Scribus sendet mit Version 1.5 ein neues Lebenszeichen. Das Release gibt zwar nur einen Vorgeschmack auf Kommendes, macht aber Appetit auf mehr.
Desktop Publishing gehört zum harten Kern der PC-Anwendungen: Noch vor zehn Jahren ließen sich nicht ganz so computeraffine Menschen vielleicht mit Dokumenten aus Microsoft Word begeistern, garniert mit ein paar Cliparts. Das zieht heute nicht mehr, denn selbst einfache Anwender streben professionelle Ergebnisse an. Waren für Flyer und Broschüren früher Grafiker zuständig, entstehen solche Produkte heute regelmäßig auf dem Heim-PC. Das führt nicht in jedem Fall zu ansprechenden Resultaten; treffen jedoch Geschmack, Kreativität und das richtige Werkzeug aufeinander, sind gute Ergebnisse vorprogrammiert.
Scribus bietet sich als Werkzeug für diese Aufgabe an: Das quelloffene Programm versprach vor Jahren als Erstes DTP-Funktionen, die bis dahin bloß aus dem professionellen Bereich bekannt waren. Das klappte nicht auf Anhieb, wie Anwender, die mit den ersten Versionen von Scribus gearbeitet haben, aus erster Hand wissen. Doch einige Jahre Entwicklungsarbeit und das Bemühen der Entwickler, die Software zu stabilisieren, tragen mittlerweile Früchte.
Zwar bietet Scribus nicht jede Funktion, die Tools wie Adobe Indesign beherrschen – das tut der Sache aber keinen Abbruch, denn die großen Profi-Werkzeuge bringen ohnehin viele Funktionen mit, auf die sich gerade bei einfachen DTP-Aufgaben gut verzichten lässt. Dass aber mit Scribus durchaus professionelle Arbeiten gelingen, beweist das Magazin “Le Tigre” [1], das komplett mithilfe des freien DTP-Pakets entsteht.
Ein Lebenszeichen
Viele Beobachter gaben sich in letzter Zeit skeptisch, sobald Scribus zur Sprache kam. Das Projekt schien sich seit einiger Zeit im Dornröschenschlaf zu befinden: Die aktuelle Major-Version 1.4 erschien Anfang 2012, das letzte Bugfix-Release datiert auf den Januar 2015. Auch seitdem hat sich nicht viel getan: Die Oberfläche, diverse Funktionen und die Integration in aktuelle Desktop-Umgebungen wirken allesamt etwas altbacken.
In der Szene kommen unter solchen Umständen schnell Gerüchte auf – Scribus wurde bereits als Fall für den digitalen Friedhof gehandelt. Ende Mai traten die Entwickler solchen Rants entgegen, indem sie die Version 1.5 der Software veröffentlichten. Die gilt zwar ausdrücklich als Vorabversion, und die Entwickler raten vom produktiven Einsatz ab, doch darum geht es gar nicht: Scribus 1.5.0 stellt die Grundlage für die bereits angekündigte Version 1.6.0 dar.
Die Entwickler wollen also nicht nur unter Beweis stellen, dass die Software grundsätzlich lebt; sie wollen auch klar machen, dass es bei Scribus weitergeht und Anwender in Zukunft mit neuen Versionen rechnen dürfen. Grund genug, die Version 1.5.0 genauer daraufhin unter die Lupe zu nehmen, was sich getan hat und was die nächste Major-Version voraussichtlich bietet. Im Kasten “Scribus 1.5 ausprobieren” lesen Sie, wie Sie die Software installieren.
Scribus 1.5 ausprobieren
Falls Sie bereits mit Scribus gearbeitet haben und Lust bekommen, sich mit den neuen Funktionen von Scribus 1.5 zu befassen – auf der Website des Programms finden Sie die Version 1.5 für Windows sowie für Mac OS X zum Download [2]. Allerdings funktionieren unter beiden unfreien Betriebssystemen möglicherweise nicht alle Features wie erwartet. Vorbildlich zeigt sich Scribus in Sachen Linux-Support: Ein tagesaktuelles PPA [3], das Pakete für Ubuntu enthält, gehört genauso zum Standard wie der OpenSuse-Build-Service, der für OpenSuse, Red Hat, Fedora und ähnliche Systeme Pakete anbietet. Sogar Gentoo unterstützen die Entwickler mittels eines eigenen Ebuilds.
