Heft-DVD-Inhalt 01/2016

Aus LinuxUser 01/2016

Heft-DVD-Inhalt 01/2016

Neues auf den Heft-DVDs

Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.

Die sieben Zwerge: Arch und Derivate

Bei Arch Linux handelt es sich um eine leichtgewichtige und außergewöhnlich flexible Distribution, die es Ihnen erlaubt, sich Ihr eigenes System quasi maßzuschneidern. Darüber hinaus arbeitet sie nach dem Rolling-Release-Prinzip und spielt neue Pakete auf dem System ein, sobald sie in den Repositories bereit stehen. Ein Distributions-Upgrade wie etwa bei Ubuntu ist nach der Installation entsprechend nicht mehr notwendig.

Nicht zuletzt diese Eigenschaften veranlassten viele Projekte, Arch Linux als Basis für eigene Entwicklungen zu verwenden. Bei Manjaro Linux handelt es sich um das wohl bekannteste davon. Mit seiner üppigen Ausstattung und benutzerfreundlichen Installationsroutine möchte es auch Einsteigern die nicht ganz triviale Arch-Welt näherbringen. Die aktuelle Version basiert auf dem Kernel 4.1.8 und dem X.org-Server 1.17.1. Den Desktop stellt in der Version auf unserer Heft-DVD das leichtgewichtige XFCE 4.12.3.

Auf Seite A der ersten Heft-DVD finden Sie neben Manjaro Linux 15.09 (64 Bit) die Derivate Antergos 2015.11.14 (64 Bit) sowie Architect 2015.11.19 (64 Bit) und das Original Arch Linux 2015.11.01 (32 und 64 Bit). Die Rückseite enthält Apricity OS 11.2015-beta2 (64 Bit), Chakra GNU/Linux 2015.11 (64 Bit) und Archbang 081015 (64 Bit). Abgesehen von Arch Linux selbst und Architect eignen sich alle Distributionen auch für den Live-Betrieb.

Eine detaillierte Beschreibung der auf der DVD enthaltenen Derivate finden Sie im Artikel “Mehrwert” ab Seite 36 dieser Ausgabe, der Beitrag “Fundamental” ab Seite 22 liefert Ihnen wertvolle Grundlageninformationen über Arch Linux.

Fedora 23 mit Gnome, Cinnamon und XFCE

Einige der großen Linux-Distributionen wie OpenSuse oder Ubuntu befinden sich derzeit in einer Phase der Neuorientierung, unter anderem zur besseren Ausrichtung auf unterschiedliche Zielgruppe und dem Bündeln von Ressourcen. Diesen Schritt vollführte Fedora bereits mit Version 21 und dem Projekt Fedora.next erfolgreich. Das aktuelle Release Fedora 23 integriert mit Gnome 3.18 die neueste Version des GNU-Desktops und legt zudem in Sachen Sicherheit an mehreren Stellen nach. Außerdem weist das Release mit mehreren innovativen Ansätzen den Weg in die Zukunft.

Erstmals bringt Fedora als technische Vorschau das Projekt XDG-Apps mit dem Codenamen “Sandboxed Applications” mit. Dabei handelt es sich um eine neue Technologie zum Paketieren von Desktop-Anwendungen. Zwei Ziele stehen im Vordergrund: Applikationen sollen sich so bauen lassen, dass sie unabhängig vom Paketsystem unverändert unter mehreren Distributionen starten – ein ähnliches Konzept, wie es auch Canonical mit Snappy verfolgt. Zudem soll der aufs Nötigste eingeschränkte Zugriff auf den darunterliegenden Host die Pakete auch sicherer machen.

Neben der offiziellen Fedora-Workstation auf Gnome-Basis in der 64-Bit-Ausgabe enthält Seite A der zweiten DVD die Distribution noch in den Spins mit den Desktops Cinnamon (64 Bit) und XFCE, Letzteres in der 32- und 64-Bit-Variante.

