Heft-DVDs 05/2015

Aus LinuxUser 05/2015

Heft-DVDs 05/2015

Neues auf den Heft-DVDs

Linux Mint 17.1 “Rebecca” LinuxUser-Megapack (Cinnamon, Mate, XFCE, KDE), KaOS 2015.02, Neptune 4.3, SuperX 1.3.1, Tails 1.3.1

KaOS 2015.02

Die installierbare Live-Distribution KaOS setzt jetzt schon die KDE-Neuentwicklungen auf Qt5-Basis ein. Entsprechend bietet sie ein hervorragendes Anschauungsobjekt, um den aktuellen Entwicklungsstand der beliebten Desktop-Umgebung nachzuvollziehen. Die Grundkomponenten der als Rolling Release ausgelegten Distribution bilden der Kernel 3.18.7, Systemd 218, der Xorg-Server 1.16.4, Mesa 10.4.5, Glibc 2.20, GCC 4.9.2 und Python3 3.4.2. In Abweichung vom Standard-Thema Breeze setzt KaOS auf Midna in einer hellen und dunklen Variante. KaOS stellte bereits mehr als 150 Applikationen aus den KDE-Applications auf Qt5 um, während offiziell das erst bei einer Handvoll Programme der Fall ist. Dazu zählen etwa Dolphin, Digikam, Kipi-plugins, Kdenlive, Marble, Ark, Kmix, KDE-Telepathy, Kget, Quassel und Kompare. Die Grundlage bilden unter anderem Plasma 5.7 und Frameworks 5.2.1. Sie finden die Distribution auf Seite B des ersten Datenträgers. Mehr zu KaOS 2015.02 im Allgemeinen und der fünften Generation des KDE-Desktops im Besonderen lesen Sie in einem Artikel ab Seite 14.

SuperX 1.3.1

Die aus Indien stammende Distribution richtet sich in erster Linie Ein- und Umsteiger. Als Unterbau nutzt die installierbare Live-Distro Komponenten von Ubuntu und Debian, die Desktop-Oberfläche stellt KDE 4.13.3, als Basis dient der Kernel 3.13. Die Distribution kommt mit einem modernen Design und erlaubt eine Vielzahl von Detailanpassungen. Zu den installierten Applikationen zählen unter anderem Firefox 36.0.1, Chromium 41.0, Thunderbird 31.5.0 und die beliebte Office-Suite LibreOffice 4.2.7. Seite A des ersten Datenträgers enthält die 32-Bit-Variante von SuperX. Um sie zu nutzen, booten Sie Ihren Rechner davon.

Neptune 4.3

Das optisch an das legendäre BeOS angelehnte Neptune 4.3 basiert auf dem aktuellen Debian 7.8 “Wheezy”. Das mittlerweile dritte Wartungs-Update des Systems bringt zahlreiche Sicherheitsaktualisierungen und Verbesserungen sowie Updates mit sich. Darunter befinden sich unter anderem Chromium 41, VLC 2.2, LibreOffice 4.3.3 sowie Icedove 31.5. Außerdem erhielt Neptune auch Verbesserungen am Codec-Support für Kdenlive, sowie ein Fix für die Lokalisierung der Effekte des Video-Editors. Der Kernel 3.16.3 enthält nun Fixes für Btrfs und Nouveau. Ebenfalls zur Verbesserung von Btrfs trägt der Einsatz von Grub 2.0.2 Beta 2 bei. Die installierbare Live-Distribution finden Sie auf der Rückseite der ersten DVD.

Tails 1.3.1

Die auf Debian basierende und nicht zur Festplatteninstallation gedachte Live-Distribution sorgt unter anderem durch das Nutzen des Tor-Netzwerks im Verbund mit einem speziell gehärteten Iceweasel-Browser für ein Maximum an Sicherheit und Datenschutz. Darüber hinaus bietet die aktuelle Version an, die MAC-Adresse zu randomisieren und regelmäßig zu ändern. Aktivieren Sie den Windows-8-Tarnmodus, erscheint der Desktop beinahe so wie der des Namensgebers, allerdings ohne die lästigen Kacheln. Ähnlich wie Knoppix erlaubt die Hybrid-Distribution sowohl den Start in den 32- als auch den 64-Bit-Modus. Neben dem ISO-Image enthält Seite A der ersten DVD auch eine bootbare Variante, die Sie direkt vom Datenträger starten.

