Mit Bibtex komfortabel Literatur verwalten

Aus LinuxUser 05/2015

Mit Bibtex komfortabel Literatur verwalten

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Bücherwurm

Literaturverwaltung und Textsatz aus einer Hand: BibTeX hat sich im wissenschaftlichen Bereich als Format für Literaturdatenbanken etabliert und lässt sich problemlos in LaTeX-Dokumente integrieren.

Wer wissenschaftliche Literatur schreibt, tut gut daran, seine Quellen zu nennen: Ein Reihe prominenter Persönlichkeiten sind bereits über Mängel in den Literaturlisten gestolpert. Das Textsatzsystem LaTeX und und das Programm BibTeX [1] helfen hier, den Überblick zu behalten und die Daten einfach und konform in Dokumente anzubinden.

In den Datenbanken von Bibtex liegen Textdateien mit der Endung .bib. Listing 1 zeigt ein einfaches Beispiel für eine solche Liste. Jeder Eintrag beginnt mit dem Zeichen @, gefolgt vom Typ des Eintrags (Zeilen 1, 10, 20 und 32). Die Software bringt eine Reihe vordefinierter Typen mit, sodass es kein Problem darstellt, von der einfachen Monografie über Beiträge aus Sammelbänden bis hin zur Online-Publikationen den richtigen Typ zu finden.

Listing 1

@BOOK{
Earman1986,
  Author           = {John Earman},
  Title            = {A Primer on Determinsim},
  Publisher        = {Reidl},
  Address          = {Dordrecht},
  Year             = {1986}
}
@ARTICLE{
Gettier1963,
  Author           = {Edmund L. {Gettier~III}},
  Title            = {Is Justified True Belief Knowledge?},
  Journal          = {Analysis},
  Volume           = {23},
  Year             = {1963},
  Pages            = {121--123}
}
@INCOLLECTION{
Laudan1998,
  Author           = {Laudan, Larry},
  Title            = {Commentary: Science at the Bar. Causes for Concern},
  Editor           = {Curd, Martin and Jan A. Cover},
  Booktitle        = {Philosophy of Science. The Central Issues},
  Publisher        = {Norton},
  Address          = {New York},
  Year             = {1998},
  Pages            = {48--53}
}
@MISC{
Seibt2012,
  Title            = {Process Philosophy},
  Author           = {Johanna Seibt},
  Url              = {http://plato.stanford.edu/entries/process-philosophy/}
}

Der eigentliche Eintrag folgt in geschweiften Klammern. Für jeden vergeben Sie zunächst einen eindeutigen Schlüssel, über den Sie den Eintrag später in der LaTeX-Datei ansprechen. Hier bietet sich eine Kombination aus dem Nachnamen des Autors und dem Erscheinungsjahr an (Zeilen 2, 11, 21 und 33).

Welche Felder in den Eintrag gehören, hängt vom Typ ab. Dabei gibt BibTeX eine Fehlermeldung aus, falls ein zwingend erforderliches Felder fehlt. In diesem Fall sollten Sie die fehlenden Informationen recherchieren oder einen anderen Typ wählen. Außerdem gibt es optionale Felder, die die Software nur ausgibt, wenn sie vorhanden sind. Fehlen sie, gibt es jedoch keine Fehlermeldung.

So ist es zwingend notwendig, bei einer Monografie den Verlag anzugeben (Zeile 5). Fehlt der Eintrag, reagiert BibTeX mit einer Fehlermeldung. Den Verlagssitz (Zeile 6) gibt die Software mit aus, sofern Sie ihn eingetragen haben; er darf aber fehlen, ohne dass das eine Fehlermeldung erzeugt.

TIPP

Wollen Sie nur den Erscheinungsort speichern, nicht aber den Verlag, tragen Sie den Ort einfach in das für den Verlag vorgesehene Feld ein und ersparen sich so Fehlermeldungen.

Darüber hinaus dürfen Sie beliebige weitere Felder hinzuzufügen. Solche Felder erscheinen in den Standard-Stilvorlagen in der LaTeX-Datei nicht. So besteht die Möglichkeit, ein Feld Abstract zu erstellen, in dem Sie eine Zusammenfassung eines Artikels speichern. Der Inhalt dieses Feldes erscheint nicht, wenn Sie ein Literaturverzeichnis aus Ihrer Datenbank erzeugen, und trotzdem haben Sie eine Zusammenfassung an einer sinnvollen Stelle zur Hand.

