Packprogramm Peazip im Kurztest

Aus LinuxUser 01/2016

Packprogramm Peazip im Kurztest

© Benjamin Haas, 123RF

Gepackt und geprüft

Mit den richtigen Algorithmen sparen Sie bei großen Dateien viel Speicherplatz ein. Peazip macht es leicht, die Luft herauszulassen.

Unter Linux gibt es unzählige Programme zum Komprimieren und Archivieren von Daten. Selbst die größeren Desktop-Umgebungen bringen eigene grafische Applikationen zu diesem Zweck mit. Als besonders leistungsfähiger Allrounder bietet jedoch das freie Programm Peazip (http://www.peazip.org) einige Sonderfunktionen, die den täglichen Umgang mit Archiven erleichtern und die Integrität der Datenbestände sicherstellen.

Peazip findet sich bereits seit längerer Zeit in den Repositories vieler größerer Distributionen, etwa bei Mageia und anderen Mandriva-Derivaten sowie Fedora und CentOS. Sie installieren es daher in der Regel bequem über das Paketmanagement. DEB-Pakete für 32- und 64-Bit-Systeme finden Sie auf der Webseite des Projekts [1], die dort angebotenen RPM- und TGZ-Archive eignen sich nur für 32-Bit-Systeme.

Auch eine portable Variante, die nicht an ein bestimmtes System gebunden ist, steht als Tarball bereit. Dieses Archiv enthält nicht etwa den Quellcode der Software, sondern das komplette Programm, das unabhängig von der genutzten Distribution läuft. Es empfiehlt sich, den Ordner nach dem Entpacken des Archivs in ein wahlfreies Verzeichnis zu kopieren und von dort aus das Programm durch Eingabe des Befehls peazip im Terminal aufzurufen. Daneben besteht die Möglichkeit, die Software in ein Menü einzubinden und später per Mausklick zu starten.

Achten Sie darauf, dass sich teilweise zwei Varianten des Programms im Umlauf befinden: Nutzen Sie Arbeitsumgebungen, die auf den Qt-Bibliotheken aufbauen, wie KDE SC oder Trinity, dann empfiehlt es sich, die Qt-Version von Peazip zu installieren. Zusätzlich gibt es für GTK2-basierte Desktops wie XFCE oder LXDE entsprechende Pakete, die eine nahtlose Integration in diese Oberflächen gewährleisten.

Einstieg

Nach dem Start von Peazip öffnet sich ein übersichtliches Fenster, das an einen Browser erinnert. Als dominierendes Bedienelement sticht eine am oberen Rand horizontal angeordnete Leiste mit Schaltflächen ins Auge. Sie enthält die passenden Elemente für alle Basisfunktionen, wie das Anlegen, Prüfen, Packen und Entpacken eines Archivs. Zusätzlich steht hier eine Funktion zum Löschen einzelner Dateien bereit sowie ein Schalter, der einen Dialog zum Konvertieren von Daten öffnet.

Den gesamten Teil unter den Schaltflächen nimmt der Dateibrowser ein, der bereits von Haus aus versteckte Dateien und Verzeichnisse anzeigt. Im linken Bereich finden Sie eine vertikal angeordnete Befehlsleiste, mit deren Hilfe Sie zügig ohne Wechsel zwischen verschiedenen Programmen bestimmte vordefinierte Befehle ausführen oder zwischen Verzeichnissen wechseln (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Programmfenster von Peazip macht es leicht, Dateien zu packen oder Archive zu dekomprimieren.

Abbildung 1: Das Programmfenster von Peazip macht es leicht, Dateien zu packen oder Archive zu dekomprimieren.

Gegenüber den Vorgängerversionen haben die Entwickler die Oberfläche von Peazip modernisiert: Sie weist nun anstelle großer, dreidimensional gestalteter Buttons ein flacheres Design auf, sodass sich das Programm optisch nahtlos in moderne Desktop-Umgebungen wie KDE und Gnome einfügt. Außerdem bietet das Programm in den neueren Versionen sehr detaillierte Optionen. Auf diese Weise passen Sie die Software Ihren optischen Vorlieben an und modifizieren sie auch funktionell.

