YunoHost erleichtert den Einstieg in die Bereitstellung von über 500 Diensten mit einem weitgehend vorkonfigurierten Server.
In Unternehmen ist es schon lange gängige Praxis, Dienste On-Premises zu hosten, also intern, statt sie in die Cloud auszulagern. In den vergangenen Jahren finden auch Heimanwender zunehmend Gefallen daran. Die Daten bleiben alle im eigenen Netz, die Cloud-Betreiber, die diese Dienste ansonsten Off-Premises verwalten, gehen leer aus, und die Privatsphäre bleibt intakt.
Sehr häufig werden solche Dienste zum Selbsthosten als Docker-Container angeboten. Distributionen wie Unraid oder TrueNAS vereinfachen die Installation und das Verwalten durch vorbereitete Templates für häufig genutzte Apps und Dienste. Doch nicht jeder Anwender kann oder möchte Docker einsetzen oder einen Homeserver von Grund auf aufsetzen und konfigurieren. Das muss auch gar nicht sein, wie die aus Frankreich stammende Open-Source-Software YunoHost [1] beweist. Sie wird unter der freien Lizenz GNU AGPL 3 bereits seit fast 15 Jahren angeboten.
Solide Basis
Die Serveranwendung basiert auf Debian GNU/Linux 12 alias “Bookworm” und vereinfacht das Verwalten eines eigenen Servers und das Selbsthosten von Diensten. Der Name YunoHost steht übrigens für die lapidar formulierte Frage “Why you no host?”, also “Warum hostest du nicht selbst?”. Damit möchte das Projekt daran erinnern, dass die Kontrolle über und die Verantwortung für die eigenen Daten wichtige Bestandteile einer freien und demokratischen Gesellschaft sind.
YunoHost bietet eine einfach zu bedienende Weboberfläche, um Anwendungen mit wenigen Klicks aus einem App-Katalog zu installieren, sie zu konfigurieren und zu verwalten. Dabei unterstützt es Dokuwiki, Gitlab, Immich, Jitsi Meet, Mastodon, Nextcloud, Peertube, Pix...
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