Es steht Ihnen frei, mit den einzelnen Typen und Feldern kreativ umzugehen. Machen Sie sich damit vertraut, wie BibTeX die Information verarbeitet, und wie diese in der Stilvorlage der Wahl erscheinen. Das ermöglicht Ihnen, die Daten in den Typen und Feldern zu speichern, die den Erfordernissen entsprechen, selbst wenn diese eigentlich für etwas anderes vorgesehen sind.

Die richtige Reihenfolge

Vor- und Nachname des Autors oder Herausgebers tragen Sie in dasselbe Feld ein. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie sich für die Reihenfolge VornameNachname (Zeile 3) oder Nachname, Vorname (Zeile 22) entscheiden. Selbst innerhalb derselben BibTeX-Datei dürfen Sie die Reihenfolge wechseln.

Im ersten Fall erkennt BibTeX das letzte Wort im Feld als Nachname, im zweiten Fall die Zeichenkette vor dem Komma. In Zeile 12 würde das allerdings zu Problemen führen, sodass hier geschweifte Klammern den Nachnamen kennzeichnen. Mehrere Autoren oder Herausgeber koppeln Sie durch ein and. Dabei ist es egal, in welcher Reihenfolge Sie Vor- und Nachnamen angeben oder inwiefern Sie die Reihenfolge einheitlich beibehalten (Zeile 24).

Unabhängig davon, in welcher Reihenfolge Sie Vor- und Nachnamen des Autors oder Herausgebers in der BibTeX-Datei eintragen, richtet sich die Reihenfolge in Verweisen oder im Literaturverzeichnis in einer LaTeX-Datei nach der dort gewählten Vorlage, nicht aber nach der Reihenfolge in der BibTeX-Datei.

In den einzelnen Feldern dürfen Sie für die Einträge direkt LaTeX-Code verwenden, etwa eine Tilde (~) als geschütztes Leerzeichen (Zeile 12) oder einen doppelten Bindestrich (--) als Bis-Zeichen zwischen Seitenzahlen (Zeilen 17 und 29).

Im Internet gibt es zahlreiche Datenbanken mit BibTeX-Datensätzen zu den dort gespeicherten Publikationen. Diese Datenbanken sind meistens auf ein bestimmtes Fachgebiet ausgerichtet. Dagegen bietet Google Books [2] eine umfangreiche fachübergreifende Datenbank (Abbildung 1).

Abbildung 1: Datensätze aus Google Books laden Sie bei Bedarf als BibTeX-Datei herunter und fügen diese in die eigene Literaturdatenbank ein.

Abbildung 1: Datensätze aus Google Books laden Sie bei Bedarf als BibTeX-Datei herunter und fügen diese in die eigene Literaturdatenbank ein.

Bibliotheken bieten diesen Service zu ihren Beständen mitunter ebenfalls an, wie beispielsweise hierzulande der Verbundkatalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds [3]. Das ermöglicht, die BibTeX-Daten der Publikationen bei Literaturrecherchen direkt zu kopieren und in die eigene Datenbank einzufügen. Dadurch haben Sie die korrekten bibliografischen Daten schnell zur Hand und ersparen sich viel Arbeit beim Abtippen.

Perfekt verwaltet

Gerade bei einer großen Zahl an Einträgen verlieren Sie beim Arbeiten an einer Textdatei schnell die Übersicht. Daher ist es sinnvoll, nicht direkt an der Textdatei zu arbeiten, sondern ein Programm zum Verwalten der Literatur zu verwenden. Gute Software aus diesem Bereich bietet üblicherweise die Möglichkeit, Daten im BibTeX-Format zu exportieren oder eine vorhandene BibTeX-Datei zu importieren. Daneben existieren Applikationen, die das BibTeX-Format direkt unterstützen.

Das freie Programm Jabref (Abbildung 2) bietet nicht nur den Vorteil, dass es seine Datenbanken im BibTeX-Format speichert. Als Java-Applikation läuft es zudem auf jeder Plattform, die eine entsprechende Umgebung mitbringt. Das stellt insbesondere bei der Arbeit an Projekten mit mehreren Mitarbeitern einen großen Vorteil dar.