Des Kaisers neue Kleider
Nach der Installation fällt eines sofort auf: Das Programm sieht anders aus (Abbildung 1). Das ist vorrangig der Tatsache geschuldet, dass Scribus 1.4 noch auf Qt4 basiert, während die Entwickler für die Version 1.5 die grafische Oberfläche in Qt5 geschrieben haben. Damit profitiert die Software nicht nur in Sachen Geschwindigkeit, sondern passt sich deutlich besser in Desktops ein, die auf das gleiche Framework setzen.

Abbildung 1: Scribus 1.5.0 kommt mit einer neuen Oberfläche daher, die der alten aber in vielerlei Hinsicht ähnelt – allerdings nicht optisch.
Wer die Arbeit mit der Applikation gewohnt ist, braucht an dieser Stelle aber nicht komplett umzulernen: Zwar wirkt alles etwas runder und die Icons sehen anders aus; bis auf wenige Ausnahmen finden sich die Knöpfe für alle wichtigen Funktionen aber in Version 1.5 dort, wo sie sich schon in Version 1.4 befanden (Abbildung 2). Gut möglich, dass sich die Anordnung bis Version 1.6 noch ändert – eine völlig neue Oberfläche steht aber nicht ins Haus.

Abbildung 2: Der Dialog zum Anpassen eines Dokuments wurde von Grund auf neu geschrieben und wirkt intuitiver, aber nicht unbedingt fremd.
Stattdessen fallen dem versierten Betrachter Änderungen im Detail auf: So schrumpfte etwa das Kontextmenü der rechten Maustaste deutlich (Abbildung 3). In der Vorgängerversion erschien je nach gewählter Aufgabe oft ein riesiges Menü auf dem Bildschirm, in dem sich nur per Scrollen überhaupt alle Einträge einsehen ließen.

Abbildung 3: Das Kontextmenü unter der rechten Maustaste ist jetzt aufgeräumt. Gut zu erkennen ist, dass die Applikation Tabellen jetzt als solche behandelt.
Komplett neu gestaltet ist auch das Menü, über das Sie die Eigenschaften einer einzelnen Seite festlegen. Gleiches gilt für dessen Kollegen, über den Sie das Verhalten der Applikation insgesamt steuern (Abbildung 4). Im Gegensatz dazu wirkt der Dialog, der das Bearbeiten der Eigenschaften von einzelnen Objekten ermöglicht, durch die vielen neuen Features fast schon unübersichtlich – die Entwickler versprechen aber, ihn bis zur finalen Version 1.6 noch zu straffen.

Abbildung 4: Hand legten die Scribus-Entwickler auch beim Konfigurationsdialog an, der überarbeitet daherkommt – allerdings nicht sehr übersichtlich.
Die Software erlaubt es nun, Paletten am gesamten Rand von Scribus anzudocken, etwa für den Einsatz von Farben oder Formen. Der Vorschau-Dialog zeigt nun Vektor- oder BMP-Dateien an. Wer von der Arbeit mit seinem Browser Tabs gewohnt ist, dem kommt der Tab-Modus in der aktuellen Version entgegen: So öffnen Sie mehrere Dokumente, um diese im Wechsel zu bearbeiten.
Neues in Sachen Text
Zu den primären Aufgaben eines DTP-Programms gehört es, Texte in eine ordentliche Form zu bringen. Ein Hauptaugenmerk der Entwickler lag deshalb darauf, die Text-Funktionen zu polieren. Dabei implementierten sie auch einige der Funktionen, nach denen Benutzer schon lange fragen. So verfügt die Software in der neuen Version endlich über eine Funktion, um Text vertikal zu skalieren. Das ermöglicht es, einzelne Worte innerhalb eines Lauftexts in Bezug auf das Aussehen zu verändern, falls diese durch Fettschrift oder durch kursiven Satz nicht zum Rest des umgebenden Texts passen.