Konfiguration

Sollte das Programm noch nicht in deutscher Sprache erscheinen, klicken Sie zunächst im Menü oben auf Options und anschließend auf Localization. Peazip öffnet nun ein Fenster mit einer Liste verschiedener Sprachdateien. Daraus wählen Sie die Option de-uml.txt. Anschließend bestätigen Sie die Auswahl mit einem Klick auf Öffnen unten rechts. Die Software führt nun zügig einen Neustart durch, wobei sie die komplette Oberfläche auf Deutsch umstellt (Abbildung 2).

Abbildung 2: Mit insgesamt vier Mausklicks stellen Sie die Software auf die deutsche Lokalisierung um.

Abbildung 2: Mit insgesamt vier Mausklicks stellen Sie die Software auf die deutsche Lokalisierung um.

Über das Menü Optionen | Einstellungen nehmen Sie anschließend die weitere Konfiguration vor. Die Parameter teilen sich dabei in fünf Untergruppen auf, die Sie jeweils über die vertikal angeordneten Reiter links im Fenster öffnen. Hierbei sind insbesondere die beiden Tabs Archive manager und Dateiwerkzeuge von Interesse.

Archive manager listet eine stattliche Anzahl von Archivtypen auf, mit denen die Software zurechtkommt. Dabei handelt es sich sowohl um weithin bekannte Formate wie 7Z, ARC, BZIP2, GZIP, TAR und ZIP als auch um exotische oder von plattformabhängige Varianten wie QUAD, UPX oder WIM. Für einige Formate, darunter auch RAR, bietet Peazip nur das Lesen und Entpacken an. Sie definieren in diesem Dialog durch Setzen oder Entfernen eines Häkchens vor dem entsprechenden Eintrag, welche Formate Sie nutzen möchten. Außerdem legen Sie in einer Auswahlliste im Bereich Standard Format fest, welches Sie davon bevorzugt beim Packen von Archiven verwenden wollen. Haben Sie die entsprechenden Optionen konfiguriert, sichern Sie diese durch einen Klick auf Ok unten rechts im Fenster.

Unter Dateiwerkzeuge legen Sie dagegen fest, mit welchem Algorithmus die Software eine Prüfsumme oder einen Hash-Wert bildet. Damit überprüfen Sie die Integrität der erzeugten Archive. Außerdem legen Sie in diesem Reiter fest, wie das Programm Dateien sicher löscht. Ein Überschreiben der entsprechenden Speicherbereiche mit Zufallsdaten macht es quasi unmöglich, die ursprünglich vorhandenen Dateien zu rekonstruieren. Haben Sie alle Optionen angepasst, sichern Sie wiederum die Konfiguration durch einen Klick auf Ok.

Im untersten Reiter Design passen Sie das Erscheinungsbild der gesamten Applikation an, wobei Sie zusätzliche Themes über den Link Themes für PeaZip herunterladen aus dem Internet beziehen.

Archiv anlegen

Peazip bietet mehrere Optionen zum Anlegen eines Archivs: Im Menü Datei verwenden Sie dazu den ersten Eintrag Erstelle Archiv oder klicken alternativ in der Leiste darunter auf die linke Schaltfläche Hinzufügen. Die Software öffnet daraufhin eine zunächst leere Liste, in die Sie die zu archivierenden Dateien einfügen.

Ein Rechtsklick auf ein Element in der Liste öffnet ein Kontextmenü, über dessen Optionen Datei(en) hinzufügen oder Verzeichnis hinzufügen Sie einzelne Dateien oder komplette Verzeichnisse in das Archiv aufnehmen. Dazu öffnet das Programm jeweils einen Dateimanager, über den Sie die gewünschten Inhalte auswählen. Im Test fiel dabei eine kleine Ungereimtheit auf: Haben Sie ein komplettes Verzeichnis eingebunden, so zeigt die Liste zunächst weder die Anzahl der darin vorhandenen Dateien noch deren Größe an. Um diese Angaben zu erhalten, aktivieren Sie direkt unter der Liste die Checkbox Enumerate directories’ content.