Abbildung 2: Mit dem Programm Jabref verwalten Sie komfortabel Einträge in einer BibTeX-Datenbank.

Abbildung 2: Mit dem Programm Jabref verwalten Sie komfortabel Einträge in einer BibTeX-Datenbank.

Je nach Distribution ist das Programm unter Umständen bereits vorinstalliert, sodass Sie einfach loslegen können. Ansonsten laden Sie die jeweils aktuelle Version aus dem Netz herunter [4]. Verwenden Sie Ubuntu, dann installieren Sie die Software über den folgenden Befehl:

$ sudo apt-get install jabref

Das Programm erlaubt es, die BibTeX-Datenbank komfortabel zu bearbeiten. Bei Bedarf verändern Sie den BibTeX-Quellcode direkt in der Applikation. Außerdem besteht die Möglichkeit, Schlagwörter zu den einzelnen Einträgen zu vergeben. Die Suchfunktion hilft, in großen Datenbanken das zu finden, was Sie brauchen.

Zahlreiche Plugins [5] erweitern den Funktionsumfang. Mit der richtigen Erweiterung importieren Sie bibliografische Daten direkt aus dem Verbundkatalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds oder exportieren Daten in verschiedene Formate, beispielsweise nach Docbook, HTML, RTF oder ODF.

Reiselektüre

Wer unterwegs mit einer Literaturdatenbank arbeiten möchte, den unterstützen dabei diverse Android-Apps. Aus deren Fülle seien hier zwei erwähnt, die sogar mit den mit Jabref erstellten BibTeX-Dateien zusammenarbeiten.

Das kostenlose RefMaster [6] stellt alle grundlegenden Funktionen bereit, die Sie brauchen, um auf einem Android-Gerät mit einer Datenbank zu arbeiten. Der integrierte ISBN-Barcode-Scanner erleichtert die Aufnahme neuer Einträge.

Legen Sie auf einen größeren Funktionsumfang Wert, greifen Sie besser zum kostenpflichtigen Eratosthenes Reference Manager [7]. Er zeichnet sich unter anderem durch die integrierte Funktion zum Synchronisieren mit Dropbox und Google Drive aus und beherrscht daneben auch den Import bibliografischer Daten aus einer Fülle von Online-Datenbanken.

Zitierfähig

Steht die Literaturdatenbank, übernehmen Sie die Daten problemlos in LaTeX-Dokumente. Listing 2 enthält die wenigen Zeilen Code, die Sie dazu benötigen. Die Datenbank aus Listing 1 dient dabei als Grundlage (Zeile 3). Beide Dateien müssen dieselbe Zeichenkodierung verwenden, wie etwa UTF-8, damit alle Zeichen aus der Datenbank korrekt im Dokument erscheinen.

Listing 2

\begin{document}
Hier steht ein Verweis auf \cite[121]{Gettier1963}.
\bibliography{listing1}
\bibliographystyle{plain}
\nocite{*}
\end{document}

Von zentraler Bedeutung ist die Stilvorlage (Zeile 4), die darüber entscheidet, wie die Verweise und das Literaturverzeichnis im Dokument aussehen. Oder anders ausgedrückt: Die BibTeX-Datei steuert bei, was im Dokument erscheint; die Stilvorlage zeichnet dafür verantwortlich, wie die Daten aussehen.

Der in Listing 2 gewählte Standardstil orientiert sich an den im angelsächsischen Sprachraum für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich üblichen Konventionen. Sie sollten ihn daher für deutschsprachige Texte gegebenenfalls anpassen. Im Fließtext verweisen Sie über den BibTeX-Key auf einen Eintrag, wobei Sie in eckigen Klammern die Seitenzahl hinzufügen dürfen (Zeile 2).

Im Dokument erscheint ein numerischer Verweis auf den entsprechenden Eintrag im Literaturverzeichnis. Haben Sie das Paket hyperref [8] geladen, erscheint der Verweis im Fließtext, mit dem Eintrag im Literaturverzeichnis als Link.