Von großer Bedeutung für den professionellen Einsatz ist der Umgang mit Hurenkindern und Schusterjungen. Beide Begriffe klingen seltsam, bezeichnen aber Fachbegriffe aus der Sprache der Drucker: Als Hurenkind gilt die letzte Zeile eines Absatzes, wenn sie in einer neuen Spalte oder auf einer neuen Seite steht. Schusterjungen nennt man den ersten Satz eines Absatzes, wenn er als letzter Satz in einer Spalte oder auf einer Seite steht. Beides gilt als schwerer handwerklicher Fehler, weil es ein unruhiges Gesamtbild des Texts verursacht. Hier greift die Software dem weniger erfahrenen Anwender ab Version 1.5 unter die Arme, indem es nach einem Doppelklick auf den zweiten Frame den Text zwischen den Frames so aufteilt, dass solche Patzer nicht mehr vorkommen.
Darüber hinaus beherrscht das Programm nun Fuß- und Endnoten. Zwar schreiben vermutlich nur wenige Akademiker ihre Arbeiten in einem DTP-Programm, denn die klassischen WYSIWYG-Tools wie LibreOffice oder Alternativen wie LaTeX eignen sich dafür besser. Wer aber ein Buch oder einen Flyer für akademische Zwecke setzen möchte, profitiert hier. Ab Version 1.5.0 ermöglicht die Applikation Fußnoten genauso wie Endnoten, die sich auf ein gemeinsames Verzeichnis am Ende des Dokuments berufen.
Platzhalter in Texten sind eine praktische Angelegenheit. Ab Version 1.5.0 hat auch Scribus diese Funktion an Bord; anstelle des tatsächlichen Texts steht dann ein Platzhalter, den die Software dynamisch durch den gewünschten Text ersetzt. Auf ähnliche Art implementiert das Programm Querverweise: Das Programm passt diese ebenfalls dynamisch an, sobald sich die verweisende Stelle ändert oder diejenige, auf die verwiesen wird.
Über lange Jahre war das Thema Tabellen eine offene Wunde bei Scribus, denn diese waren eigentlich gar nicht als solche implementiert. Bei Scribus-“Tabellen” handelte es sich um simple Textrahmen, die es entsprechend anzuordnen galt. Das erschwerte es, Tabellen wie in anderen DTP-Tools als Gesamtobjekt zu verwenden. Es war bislang unmöglich, einem solchen Objekt per Mausklick ein einheitliches Aussehen zu verleihen. Damit ist in der neuen Version Schluss: Neue Tabellen-Objekte arbeiten als eigene Gruppe und bieten entsprechende Funktionen zum Editieren. Binnen kürzester Zeit stellen Sie auf diese Weise etwa die Optik einer Tabelle um – und zwar so, dass das Ergebnis anschließend wie aus einem Guss aussieht, nicht wie Stückwerk.
Neue Grafik-Verwaltung
Beim Umgang mit Bildern gab es in der Vergangenheit ebenfalls nur wenig Grund zur Freude: Abgesehen von einem simplen Dialog zum Einfügen einer Grafik in ein Dokument gab es praktisch keine Funktionen, die das Arbeiten diesbezüglich vereinfacht hätten. Das Verwalten von Abbildungen fand praktisch außerhalb von Scribus statt – wer ein Bild für mehrere Dokumente benötigte, musste es jedes Mal wieder in Scribus öffnen und in das jeweilige Dokument klicken.
Die aktuelle Version tritt diesen Auswüchsen mittels des Picture Browser entgegen: Dahinter verbirgt sich eine Komponente, die Buch über die genutzten Grafiken führt und einmal importierte Bilder und Fotos per Klick erneut lädt. Das wirkt sich besonders bei Fotos mit hoher Recycling-Rate aus. Auch wer mehr mit gezeichneten Grafiken und Graphen zu tun hat, findet in Scribus 1.5 mehr als genug Anlass zur Freude: Die Entwickler nutzen in der neuen Version verstärkt externe Werkzeuge und Bibliotheken, was sich positiv auf den Umgang mit solchen Dateien auswirkt. Vektorgrafiken etwa im SVG-Format unterstützt die Software nun besser, deren Einsatz gestaltet sich intuitiver.