Im unteren Bereich des Fensters geben Sie anschließend an, wo Sie das Archiv speichern und welches Format Sie dabei verwenden möchten. Hier legen Sie außerdem die Geschwindigkeit beim Komprimieren fest und definieren im untersten Feld die Größe des Archivs. Diese Option ist besonders dann relevant, wenn Sie große Archive später auf andere Datenträger zum Speichern übertragen wollen. Daher bietet Peazip hier als Optionen die Kapazität gängiger optischer Medien an oder aber die maximale Größe für eine einzelne Datei bei Einsatz des Dateisystems FAT32. Auch an den Versand eines Archivs per E-Mail haben die Entwickler gedacht: Da vor allem viele kostenlose Mail-Dienste die Größe von Anhängen einschränken, dürfen Sie in der Auswahl zwischen mehreren maximalen Werten für das Resultat wählen.

Die darunter befindliche Option Passwort / Schlüsseldatei angeben ermöglicht es, das Archiv mit einem Passwort zu schützen und zusätzlich mithilfe eines Schlüssels zur Zwei-Wege-Authentifizierung abzusichern. Sofern Sie dies wünschen, öffnet sich nach einem Klick auf diesen Eintrag ein neues Fenster, in dem Sie das Passwort für das Archiv eingeben und verifizieren. Wollen Sie zusätzlich eine entsprechende Schlüsseldatei zur Authentifizierung nutzen, laden Sie diese unterhalb der Felder zur Angabe des Passworts. Nach einem Klick auf den Ok-Button unten rechts im Fenster übernimmt die Software die Einstellung.

Danach stoßen Sie die Archivierung an, indem Sie im Hauptfenster ebenfalls unten rechts auf den Ok-Button klicken (Abbildung 3). Über einen Fortschrittsbalken zeigt die Software anschließend an, wie es mit dem Archivieren der Dateien vorangeht. Beachten Sie, dass nicht bei jedem der unterstützten Formate alle Optionen bereitstehen. So bieten manche keinen Passwortschutz an, bei anderen ist die Rate beim Komprimieren nicht variabel. Peazip berücksichtigt die Unterschiede jedoch und passt die Dialoge an das gewählte Format an.

Abbildung 3: Bei Bedarf sichern Sie die komprimierten Daten mittels Passwort vor unbefugtem Zugriff.

Abbildung 3: Bei Bedarf sichern Sie die komprimierten Daten mittels Passwort vor unbefugtem Zugriff.

Passwortverwaltung

Insbesondere, wenn Sie viele Archive passwortgeschützt ablegen möchten, gehen die Daten zum Authentifizieren unter Umständen abhanden oder geraten durcheinander. Damit Sie den Überblick behalten, bietet Peazip unter Werkzeuge | Passwort-Manager einen integrierten Passwortmanager an. Im entsprechenden Dialog zeigt die Software die vergebenen Passwörter an.

Sie tragen neue Passwörter in das Fenster ein, indem Sie mit der rechten Maustaste in die Liste klicken und im sich öffnenden Kontextmenü die Option Hinzufügen auswählen. In das Eingabefenster geben Sie die gewünschte Zeichenkette ein. Um Einträge aus der Liste zu löschen, klicken Sie auf den unerwünschten Eintrag und verbannen diesen danach durch einen Rechtsklick und die Auswahl des Kontextmenü-Eintrags Entfernen aus dem Programm.

Nach dem Anlegen der Passwörter erscheint jeweils links neben dem Eingabefeld für die manuelle Eingabe des Passworts ein kleines Dreieck, das nach einem entsprechenden Klick die Liste freigibt. Sie nutzen nun eines der hinterlegten Passwörter durch Anklicken für das jeweils anzulegende Archiv.

Möchten Sie aus Sicherheitsgründen Zufallspasswörter zum Schutz der Archive nutzen, so erstellen Sie die Zeichenketten mithilfe des Passwortgenerators. Auf diesem Wege erzeugen Sie bei Bedarf darüber hinaus Schlüssel für die Zwei-Wege-Authentifizierung aus zufällig zusammengestellten Ziffern- und Zeichenfolgen.

Dazu wählen Sie aus dem Menü Werkzeuge den Eintrag Create random password / keyfile. Im Dialog klicken Sie einfach auf die Schaltfläche Passwort vorschlagen. Von Haus aus schlägt Peazip acht Zeichen lange Passworte vor. Bei Bedarf ändern Sie die Länge, indem Sie oben rechts im Fenster den Zahlenwert modifizieren. Die Eingabe darf maximal 64 Zeichen lang ausfallen.