Standardmäßig nimmt LaTeX nur solche Einträge aus der Datenbank ins Literaturverzeichnis auf, die Sie vorher im Fließtext zitiert haben. Über einen eigenen Befehl (Zeile 5) fügen Sie weitere Einträge aus der Datenbank zum Literaturverzeichnis hinzu. Der Befehl enthält entweder durch Kommas getrennt die BibTeX-Keys der Einträge, die Sie hinzufügen möchten, oder einen Stern (*), wenn alle Einträge der Datenbank im Verzeichnis erscheinen sollen.

Um die Daten aus der Literaturdatenbank korrekt in das Dokument zu übernehmen, starten Sie zunächst einen LaTeX-Lauf, entweder über den Befehl pdflatex Datei oder per Knopfdruck im LaTeX-Editor. Anschließend folgt ein BibTeX-Lauf, entweder über den Befehl bibtex Datei oder per Knopfdruck im LaTeX-Editor. Zwei LaTeX-Läufe schließen dann den Vorgang ab. Je nach Editor setzen Sie diese vier Schritte über eine einzige Aktion in Gang.

Stilsicher

Für deutschsprachige Texte sollten Sie die Stilvorlage unbedingt anpassen. Dabei gibt es deutlich unterschiedliche Konventionen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich einerseits und im juristischen und geisteswissenschaftlichen Bereich andererseits.

Listing 3

%Präambel:
\usepackage[numbers]{natbib}
%Dokument:
\begin{document}
Hier steht ein Verweis auf \cite[121]{Gettier1963}.
\bibliographystyle{plaindin}
\nocite{*}
\bibliography{listing1}
\end{document}

In Listing 3 wurde der Inhalt von Listing 2 so angepasst, dass die Ausgabe den im deutschen Sprachraum gängigen mathematisch-naturwissenschaftlichen Konventionen entspricht. Dazu laden Sie in der Präambel (Zeile 2) das Paket natbib [9] und stellen über die Option in eckigen Klammern die Zitierweise über einen numerischen Verweis auf den Eintrag im Literaturverzeichnis ein. Außerdem gibt die Deklaration an, welche der Stilvorlagen des Pakets zum Einsatz kommt (Zeile 6).

Deutschsprachige Texte aus dem juristischen oder geisteswissenschaftlichen Bereich erfordern tiefgreifendere Anpassungen. Dazu stellt das Paket jurabib [10] eine gute Wahl dar; es bringt zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten mit. Das Beispiel in Listing 4 gibt einen grundlegenden Eindruck von den Möglichkeiten, die jurabib bietet.

Listing 4

%Präambel:
\usepackage{jurabib}
\jurabibsetup{
  citefull=first,
  authorformat=allreversed,
  authorformat=and,
  authorformat=year,
  ibidem=strict,
  commabeforerest,
  edby,
  see,
  titleformat=colonsep,
  dotafter=bibentry
}
\renewcommand*{\jbcitationyearformat}[1]{(#1)}
\renewcommand*{\bibbtsep}{In: }
\renewcommand*{\bibjtsep}{In: }
\renewcommand*{\bibansep}{: }
\renewcommand*{\bibatsep}{.}
%Dokument:
\begin{document}
Hier steht ein Verweis auf Earman (1986)\footcite[Vgl.][42--73]{Earman1986}, es folgt ein Verweis auf Gettier (1963)\footnote{Soll außer dem Verweis noch weiterer Text in der Fußnote erscheinen, ist auch das problemlos möglich. (\cite[Vgl.][]{Gettier1963}.)} und ein weiterer Verweis auf Earman (1986),\footcite[Vgl.][42--73]{Earman1986} gefolgt von noch einem Verweis auf denselben Text.\footcite[Vgl.][42--73]{Earman1986}
\bibliography{listing1}
\bibliographystyle{jurabib}
\nocite{*}
\end{document}

Zunächst lädt das Dokument das Paket jurabib (Zeile 2). In einem eigenen Befehl stehen dann die Parameter für das Paket (Zeilen 3 bis 14). Exemplarisch sind ein paar Veränderungen vorgenommen worden, die einen grundlegenden Eindruck davon vermitteln sollen, welche Möglichkeiten es gibt: Beim ersten Verweis erscheint jeweils die volle Angabe zur Literatur (Zeile 4), die Namen von Autoren und Herausgebern gibt die Software in der Reihenfolge VornameNachname aus (Zeile 5). Mehrere Autoren und Herausgeber trennt sie durch Kommas sowie das Wort “und”, statt wie in der Voreinstellung durch Schrägstriche (Zeile 6).