Ein Import-Plugin für Vektorgrafiken aus Adobe Illustrator ist zwar noch nicht ganz fertig, zeigt aber bereits jetzt eine beeindruckende Leistung und kam im Test mit Grafiken im Text bestens zurecht. Viele weitere Formate wie CGM oder ORA feiern in Scribus 1.5 ihren Einzug in die Liste der bekannten Grafiken. Auch Visio-Dateien aus der Microsoft-Welt oder Corel-Draw-Files gehören nun zum Portfolio der unterstützten Formate, eine vom Document-Liberation-Projekt bereitgestellte Bibliothek sorgt für den technischen Unterbau. Vektorkurven, die Sie in anderen Programmen erstellt und aus diesen exportiert haben, verwaltet die Software sogar in eigens für diesen Zweck gestalteten Dialogen – Photoshop Custom Shapes (CSH) etwa über den Dialog Custom Shapes.
Auf der Bitmap-Seite geht GraphicsMagick als Grafikbibliothek ins Rennen und sorgt dafür, dass Scribus nahezu jedes erdenkliche Bildformat öffnet und bearbeiten kann. Schlagschatten für Objekte gehören nun ebenfalls zum Kanon der Funktionen. Möchten Sie innerhalb von Scribus Grafiken in Form von Vektorzeichnungen selbst erstellen, dann finden Sie jetzt auch das dazu passende Werkzeug. Für diesen Zweck unterstützt Scribus ab Version 1.5 etwa das Anlegen von Bögen und Spiralen.
Wie die Lemminge
Für Aufsehen sorgte im Test das unscheinbare Feature Symbol. Als solches bezeichnen die Entwickler ein Objekt innerhalb eines Dokuments, das als Vorlage für andere, mit diesem Objekt verbundene Objekte dient. Indem Sie ein Objekt also zum Symbol erklären, schaffen Sie die Möglichkeit, danach von eben diesem Objekt beliebig viele Kopien anzulegen, die sich nach dem Original richten. Veränderungen beim ursprünglichen Symbol propagiert Scribus automatisch weiter. Ändern Sie also die Farbe des Masters, so ändert sich automatisch auch die Farbe aller Kopien (Abbildung 5).

Abbildung 5: Symbole definieren die Instanz einer bestimmten Form – an das Symbol angehängte Kopien passen sich dieser automatisch an.
Die Funktion Weld (engl. für Schweißen) erleichtert obendrein den Umgang mit Objekten, die Sie zwar gemeinsam bewegen wollen, jedoch ohne diese zu gruppieren: Beim Gruppieren von Objekten verlieren Sie in der Regel die Möglichkeit, die Bestandteile der Gruppe direkt einzeln zu editieren. Weld stellt dagegen lediglich eine logische Verbindung zwischen mehreren Objekten her, die sich jedoch nach wie vor bearbeiten lassen. Bei Bedarf lösen Sie einfach eines aus dem Verbund heraus.
Zu den weiteren Verbesserungen für den Scribus-Alltag zählen der überarbeitete und in großen Teilen neu geschriebene Undo-Redo-Mechanismus sowie eine neue Funktion für Snapping, die das Ausrichten an anderen Objekten ermöglicht und sich nicht auf Hilfslinien beschränkt.
Änderungen im Format
Die meisten der bis hierhin beschriebenen Änderungen sehen Sie auf den ersten Blick. Unter der Haube fanden aber ebenfalls Veränderungen statt. Eine davon betrifft das Format des eigentlichen Dokuments. Scribus verwendet seit Jahren ein eigenes XML-Format namens SLA; den Augen der Nutzer bleibt das aber in der Regel verborgen. Nicht verborgen bleibt jedoch, dass Scribus 1.5 diverse Änderungen am SLA-Format mit sich bringt. Die führen zu vielen praktischen Nebeneffekten.
