Out-of-Bound-Effekte sorgen bei Präsentationen und Diashows für die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums. Entsprechende Bilder erzeugen Sie in Gimp mit einfachsten Mitteln.
Out-of-Bound-Bilder nennt man jene Art von Bildern, die buchstäblich aus dem Rahmen fallen, bei denen also das Motiv sich in angetäuschtem 3D aus dem Rahmen heraus entfaltet. Solche Bilder geben einen guten Blickfang ab und helfen, Motive noch etwas interessanter zu gestalten. Daneben eignen sie sich auch dazu, Personen oder Objekte hervorgehoben darzustellen.
Out-of-Bound-Bilder bestehen typischerweise aus drei Komponenten: dem originalen Bild, einem (oft perspektivisch verzerrten) Bilderrahmen und einem abgestimmten Hintergrund. Dazu kommt einiger Zuckerguss, der die drei Dimensionen betont beziehungsweise überhaupt erst simuliert. Dabei handelt es sich meistens um verschiedene Arten von Schatten und einigen anderen Kleinigkeiten.
Eingebettetes Bild
Für diese Form der Montage eignen sich auch Bilder, bei denen Sie es wahrscheinlich gar nicht vermuten würden. Halbwegs passabel belichtete Fotos, die ein einzelnes Objekt gut treffen, genügen oft schon den Anforderungen. Dabei muss nicht einmal das gesamte Objekt im Bild vorhanden sein.
Der Witz besteht nun darin, aus dem Original einen Bereich dergestalt auszuwählen, dass er einige Bildbestandteile enthält, die später aufgrund ihrer räumlichen Lage etwas vom Rahmen verdecken, den Sie noch hinzufügen. Es bedarf einiger Übung und etwas Erfahrung, die dafür am besten geeigneten Bereiche auszuwählen. Hier hilft Ausprobieren.
Besonders gut eignen sich Bilder für diese Technik, die weit herausragende Teile oder zumindest recht freie Objekte enthalten. Abbildung 1 zeigt die für diesen Artikel verwendeten Bilder, die Ergebnisse sehen Sie weiter unten. Oft weisen die eingebetteten Bilder ein relativ starkes Kontrastverhältnis auf oder wurden nachträglich entsprechend bearbeitet, etwa selektiv geschärft (Abbildung 2). Das erzeugt einen deutlichen, plakativen Effekt. Auch das Gegenteil liefert sehenswerte Ergebnisse.

Abbildung 2: Dieses Beispiel zeigt ein Bild in dem Details geschärft sind (die Zähne), um den dramatischen Eindruck noch zu verstärken.
Um eine spezielle Technik beim Bearbeiten kommen Sie bei dieser Art von Bildern allerdings nicht herum: das sogenannte Freistellen. Manche verwenden diesen Begriff für das Zuschneiden von Bildern – hier ist aber die eigentliche Bedeutung gemeint, das Herauslösen der freizustellenden Motive.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Objekte in Bildern freizustellen. Oft muss man aber gar nicht alle Mittel ausreizen, meist genügt es, einige begrenzte Bereiche herauszuarbeiten. Wie das funktioniert, demonstrieren wir im Folgenden mit Gimp.
Zusätzliche Ebene
Es empfiehlt sich, dabei immer auf einer Ebenenkopie zu arbeiten, um bei Problemen auf das Original zurückgreifen zu können. Wählen Sie also den relevanten Bereich des Bildes mit einem Auswahlwerkzeug aus und kopieren Sie ihn als separate Ebene ins Bild. [Strg]+[C] kopiert die Auswahl in die Zwischenablage, [Strg]+[V] fügt sie ein; durch Neue Ebene … im Menü Ebenen schließen Sie die Aktion ab.
Achten Sie darauf, dass die so erzeugte Ebene alle relevanten Teile des Bilds enthält. Bei Gimp erzeugen Sie so automatisch eine transparente Ebene, die Sie für die weiteren Schritte benötigen. Bei anderen Programmen müssen Sie eventuell noch einen Alpha-Kanal hinzufügen.
Nun verwenden Sie das Radierwerkzeug, um die Teile um das Objekt zu entfernen. Dabei erweist sich Gimp als besonders praktisch: Mit dem gewählten Tool löschen Sie nicht benötigtes Bildmaterial, normalerweise von außen nach innen. Entfernen Sie zu viel, machen Sie dies bei transparenten Ebenen durch Radieren mit gehaltenem [Alt] rückgängig. So erstellen Sie recht schnell gute Freisteller.
