen mit starker Performance, hervorragender Akkulaufzeit und hochwertigem Design. Doch wer darauf lieber Linux statt MacOS laufen lassen mochte, stand lange vor nahezu unlösbaren Problemen. Es gab keine Dokumentation der Hardware, Treiber fehlten. Eine native Linux-Installation war schlicht unmöglich. Man war also auf MacOS angewiesen, um in den Genuss der Hardwarevorteile zu kommen.
Inzwischen ist es dem Asahi-Linux-Projekt [1] gelungen, die Hürden für den Betrieb von Linux auf Apple-Geräten deutlich zu senken. Nach fünf Jahren intensiver Entwicklungsarbeit läuft Linux auf M1- und M2-Macs erstaunlich gut, mit voller Grafikbeschleunigung, funktionierendem Audio und den meisten Hardwarefunktionen.
M-Chips
Apple-Silicon-Macs sind die ab 2020 vorgestellten Macs, mit denen Apple seine dritte große CPU-Transition abschloss. Nachdem Intel die gewünschten Chips nicht liefern konnte, entwickelte das Unternehmen eigene Prozessoren auf ARM-Basis, die M-Chips. Sie können mit den Produkten etablierter CPU-Hersteller konkurrieren und brachten bei Energieeffizienz und Performance sogar erhebliche Verbesserungen.
Asahi Linux
Der Name Asahi bedeutet auf Japanisch “aufgehende Sonne” und symbolisiert einen neuen Anfang. Gleichzeitig verbirgt sich dahinter eine clevere Anspielung: Asahi Ringo ist die japanische Bezeichnung für den McIntosh-Apfel (Abbildung 1) – jene Apfelsorte, die dem Mac seinen Namen gab. Das erscheint als passende Name...
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