Das Format, das in Scribus 1.5 zum Einsatz kommt, bietet die Möglichkeit, Bitmap-Bilder direkt zu integrieren. Bislang ließen sich diese nur über Links einbinden; beim Öffnen der Datei auf einem anderen Rechner mussten die Bilder an exakt dem gleichen Ort im Dateisystem liegen. Die Alternative war eine aufwendige Klick-Session, bei der die Pfade zu den Abbildungen einzeln per Hand korrigiert werden mussten. Dieser Prozess setzte zudem voraus, dass Sie als Nutzer Ihre Dokumente stets zusammen mit den Bildern vom einen an den anderen Ort transferieren.
Die Kehrseite der vielfältigen Neuerungen in Sachen Format: Mit Scribus 1.5 erstellte Dokumente sind nicht mehr mit älteren Versionen kompatibel. Umgekehrt kann Scribus 1.5 aber weiterhin Dokumente älterer Versionen öffnen.
Ob sich auf dem Weg zur Version 1.6 das Format noch einmal ändert, ist augenblicklich übrigens unklar. Zwar versprechen die Entwickler, dass Version 1.6 alle Funktionen erhält, um Dokumente aus der Reihe 1.5 zu öffnen. Ob ihnen das am Ende gelingt, bleibt aber abzuwarten. Einmal mehr zeigt sich am Thema Format jedenfalls ganz klar, dass Scribus 1.5 eben nicht als stabile Version konzipiert ist.
Fazit
Mit Scribus 1.5 liegt ein Meilenstein in der Geschichte des Programms vor: Nie zuvor bot es so viel professionelle Funktionen. Das tut der Software richtig gut: Die Unterstützung für echte Tabellen etwa ist extrem hilfreich und sorgt dafür, dass die Applikation zu anderen Werkzeugen wie Adobe Indesign aufschließt. Die Symbole, die das einfache Aktualisieren von mehreren Kopien gleichzeitig und über viele Seiten hinweg ermöglichen, erleichtern die Arbeit enorm. Die Änderungen der Oberfläche wirken sich trotz Umstieg von Qt4 auf Qt5 nicht so massiv aus – Schaltflächen und andere Elemente sehen zwar anders aus, die grundlegende Funktion bleibt aber identisch.
Andererseits haben sich die Entwickler aber viele Gedanken darüber gemacht, wie sie die Struktur der Menüs aufräumen und zusätzliche Funktionen sinnvoll in die Oberfläche einbauen können. Die vielen von Grund auf neu entworfenen Dialoge wie der zum Einrichten einer Druckseite tun das Übrige, um die Arbeit angenehm zu gestalten. Wirklich beeindruckend ist die Liebe zum Detail, mit der Scribus 1.5 verschiedene Formate für Inhalte und Vorlagen handhabt. Bild- und Vektordaten verarbeitet die Software nun deutlich souveräner als in der Vorgängerversion.
Weil sich Scribus ab Version 1.5 auf Dateien anderer DTP-Programme versteht, tun sich Designer in Zukunft leichter, Daten mit Kollegen auszutauschen. Adobe Indesign, Pagemaker, Quark Xpress, Apple iWorks Pages, Microsoft Publisher und einige andere sind bereits durch Plugins für den Import vertreten – aktuell allerdings noch nicht in perfektem Zustand.
So viel ist klar: Scribus 1.5 macht Lust auf mehr, vom Einsatz im produktiven Umfeld sollten Sie jedoch noch absehen. Sobald die Entwickler mit Scribus 1.6 aus dem Quark kommen, dürfte das Programm aber im DTP-Bereich seine Position ausbauen. Interessante Gimmicks, wie etwa die Option, QR-Codes zu generieren (Abbildung 6), deuten jedenfalls darauf hin, dass das freie Scribus künftig der kommerziellen Konkurrenz mehr Paroli bieten will.

Abbildung 6: Zu den interessanten Neuerungen zählt die Funktion zum Erstellen von QR-Codes. Damit erzeugen Sie die schachbrettähnlichen Grafiken direkt in der DTP-Applikation.
Infos
[1] Le Tigre: http://www.le-tigre.net
[2] Scribus: http://www.scribus.net/downloads/unstable-branch/
[3] Scribus-PPA: https://launchpad.net/~scribus/+archive/ppa