In vielen Fällen müssen Sie gar nicht das gesamte Motiv in allen Feinheiten herausarbeiten. Auf Präzision kommt es lediglich an den Stellen an, an denen das Objekt später mit dem Bildrahmen in Kontakt kommt. Hier fallen kleine Fehler oft direkt auf.
Es gibt einen weiteren Bereich, den Sie freistellen müssen: die Stellen, die Sie später für einen perspektivischen Schatten nutzen (siehe Kasten “Schatten geschickt gesetzt”). Hier genügt es normalerweise, das Freistellen in groben Zügen vorzunehmen. Gimp berechnet Schatten immer aus dem Übergang zwischen Transparenz und undurchsichtigen Teilen in einer Ebene, zeichnet Schatten aber weich. Kleine Details gehen beim Weichzeichnen ohnehin verloren.
Zu diesem Zeitpunkt haben Sie also zwei Ebenen im Bild, die exakt übereinanderliegen sollten: das Original (Hintergrund) sowie eine zumindest teilweise freigestellte Kopie davon.
Schatten geschickt gesetzt
Mit dem Gimp-Filter Perspektive unter Licht und Schatten im Menü Filter stellt Gimp eine sehr spezielle Funktion bereit: Die erzeugten Schatten beginnen am Objekt und erstrecken sich in der vorgegebenen Richtung. Damit wirken sie ganz anders als Schlagschatten, die nur bei einem steilen Winkel zwischen Lichtquelle und Objekt sinnvolle Ergebnisse zeigen.
Allerdings verfügt dieser Filter bislang nicht über eine Vorschau, da er zurzeit nur als Python-Skript implementiert ist. Die Funktion der Parameter erschließt sich aus den Bezeichnungen nur recht schwer: Winkel definiert die Richtung des Schattens, gemessen gegen die Horizontale. Winkel unter 90 Grad erzeugen die Schatten rechts vom Objekt, größere links davon.
Der Parameter Relativer Abstand zum Horizont legt fest, wie weit ein imaginärer Horizont entfernt ist. Die Dokumentation bezeichnet dabei den relativen Abstand als den Abstand von der Grundlinie der Auswahl oder Ebene, wobei als Einheit der Entfernung die Höhe der Auswahl oder Ebene gilt. Die relative Länge des Schattens darf nicht größer ausfallen als der relative Abstand zum Horizont.
Die Länge des Schattens legen Sie über den gleichnamigen Parameter fest, wobei große Werte zu starken Verzerrungen führen. Mit Weichzeichnenradius beeinflussen Sie die Ränder des Schattens. Farbe steuert die Schattenfarbe, über Deckkraft legen Sie fest, wie dunkel die Bereiche des Schattens erscheinen.
Der Einfluss der Interpolation, die Sie für die perspektivische Verzerrung des Schattens verwenden, hält sich in engen Grenzen. Manchmal führt Keine zu Artefakten, allerdings arbeitet das Plugin dann sehr schnell. Linear bietet einen guten Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Qualität.
Größenänderung zulassen bewirkt, dass die Software die Schatten auf jeden Fall vollständig berechnet, selbst wenn das erforderlich macht, die Ebene des Schattens – und damit eventuell die Bildgröße – zu erhöhen.
Rahmen bauen
Beim Gestalten des Rahmens dürfen Sie variieren – von ganz einfach bis sehr komplex. Da der Rahmen den Inhalt vom Hintergrund des Bilds trennt, sollte er entweder ganz dezent ausfallen oder sehr deutlich, aber in jedem Fall gut auf das Motiv abgestimmt.
Die einfachsten Rahmen entstehen aus Linien, die Sie entweder zeichnen oder ausschneiden. Für das Erzeugen komplexerer Rahmen bietet Gimp zahlreiche Möglichkeiten (siehe Kasten “Realistische Rahmen”).
