Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.
Slackware reloaded: VectorLinux
Unzählige Distributionen setzen auf Debian oder Ubuntu als Unterbau. Bei VectorLinux 7.2 dagegen kommt Slackware zum Einsatz, die älteste aktive Linux-Distribution. Deren Alter merkt man dem System allerdings nicht an, es arbeitet auch auf leistungsschwachen Rechnern spritzig schnell. Die Standardversion basiert auf dem Kernel 4.4 mit XFCE 4.12 als grafischer Oberfläche, die Light-Variante nutzt IceWM 1.42 als Desktop. Das Paketmanagement handhabt das von Slackware übernommene Slapt-get.
VectorLinux Live (32 Bit) booten Sie von Seite B der ersten Heft-DVD. Im Verzeichnis isos/ finden Sie die Installationsvariante und die Light-Version, jeweils in der 32-Bit-Fassung.
Von Seite A der zweiten DVD booten Sie VectorLinux Light Live in der 64-Bit-Version. Im Verzeichnis isos/ finden Sie die normale Version sowie die Light-Variante, jeweils in 64 Bit.
Sicher surfen mit Heads
Bei der auf Devuan “Beowulf” basierenden Distribution Heads 0.4 handelt es sich um ein speziell gehärtetes System zum anonymen Surfen, das sich dank der Ressourcen schonenden Desktopvarianten Openbox und Awesome-WM auch für betagtere Rechner eignet. Anders als beispielsweise bei Tails integrieren die Entwickler weder proprietäre Applikationen, noch entsprechende binäre Blobs in das System. Zusätzlich pflegen sie die Grsecurity-Patches in den Kernel ein, um potenziellen Schwachstellen wie Zero-Day-Exploits vorzubeugen.
Sie booten die 32-Bit-Version der Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD. Den 64-Bit-Ableger finden Sie auf Seite A der zweiten DVD.
Nitrux: Innovativ und sicher
Das aus Mexiko stammende Ubuntu-Derivat Nitrux Linux 1.0.14 bietet neben einem modifizierten KDE-Desktop und einem innovativen App-Store auch eine einfach zu konfigurierende Firewall sowie und einen problemlos zu nutzenden Verschlüsselungsmechanismus für persönliche Daten. Die Software-Ausstattung beschränkt sich auf die notwendigsten Programme für den Büroeinsatz. Dazu zählen etwa Chromium, LibreOffice und der bewährte VLC-Player. Als Dateimanager kommt Dolphin zum Einsatz, als schlanker PDF-Reader dient Qpdfview.
Sie booten das System von Seite A der ersten Heft-DVD.
Qubes: Anwendungen eingesperrt
Die von Fedora abgeleitete Distribution Qubes OS 4.0 benutzt standardmäßig Xen-VMs, um verschiedene Bereiche des Betriebssystems gegeneinander abzuschotten. Sollte ein Angreifer in einen davon eindringen, bleiben die anderen trotzdem gesichert. Diese isolierten Bereiche heißen Qubes, abgeleitet von Cubes (Würfel). Sie könnten beispielsweise einen Würfel für unsichere Webseiten einrichten, und einen weiteren für Bankgeschäfte, jeweils mit unterschiedlichen Berechtigungen.
Sie booten die Distribution von Seite B der zweiten Heft-DVD.
Bodhi Linux 5.0.0
Distributionen mit Gnome, KDE oder Xfce als Desktop gibt es zuhauf. Bodhi Linux 5.0.0 beschreitet mit dem von Enlightenment geforkten Moksha-Desktop hingegen einen eigenen Weg. Das System empfiehlt sich trotz moderner Technik für aktuelle wie auch ältere Rechner. Als Unterbau nutzen die Entwickler von Bodhi Linux die Paketquellen von Ubuntu. Mit der Version 5.0.0 kommt die LTS-Ausgabe Ubuntu 18.04 “Bionic Beaver” zum Einsatz.
Auf Seite A der ersten Heft-DVD finden Sie die “AppPack”-Variante, auf der Rückseite die 32-Bit-Legacy-Version. Den 64-Bit-Ableger finden Sie auf Seite A der zweiten Heft-DVD. Die Ordner /isos/ enthalten jeweils die zugehörigen ISO-Images.
Neue Programme
Nicht zu Unrecht gilt Krita 4.1.1 schon länger als das leistungsfähigste freie Zeichenprogramm für Linux, Mac und Windows. In der Version 4 feilten die Entwickler noch an vielen Stellen, heraus kam eine runde Sache, die sich aufgrund ihrer Komplexität aber keineswegs selbst erklärt.
Komplexe Applikationen zum Austausch von Nachrichten lösen die SMS zunehmend ab. Mit Wire 3.2 tritt ein Messenger-Dienst an, der deutlich mehr leistet, als nur Textschnipsel zu versenden. Ein Unternehmenssitz in Europa verspricht zudem etwas mehr Datenschutz.
Die unter der GPL lizenzierte Kommunikationsplattform Retroshare 0.6.4 gewährleistet sicheren Datenaustausch auf allen Ebenen. Dabei lässt sich das Programm auch noch einfach bedienen und bietet einige Schmankerl wie die Integration des Tor-Netzwerkes. Darüber hinaus steht die Software für alle gängigen Plattformen zum Herunterladen bereit.
Das Tool Converseen 0.9.7 bietet eine Qt5-basierte Benutzeroberfläche, in der sich große Bildersammlungen automatisiert verarbeiten lassen. Das Programm unterstützt dabei alle wichtigen Bildformate wie PNG, TIFF oder JPG. Auch Postscript-Dateien lassen sich damit verarbeiten.
Hinter Borgbackup 1.1.7 verbirgt sich eine Backup-Lösung, die mit zahlreichen nützlichen Funktionen wie Deduplizierung oder Verschlüsselung aufwartet. Auf Wunsch komprimiert die Software die gesicherten Daten auch.
Das Programm Lynis 2.6.7 erlaubt es Ihnen, Ihr Linux-System auf Sicherheitslücken hin überprüfen. Dabei achtet die Software auch auf bekannte Konfigurationsfehler. Damit eignet sich die Applikation Tool unter anderem zu Absichern und Härten von Installationen.
Das Netzwerkprogramm MTR 0.92 vereint die Funktionen von Ping und Traceroute in einer übersichtlichen Oberfläche. Mithilfe von ICMP-Echo-Anfragen prüft das Tool dabei auch die Qualität der jeweiligen Verbindungen. Anwender können so schnell und einfach ihr Netzwerk analysieren und etwaige Fehler aufspüren.
Mit Gravit Designer 3.4.3 erstellen und bearbeiten Sie Vektorgrafiken, die sich dann unter anderem in den Formaten SVG, PNG und JPEG abspeichern lassen. Während das Konkurrenzprogramm Inkscape durch ein unglaublich umfangreiches Menü und viele Funktionen glänzt, beschränkt sich der Gravit Designer auf relativ wenige Funktionen in einer klaren, aufgeräumten Oberfläche.