OpenSuse Leap 42.1

Mit Leap vollführt OpenSuse nicht nur in der Namensgebung einen Paradigmenwechsel: Erstmals verwendet das Projekt die Quellen von Suse Linux Enterprise (SLE) und kombiniert sie mit ihren eigenen. Dieser Schritt soll unter anderem den Arbeitsaufwand zur Pflege der Distribution verringern, da sich das Enterprise-Team wesentlich leichter als zuvor an der Arbeit der Community beteiligen kann. Darüber hinaus stellt das Projekt die Distribution ab dieser Ausgabe nur noch in der 64-Bit-Variante zur Verfügung. Als Standarddesktop kommt KDE Plasma 5.4 zum Einsatz, als Basis dafür dienen KDE Frameworks 5.15 sowie Qt 5.5. Hinzu kommen die KDE Applications 15.08. Den Unterbau stellt der Linux-Kernel 4.1.12. Sie finden die installierbare Distribution auf Seite B des zweiten Datenträgers. 

Neue Programme

Smplayer**15.9 dient als handliche Benutzeroberfläche für den Mediaplayer Mplayer. Das Tool unterstützt alle wichtigen Codecs und bietet eine einfache Bedienung; selbst die Wiedergabe von Youtube-Kanälen gelingt Smplayer ohne Probleme.

Mit dem Paketsniffer Wireshark 2.0 spüren Sie bei entsprechender Fachkenntnis schnell Fehler im Netzwerk, bei Paketen oder Protokollen auf. Die neue Version bringt eine komplett neue, auf den Qt-Bibliotheken basierende Benutzeroberfläche mit, die laut Angabe der Entwickler wesentlich schneller arbeiten soll als die bisherige.

Der Tor Browser 5.0.4 bietet Ihnen eine denkbar einfache Möglichkeit, anonym über das Tor-Netzwerk im Web unterwegs zu sein. Den auf Firefox 38.0.4 basierenden Browser erweiterten die Entwickler bereits um Module wie HTTPS-Everywhere, OpenSSL und NoScript.

Das neue Nmap 7 punktet mit einem vollständigen IPv6-Support, der CIDR-artige Adressbereiche und paralleles Reverse-DNS beherrscht. Zudem führt die Software Scans dank der neuen Nsocks-Engines insgesamt schneller aus, was aber vor allem Windows und die BSD-Derivate betrifft. Ncat kommt unter Fedora nun als Lieferant für Netcat und Nc zum Einsatz und hat einige Verbesserungen erhalten.

CopyQ**2.5 dient als Werkzeug zum Verwalten der Zwischenablage. Sie können damit den Inhaltsverlauf der Zwischenablage in mehreren Reitern verwalten und durchsuchen. Dabei lassen sich auch Einträge ändern und löschen.

Bei Netbeans 8.1 handelt es sich um eine integrierte Entwicklungsumgebung für Java. Mittels Plugins lässt sie sich um weitere Programmiersprachen wie Ruby on Rails und Scala sowie um neue Funktionen erweitern. Gegenüber der Vorversion verbesserten die Entwickler nach eigenen Angaben die Software in allen Bereichen. Erstmals unterstützt Netbeans nun die Entwicklung von Node.js-Projekten.

Cherrytree**0.36 gilt als einer der leistungsfähigsten Vertreter unter den Gliederungseditoren. Als wesentliche Verwaltungseinheit für alle Informationen verwendet es sogenannte Knoten, die alle Informationsschnipsel sammeln und als Anker für Verzweigungen dienen.

Bei Aria2c 1.19.2 handelt es sich um einen universellen Download-Manager, der alle wichtigen Übertragungsprotokolle unterstützt, darunter HTTP, FTP und Bittorrent. Das Programm erlaubt, einen Download in mehrere Datenströme aufzuteilen oder Daten aus unterschiedlichen Quellen zu übertragen.

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Shalok Shalom
9 Jahre her
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