Am leichtesten simulieren Sie einen Rahmen, wie er um einfache Abzüge auf Papier üblich ist: Dazu fügen Sie eine weiße Linie ein, die einige wenige Prozent der Bildbreite einnimmt. Alternativ nutzen Sie die Polaroid-Variante, die am unteren Rand eine deutlich breitere Fläche aufweist (Abbildung 3). Damit die Qualität des Originals erhalten bleibt, bauen Sie Ränder immer um dieses herum, vergrößern also das Ergebnis.

Abbildung 3: Ein etwas gebogener, Polaroid-artiger Rahmen sowie zwei Schattenvarianten auf einem synthetischen Hintergrund erzeugen ein ziemlich überzeugendes Bild.
Da Sie den Rahmen bei Out-of-Bound-Bildern nur auf Teile des Bilds beziehen, vereinfacht sich der Einsatz: Zunächst erstellen Sie auf einer neuen, transparenten Ebene für die einfachen Bilderrahmen eine Auswahl, die in Form und Größe etwa dem späteren Rahmen entspricht.
Sie wandeln die Auswahl über die Funktion Rand im Menü Auswahl oder durch Verkleinern in einen Rahmen um. Im ersten Fall erhält der Rahmen abgerundete Ecken, im zweiten nicht. Dazu füllen Sie die Auswahl und Verkleinern sie dann um die Breite des Rahmens. Anschließend löschen Sie die immer noch aktive Auswahl. Das Ergebnis sieht dann wie in Abbildung 4 aus.

Abbildung 4: Auf einer separaten Ebene erstellen Sie zunächst einen Rahmen, den Sie auf zwei alternativen Wegen gestalten.
Realistische Rahmen
Für das Erzeugen realistischer Rahmen setzen Sie einen Schatten innen am Rahmen, um dessen Stärke zu simulieren. Ein Schlagschatten außen markiert den Abstand des Rahmens zum Hintergrund.
Reale Rahmen bestehen oft aus mehreren Schichten, die ein Relief bilden, was Sie im digitalen Gegenstück berücksichtigen sollten. Eine strukturierte Oberfläche leistet dabei gute Dienste – vor allem, wenn Sie bewusst Fehler oder Verschmutzungen einbauen. Alternativ nutzen Sie die Funktion Emboss aus den LayerFX-Tools [1].
Über die Perspektiv-Funktion simulieren Sie die Lage des Rahmens im Raum. Falls Sie keinen festen Rahmen vortäuschen möchten, sondern ein Papierbild, dann beachten Sie, dass diese oft nicht glatt ausfallen, sondern sich etwas wellen. Lichteffekte verstärken den plastischen Eindruck zusätzlich.
Gimp selbst bietet nur beschränkte Möglichkeiten, realistische Rahmen zu erzeugen, sodass Sie am besten auf GMIC [2] ausweichen oder gleich Inkscape [3] einsetzen. Dafür ist die Bildbearbeitung aber immer die erste Wahl, wenn es darum geht, für die gesamte Komposition die Ebenen vorzubereiten und zu kombinieren.
Sie können auch einfach echte Rahmen fotografieren und dann für das Out-of-Bound-Motiv verwenden. Achten Sie dann unbedingt auf einige Punkte: Fotografieren Sie die Rahmen direkt von vorn beziehungsweise oben, mit zentraler Ausrichtung auf die Mitte. Dadurch vermeiden Sie unerwünschte Verzerrungen, die es ansonsten später aufwendig zu korrigieren gilt (hier hilft das Plugin Lensfun oder der Filter Objektivverzerrungen.
Vermeiden Sie Schatten, sofern Sie diese nicht bewusst in die Komposition einbauen wollen; Schatten auf dem Rahmen müssen logisch zu denen im Originalbild passen. Vermeiden Sie Glasrahmen, da diese fast immer Reflexionen erzeugen. Helligkeit und Farbtemperatur sollten möglichst zum Originalbild passen.
Verzerrte Wahrnehmung
Im nächsten Schritt verzerren Sie den Rahmen. Das ist etwas heikler, als es auf den ersten Blick aussieht: Der spätere Effekt hängt stark von den hier getroffenen Einstellungen ab. Achten Sie penibel darauf, dass die Lage des Rahmens sich logisch ins Bild einfügt.