Eine Schlüsseldatei erstellen Sie im selben Dialog, indem Sie auf die Schaltfläche Schlüsseldatei erstellen klicken. Die Software fragt dann in einem weiteren Dialog einen Pfad für die Schlüsseldatei ab. Nach dem Abspeichern am definierten Ort steht die Datei für die Zwei-Wege-Authentifizierung bereit (Abbildung 4).

Abbildung 4: Über den Passwortgenerator erstellen Sie bei Bedarf bis zu 64 Zeichen lange Passwörter.

Abbildung 4: Über den Passwortgenerator erstellen Sie bei Bedarf bis zu 64 Zeichen lange Passwörter.

Archive

Über Datei | Archiv öffnen sehen Sie sich den Inhalt eines Archivs an. Das Programm verzweigt daraufhin in einen Dateimanager, in dem Sie das gewünschte Archiv auswählen, und fragt anschließend – falls vergeben – das Passwort ab. Wählen Sie im Passwortmanager ein falsches Kennwort oder geben Sie im Eingabefeld des Dialogs den falschen Begriff ein, so quittiert die Software den Fehler mit einer entsprechenden Nachricht. Bei korrekter Authentifizierung zeigt die Applikation die Inhalte des Archivs als Liste im Programmfenster an. Sofern Peazip entsprechende Programme zum Anzeigen der Inhalte auf dem Computer findet, besteht die Möglichkeit, diese direkt aus der Liste zu öffnen.

Durch einen Klick auf den Schalter Entpacken starten Sie den Dialog zum Dekomprimieren eines Archivs. Hier finden sich dieselben Bedienelemente wie für das Generieren eines Archivs: Sie klicken mit der rechten Maustaste in die Liste und wählen im sich öffnenden Kontextmenü den Eintrag Datei(en) hinzufügen. Im folgenden Dialog wählen Sie das gewünschte Archiv aus. Hier dürfen Sie auch mehrere Archive markieren. Haben Sie eine Auswahl getroffen, so geben Sie unterhalb der Liste den Pfad an, in den Sie die Inhalte speichern wollen. Sofern eines oder mehrere der Archive einer Authentifizierung bedürfen, geben Sie anschließend im Feld Passwort / Schlüsseldatei angeben die entsprechenden Daten ein. Nach einem weiteren Klick auf Ok unten rechts entpackt das Programm die Archive ins Zielverzeichnis.

Mit Peazip gepackte Archive können Sie mit jedem anderen Programm entpacken, das sich auf das genutzte Format versteht. Dabei zeigen manche alternativen Tools je nach verwendetem Dateiformat den Inhalt eines passwortgeschützten Archivs an, sodass Sie sehen, welche Dateien sich im jeweiligen Archiv befinden. Das Entpacken klappt jedoch nur nach Eingabe des korrekten Kennworts (Abbildung 5).

Abbildung 5: Das KDE-Programm Ark ist in der Lage, mit Peazip gepackte Dateien wieder zu dekomprimieren.

Abbildung 5: Das KDE-Programm Ark ist in der Lage, mit Peazip gepackte Dateien wieder zu dekomprimieren.

Dateien entpacken

Wollen Sie aus einem Archiv lediglich eine oder mehrere einzelne Dateien entpacken, öffnen Sie in Peazip den Dialog Datei | Archiv öffnen und wählen zunächst das Archiv, in dem sich die gewünschten Files befinden. Anschließend klicken Sie im Fenster mit der rechten Maustaste auf das ausgewählte Archiv. Im Kontextmenü wählen Sie den Eintrag Vorschau mit… | PeaZip (neue Instanz). Die Software öffnet nun ein zweites Fenster, in dem es die Inhalte anzeigt.

Sie haben nun die Möglichkeit, die zu entpackenden Dateien aus dem Archiv mit einem Mausklick zu markieren. Dann öffnen Sie über die rechte Maustaste ein weiteres Kontextmenü, in dem Sie die Option Entpacken | Entpacke ausgewählte(s) Objekt(e) anklicken. Peazip wechselt nun in den herkömmlichen Dialog zum Entpacken von Archiven, zeigt in der Liste jedoch nur die einzeln ausgewählten Dateien an. Nach Eingabe eines Pfads, sofern erforderlich des vergebenen Passworts und einem Klick auf Ok entpackt die Software die gewünschten Dateien.