Kurzzitate haben das Format NachnameJahr (Zeile 7), bei wiederholten Zitaten erscheint “a. a. O.” (Zeile 8). Vor Seitenzahlen steht ein Komma (Zeile 9), vor Herausgebernamen “Hrsg. v.” (Zeile 10). Zitaten könnten Sie ein “Vgl.” oder Ähnliches voranstellen (Zeile 11), zwischen Autor und Titel steht im Verweis im Fließtext ein Doppelpunkt (Zeile 12). Jeder Eintrag im Literaturverzeichnis wird durch einen Punkt abgeschlossen (Zeile 13).

Noch individueller fällt das Format aus, wenn Sie einige Befehle umdefinieren (Zeilen 15 bis 19). Für Kurzzitate ist das Format NachnameJahr eingestellt (Zeile 7). Der Befehl aus Zeile 15 legt fest, dass die Jahreszahl in runden Klammern erscheint. Sammelbänden und Zeitschriften steht ein einleitendes “In: ” voran (Zeilen 16 und 17). Im Literaturverzeichnis folgen dem Namen des Autors ein Doppelpunkt und ein Leerzeichen (Zeile 18) und dem Titel ein Punkt (Zeile 19).

Für den Dokumententeil steht ein neuer Befehl bereit, der Verweise nicht in den Fließtext, sondern in die Fußnote setzt (Zeile 22). In der ersten eckigen Klammer dieses Befehls darf ein Text stehen, den Sie dem Zitat voranstellen möchten, beispielsweise “Vgl.”. In der zweiten eckigen Klammer dürfen Sie Seitenzahlen hinzufügen, in die geschweifte Klammer gehört der BibTeX-Key.

Mit jurabib passen Sie das Format der Verweise und des Literaturverzeichnisses so detailliert an, dass Sie Ihren eigenen Vorstellungen ebenso gerecht werden wie den Vorgaben Ihrer Universität oder eines Verlags. Das erfordert allerdings, sich etwas einzuarbeiten. Scheuen Sie eine intensivere Beschäftigung in BibTeX nicht, dann erstellen Sie bei Bedarf Ihre eigene, maßgeschneiderte Stilvorlage. Hierbei hilft das Paket custom-bib [11].

Fazit

BibTeX erweist sich als leistungsfähig und einfach zu handhaben. Spezielle Literaturverwaltungsprogramme und Apps erleichtern die Handhabung und steigern den Bedienkomfort nochmals. Die Integration in LaTeX-Dokumente gelingt problemlos. Allerdings kann das Anpassen der Stilvorlage anfangs etwas Mühe machen und eine gewisse Einarbeitungszeit kosten, aber sobald Sie das erledigt haben, erleichtert BibTeX die Literaturverwaltung wesentlich. 

Der Autor

Daniel Tibi ist Benediktiner-Mönch der Abtei Kornelimünster in Aachen. Er promoviert in Kirchenrecht an der KU Leuven. Als Wissenschaftler nutzt er gekonnt die umfangreichen Möglichkeiten von LaTeX aus, als freier Autor schreibt er über seine Erfahrungen mit dem Textsatzsystem.

Infos

[1] BibTeX: http://ctan.org/pkg/bibtex/

[2] Google Books: http://books.google.de

[3] Verbundkatalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds: http://gso.gbv.de

[4] Jabref: http://jabref.sourceforge.net

[5] Jabref-Dokumentation: http://jabref.sourceforge.net/resources.php

[6] RefMaster: http://play.google.com/store/apps/details?id=me.bares.refmaster

[7] Eratosthenes Reference Manager: http://play.google.com/store/apps/details?id=com.mm.eratos

[8] PDFs mit Links: Daniel Tibi, “Letzter Schliff”, LU 09/2013, S. 54, https://www.linux-community.de/29691

[9] Natbib: http://www.ctan.org/pkg/natbib/

[10] Jurabib: http://www.ctan.org/pkg/jurabib/

[11] Custom-bib: http://www.ctan.org/pkg/custom-bib/

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