Oft hilft es, vor dem Verzerren Hilfslinien oder Pfade anzulegen, anhand derer Sie den Rahmen später ausrichten. Die Hilfslinien ziehen Sie mit der Maus aus den Linealen am Rand des Bildfensters. Achten Sie darauf, dass im Menü Ansicht die Option Magnetische Hilfslinien aktiviert ist; dann schnappen die Anfasser des Werkzeugs an den Linie ein. Der Einsatz von Hilfslinien stellt sicher, dass die gegenüberliegenden Kanten des Rahmens parallel und lot- beziehungsweise senkrecht bleiben.
Alternativ setzen Sie Pfade als Hilfslinien ein. Sie erlauben beliebige Winkel und lassen sich mit einem Malwerkzeug nachzeichnen sowie zusammen mit Fluchtpunkten nutzen (Abbildung 5). Letztere liegen idealerweise außerhalb der Bildfläche, was realistische Effekte ermöglicht. Wenn Sie magnetische Pfade aktivieren (Menü Ansicht, Am aktiven Pfad einrasten), rasten die Referenzpunkte für eine Auswahl oder einen weiteren Pfad an den Fluchtlinien ein.

Abbildung 5: Um mit Fluchtpunkten außerhalb der Bilder zu arbeiten, skalieren Sie die Ansicht des Bilds und verwenden das Pfad-Werkzeug.
Es gibt keine allgemeine Regel, um die Rahmen perspektivisch anzupassen. Am besten erzeugen Sie zunächst einen Rahmen und experimentieren anschließend mit mehreren Kopien davon. Bei flachen, liegenden oder quasi senkrecht stehenden Rahmen ist es sinnvoll, zwei Kanten parallel zu belassen und nur an einer Kante perspektivische Veränderungen vorzunehmen. Gelegentlich passen aber auch wild ins Bild gestellte Rahmen gut zum Motiv. Über mehrere Rahmen in einem Bild lassen sich interessante Effekte erzeugen (Abbildung 6).

Abbildung 6: Mehrere Rahmen in einem Bild verursachen interessante Effekte, ebenso wie das teilweise Entsättigen des Hintergrunds.
Auf diese Weisen erhalten Sie schnell und einfach allseitige Rahmen. Diese einfachen Rahmen, wie sie ausgedruckte Fotos aufweisen, verbessern Sie relativ einfach, indem Sie einen einfarbigen, allseitigen Rahmen auf einer separaten Ebene erzeugen.
Mit dem Werkzeug Verbiegen aus Verzerren im Menü Filter wellen Sie diesen Rahmen etwas, wobei Sie alle zum Rahmen gehörenden Ebenen gleichermaßen bearbeiten. Dazu verketten Sie die Ebenen. Anschließend erzeugen Sie für den Rahmen einen Schlagschatten (Filter | Licht und Schatten | Schlagschatten).
Eine gute Alternative zu selbstgebauten Rahmen bietet Ihnen GMIC mit Filtern, die automatisch Rahmen erzeugen. Im Bereich Frames gibt es mit Frame [painting] einen sehr universellen Filter zu diesem Zweck (Abbildung 7). Er stammt zwar aus dem Jahr 2012, scheint aber bis heute weitgehend unbekannt geblieben zu sein. Obwohl er nur über relativ wenige Parameter verfügt, variieren die Ergebnisse in weiten Bereichen.

Abbildung 7: GMIC stellt einen Universalfilter zum Erstellen von Bilderrahmen bereit, mit dem Sie auf einfache Weise ansprechende Ergebnisse erzeugen.
Mit Size steuern Sie die relative Stärke des Rahmens, bezogen auf die Breite des Bilds. Mit Contrast und Smoothness legen Sie die Form fest. Ein hoher Wert bei Smoothness erzeugt rundliche Formen, ein hoher Kontrast relativ dick wirkende Rahmen. Unter Color öffnen Sie eine Auswahl für die Grundfarbe des Rahmens. Oft ist es eine gute Idee, dazu eine im Bild vorhandene Farbe mithilfe der im Dialog vorhandenen Pipette wieder aufzunehmen..
Eine Vignette (Randabschattung) verdunkelt die Ecken der im Rahmen enthaltenen Bilder. Dieser normalerweise eher unerwünschte Effekt verstärkt bei relativ dicken Rahmen den realistischen Eindruck. Der Punkt Defects … ermöglicht es, kleine, zufällige Fehler im Lack des Rahmens zu simulieren – quasi fotorealistisch.