Möchten Sie die entpackten Dateien gleich in einem Arbeitsgang öffnen, so wählen Sie im Kontextmenü die Option Entpacken und öffnen mit…. Das Programm zeigt anschließend in einem Untermenü verschiedene Applikationen an, die mit dem gewählten Dateityp verknüpft sind. Ein Klick auf das erforderliche Programm startet dieses und lädt die entpackte Datei automatisch.

Archive konvertieren

Gerade, wenn Sie häufig Archive mit unterschiedlichen Programmen bearbeiten, ergibt sich regelmäßig die Notwendigkeit, ein Archiv in ein anderes Format zu konvertieren – beispielsweise, wenn die Mehrzahl der sonstigen Programme mit dem vorliegenden Format nicht zurechtkommt. Peazip gestattet mithilfe des Schalters Konvertiere das schnelle Umwandeln eines Archivs in ein anderes Format.

Der entsprechende Dialog gleicht weitgehend den Einstellungen zum Anlegen und Entpacken von Archiven. Dabei dürfen Sie nach Auswahl des zu konvertierenden Archivs über den Dateimanager unterhalb der Liste das Format aus einer stattlichen Auswahl herauspicken. Anschließend starten Sie das Konvertieren durch einen Klick auf Ok. Beachten Sie, dass die Software beim Konvertieren nicht Archive unterschiedlicher Formate in einem Arbeitsgang umwandelt. Darüber hinaus verhindert ein Passwortschutz das Konvertieren (Abbildung 6).

Abbildung 6: Peazip wandelt bei Bedarf Archive in andere Formate um.

Abbildung 6: Peazip wandelt bei Bedarf Archive in andere Formate um.

Insbesondere aufgrund fehlerhafter Datenträger kommt es gelegentlich vor, dass ein Computer ein Archiv nicht korrekt speichert. Möchten Sie sichergehen, dass Ihre Archive auf externen Datenträgern vollständig und fehlerfrei abgelegt sind, bietet Peazip dazu eine Testroutine. Sie markieren das fragliche Archiv und klicken in der Schalterleiste im Programmfenster auf Test. Die Software prüft daraufhin das Archiv eingehend und gibt in einem gesonderten Fenster einen Report dazu aus (Abbildung 7).

Abbildung 7: Bei Bedarf prüfen Sie mit Peazip Archive auf ihre Integrität. Dazu stehen in den Einstellungen verschiedene Algorithmen bereit.

Abbildung 7: Bei Bedarf prüfen Sie mit Peazip Archive auf ihre Integrität. Dazu stehen in den Einstellungen verschiedene Algorithmen bereit.

Sicheres Löschen

Möchten Sie Archive sicher löschen, sodass sich diese nicht mehr rekonstruieren lassen, so gelingt dies nach dem Markieren des entsprechenden Eintrags in der Liste durch einen Klick auf Sicheres Löschen (Dateien). Peazip behandelt Archive, entpackte Dateien, Unterverzeichnisse oder versteckte Verzeichnisse und versteckte Dateien im gleichen Verzeichnis dabei nicht unterschiedlich, sondern zeigt in einer Sicherheitsabfrage alle zum Löschen markierten Objekte an und bezeichnet diese nochmals. Erst nach einem letzten Klick auf Ok löscht es diese dauerhaft durch Überschreiben mit zufällig generierten Ziffern und Zeichen (Abbildung 8).

Abbildung 8: Peazip löscht auch vorhandene Daten sicher durch Überschreiben.

Abbildung 8: Peazip löscht auch vorhandene Daten sicher durch Überschreiben.

Fazit

Mit Peazip erhalten vor allem Poweruser, die häufig mit verschiedensten Archiven aus unterschiedlichen Quellen arbeiten, ein äußerst nützliches Werkzeug an die Hand. Die Software bietet einen weit überdurchschnittlichen Funktionsumfang und benötigt in der Regel nur eine kurze Einarbeitungszeit. Im Kurztest gefiel außerdem die schnelle Arbeitsweise des Programms. Als Kritikpunkte fallen die teilweise noch etwas holprige deutsche Lokalisierung sowie eine selten auftretende Instabilität auf, die bei mehreren simultan geöffneten Instanzen der Software auftritt. Die Entwickler pflegen Peazip jedoch aufwendig und geben regelmäßige Updates heraus, sodass diese Mankos in absehbarer Zeit bereinigt sein dürften. 

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