Mozilla stellt seinen Read-it-later-Dienst Pocket ein. Kein Problem: Die selbst zu hostende Alternative Karakeep glänzt mit einem unübertroffenen Funktionsumfang.
Ende Mai sorgte eine Nachricht für Schlagzeilen im digitalen IT-Blätterwald: Mozilla, die Stiftung hinter dem Open-Source-Browser Firefox, stellt seinen Dienst Pocket [1] samt zugehöriger API komplett ein. Er ermöglicht es, interessante Artikel, Webseiten und Videos zum späteren Lesen zu speichern, sodass sie geräteübergreifend und offline verfügbar sind. Nutzer von Pocket haben noch bis zum 8. Oktober Zeit, ihre gespeicherten Daten zu exportieren. Danach schließt der Dienst für immer seine Pforten.
Pocket wird von Millionen Menschen genutzt und war in den vergangenen Jahren ein fest integrierter Bestandteil von Firefox. Die letzten belastbaren Nutzerzahlen sind ein Jahrzehnt alt und nennen zum Zeitpunkt der Übernahme durch Mozilla 17 Millionen Anwender und über eine Milliarde gespeicherter Datensätze. Es ist nicht bekannt, ob Mozilla diese Zahlen halten oder gar verbessern konnte. Sicher ist aber, dass viele Nutzer nun händeringend nach Alternativen suchen werden. Sogenannte Read-it-later-Dienste sind in unserer schnelllebigen Zeit für viele Menschen eine Möglichkeit, einen Überblick über die Flut an Themen zu behalten, ohne sofort Zeit ins Lesen zu investieren.
Selbst hosten
Das Aus für Pocket ist der perfekte Zeitpunkt, um über eine Alternative nachzudenken, bei der die gespeicherten Credentials und Daten nicht in einer Cloud landen. Mit diesen Daten lassen sich nämlich bequem Profile erstellen. Selbsthosten erhält seit einigen Jahren vermehrt Zulauf. Apps dieser Gattung laufen häufig als Docker-Container, wobei sich vorbereitete Vorlagen für Docker Compose im Netz finden. Mit ein wenig Einarbei...
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