Völlig undokumentiert ist der Parameter Serial number. Er erschließt sich nur in Experimenten (Abbildung 8). Arbeiten Sie beim Aufruf dieses Filters mit einer beliebig geformten Auswahl, erzeugt GMIC einen Rahmen für die sie einschließende Box (“bounding box”). Ansonsten umgibt GMIC die gesamte aktuelle Ebene mit einem Rahmen.

Serial number steuert die Form des Rahmens, allerdings auf völlig unverständliche Weise. Die drei Varianten zeigen Rahmen mit minimaler, mittlerer und maximaler Seriennummer.” width=”300″ height=”104″ />
Abbildung 8: Der EffektSerial number steuert die Form des Rahmens, allerdings auf völlig unverständliche Weise. Die drei Varianten zeigen Rahmen mit minimaler, mittlerer und maximaler Seriennummer.TIPP
Die Vektorgrafik-Software Inkscape eignet sich gut für die Konstruktion dreidimensionaler Bilderrahmen. Sie stellt eine Reihe von Filtern bereit, mit denen Sie recht realistische Oberflächen für die Rahmen erzeugen.
Den dreidimensionalen Effekt des Out-of-Bound-Motivs erhalten Sie, indem Sie den Rahmen über die Ebene des Originalbilds legen und – analog zum Freistellen – dort wegradieren, wo die Elemente vor dem Rahmen liegen sollen. Sie verwenden dieselben Werkzeuge, um die Kontur an die Lücken im Rahmen anzupassen.
Alternativ kopieren Sie von der Ebene mit dem Originalbild die entsprechenden Teile und platzieren sie über dem Rahmen. Mit einem Schlagschatten verstärken Sie in beiden Fällen den dreidimensionalen Effekt des Rahmens, durch einen perspektivischen Schatten die des Objekts (Abbildung 9).

Abbildung 9: Die Kombination von perspektivischem und Schlagschatten erzeugt die dreidimensionale Wirkung.
Hintergründe
Den im Bild verwendeten Hintergründen kommt mehr Bedeutung zu, als man zunächst annehmen könnte, da sie das erzeugte Bild einfassen und abrunden. Im Prinzip gibt es hier wieder zwei Möglichkeiten.
Schlichte Hintergründe lenken nicht vom Bild ab, sondern betonen das Motiv. Diese Variante eignet sich beispielsweise für Blüten oder andere einfache Objekte. Eine Spielart dieser Form stellen aus dem Originalbild extrahierte Hintergründe dar, die Sie entweder weichzeichnen oder entsättigen (Abbildung 6).
Eine Alternative bieten aufwendig gestaltete Hintergründe, die Sie dann aber in die Gesamtkomposition einbeziehen müssen. In seltenen Fällen bietet es sich an, auf spezielle Hintergründe ganz zu verzichten (Abbildung 10).
In den meisten Fällen bietet es sich an, mit dem Werkzeug für Verläufe einen schlichten Hintergrund zu erzeugen. Dabei stehen unterschiedliche Farben und Formen für den Verlauf bereit. Wählen Sie einen Verlauf von der Vorder- zur Hintergrundfarbe, wobei beide Farben aus dem Originalbild stammen sollten.
TIPP
Die Variante mit den weichgezeichneten Originalbildern als Hintergrund kam mithilfe des GMIC-Filters Frame [blur] zustande, der zunächst auf eine Ebene im Hintergrund angewandt wurde. Darauf montierten wir dann das eigentliche Bild. Dieses Verfahren erzeugt oft weichere und harmonischere Hintergründe als der Einsatz der Funktion Gaußscher Weichzeichner.
Fazit
Bei den Out-of-Bound-Bildern handelt es sich um eine optisch ansprechende Spielerei, die eine Menge an Lerneffekten mit sich bringt: Um diese Bilder halbwegs überzeugend zu gestalten, verwenden Sie eine Menge grundlegender Funktionen der Bildbearbeitung und diverse elementare Techniken. Überzeugende Resultate bedürfen aber einiger Übung. Dafür ist Ihnen die Aufmerksamkeit der Betrachter mit solchen Bildern aber sicher.
Infos
[1] JonStipe, “Layer Effects”: http://registry.gimp.org/node/186
[2] GMIC: http://gmic.eu
[3] Inkscape: http://www.inkscape.org