Volles Programm: Linux Mint 17.1 LU-Megapack

Linux Mint positioniert sich seit Jahren mit Erfolg gegen Ubuntu und dessen wenig geliebten Unity-Desktop. Während die Maté-Variante auf einen Fork des inzwischen eingestellten Gnome-2-Desktops setzt, verwendet Cinnamon eine modifizierte Version von Gnome 3, die jedoch das Bedienkonzept von Gnome 2 beibehält. Darüber hinaus enthält der zweite Datenträger auch noch Versionen mit den Desktops XFCE und KDE. Als Unterbau nutzen alle Varianten Ubuntus LTS-Version 14.04, die einen Support bis April 2019 gewährleistet. Linux Mint ist entsprechend vollständig kompatibel mit den Repositories von Canonical, bietet aber auch eigene Paketquellen an. 

Neue Programme

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei LazSQLX 4.0.1 um ein Programm zur Datenbankverwaltung. Das Tool unterstützt sowohl freie Datenbanken wie Maria oder PostgreSQL, als auch kommerzielle Produkte wie Oracle. Es bietet eine intuitiv bedienbare Oberfläche und ermöglicht es, Daten im CSV- oder XML-Format zu exportieren. -> S. 8

Bei Mpop 1.2.2 handelt es sich um einen kleinen, flinken POP3-Client für die Kommandozeile. Das Tool bietet eine Reihe von Optionen zum Filtern von Nachrichten während der Übertragung. Dabei kommt es auch mit verschlüsselten Verbindungen und IPv6 gut zurecht. -> S. 8

Timeline**1.5.0 verwaltet und visualisiert Zeitabläufe auf eine einfache und intuitive Weise. Das auf den ersten Blick unscheinbare Programm gibt sich dabei überraschend vielseitig. Durch die doppelten Gliederungen in Kategorien und Container lassen sich auch komplexere zeitliche Abläufe gut abbilden. -> S. 24

Nehmen Sie häufig Screenshots auf und vermissen bei den herkömmlichen Tools wichtige Funktionen, dann empfiehlt sich ein Blick auf Shutter 0.93: Das Programm bietet nicht nur diverse Modi, um die Aufnahmebereiche festzulegen, sondern enthält auch ein fähiges Bearbeitungswerkzeug sowie eine Upload-Funktion. -> S. 44

Wer regelmäßig Internetdienste nutzt, sammelt zwangsweise auch eine Menge an Passwörtern. Diese verwalten Sie mit dem praktischen Kommandozeilenwerkzeug Gpgpwd 0.6. Registrieren Sie sich bei einem neuen Dienst, dann müssen Sie sich noch nicht einmal ein neues Passwort ausdenken: Gpgpwd schlägt automatisch ein per Zufall erzeugtes, sicheres Exemplar vor. -> S. 48

Wer in die Verlegenheit gerät, auf der Kommandozeile automatisch einen größeren Stapel von Bildern bearbeiten zu müssen, landet schnell bei der etwas unübersichtlichen Programmsuite ImageMagick. ExactImage 0.9.1 bietet hier eine Alternative, indem es sich auf die wichtigsten Bildbearbeitungswerkzeuge beschränkt. -> S. 52

Das führende freie 3D-Programm Blender erschlägt Einsteiger trotz vieler Verbesserungen der Benutzeroberfläche immer noch mit seiner Funktionsfülle. Art of Illusion 3.0.1 ist viel leichter zu bedienen, bringt aber trotzdem alle Schlüsselfunktionen zum Erzeugen realistischer 3D-Welten mit.

Vivaldi**1.0 will mit dem gleichnamigen Browser die Nachfolge des klassischen Opera-Browsers antreten. In vielen Bereichen bietet er bereits Funktionen, die Opera selbst in seiner neuen Browsergeneration noch nicht implementiert hat. Abgesehen von einigen kleineren Bugs lief die Software im Test stabil.

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