Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie topaktuelle Distributionen zum Ausprobieren, aber auch für den Produktiveinsatz.
Clear Linux OS Desktop 36010
Clear Clear Linux OS stammt aus dem Hause Intel. Es dient sowohl als Vorzeigeobjekt für die Leistungsfähigkeit der Intel-Prozessoren als auch als innovatives Container- und Server-Betriebssystem, das sich dank dreier Desktop-Umgebungen auch für den Einsatz als Workstation eignet. Intel verfolgt mit diesem Projekt keine kommerziellen Ziele.
Das Unternehmen verwirklicht mit der Distribution ein zustandsloses Dateisystem, auch Stateless genannt. Dafür kommt Systemd zum Einsatz. Die Distribution trennt damit die Benutzerkonfiguration von der verteilten Konfiguration des Betriebssystems. Durch den Verzicht auf das Verzeichnis /etc ermöglicht Clear Linux eine zustandslose Betriebssystemarchitektur, die diverse Vorteile bietet.
Zusätzliche Software installieren Sie entweder als Flatpak oder als kuratiertes Anwendungspäckchen. Ein eigener Software-Shop bietet rund 3000 Anwendungen als Flatpak oder in Bundles an.
Sie starten die Distribution von Seite B der DVD. Ein ausführlicher Artikel ab Seite 6 beschreibt die Features von Clear Linux OS im Detail.
EndeavourOS 22.1 “Apollo”
Bei EndeavourOS handelt es sich im Grunde genommen um ein reines Arch Linux. Der wichtigste Unterschied zum Original besteht darin, dass auf dem Live-System der bewährte grafische Installer Calamares zum Einsatz kommt. Als Zielgruppe definiert EndeavourOS trotzdem nicht unbedingt Neulinge, die Entwickler bezeichnen es als “a terminal-centric distro”. Allerdings bietet es ein Willkommensfenster, über das Sie einige Installationsskripte und wichtige Kapitel der Dokumentation aufrufen.
Von Haus aus bringt die Distribution den schlanken XFCE-Desktop mit. Entscheiden Sie sich für die sogenannte Online-Installation, stehen darüber hinaus Gnome, KDE Plasma, i3, Cinnamon, Budgie, Mate, LXQt und LXDE zur Installation bereit, die sich auch parallel installieren lassen. An Software bietet das System nur das Nötigste, wie Webbrowser oder Texteditor. Den Rest installieren Sie bei Bedarf aus den Repositories nach.
Sie starten die Installation von Seite A der DVD, das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/. Einen ausführlichen Artikel zu EndeavourOS lesen Sie ab Seite 10 in dieser Ausgabe.
Fedora 36 Workstation Live
Die aktuelle Ausgabe von Red Hats Community-Distribution setzt auf Gnome 42 als Desktop. Fedora folgt dabei recht genau den Vorgaben der Gnome-Entwickler. Ein neuer Texteditor ersetzt das bislang verwendete Gedit. Das Gnome-Terminal bekommt noch eine Gnadenfrist, der designierte Nachfolger Console findet sich aber bereits in den Repositories.
Zwar verwendet Fedora seit Längerem Wayland als Standard-Display-Server, Nutzer proprietärer Nvidia-Grafikkartentreiber landeten bislang dennoch in einer X11-Sitzung. Ab sofort steht auch ihnen Wayland zur Verfügung.
Für Administratoren steht das Verwaltungstool Ansible 5 bereit. Die eigentliche Engine steckt dabei im Paket ansible-core. Der Rest der Software verteilt sich auf weitere Pakete, deren Namen mit ansible-collection- beginnen. Diese Aufteilung soll die Wartung vereinfachen, zudem müssen Administratoren nur die tatsächlich benötigten Komponenten einspielen.
Sie starten das System von Seite A der Heft-DVD, das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/. (tle)




