Heft-DVDs 04/2014

Aus LinuxUser 04/2014

Heft-DVDs 04/2014

Neues auf den Heft-DVDs

Knoppix 7.3 Medialinx-Edition

Das pünktlich zur CeBIT 2014 erschienene Knoppix 7.3.0 basiert wie üblich auf einem Mix von Debian “Stable” und einigen Paketen – in erster Linie Grafiktreibern und Desktop-Programmen – aus dem “Testing”- und “Unstable”-Zweig. Um möglichst viel neue Hardware zur Mitarbeit zu bewegen, dienen als Basis der Kernel 3.13.0 mit Cloop und AUFS sowie X.org 7.7 Core 1.15.0. Das hybride Bootmedium bedient sowohl 32- (Standard) als auch 64-Bit-Rechner (Bootoption knoppix64).

Das wichtigste Highlight dieses Frühjahres-Knoppix stellt die Update-Funktion dar, mit deren Hilfe Sie bei Bedarf einen bereits mit Knoppix geflashten Stick auf eine neue Version aktualisieren, ohne dabei die persönlichen Daten und Einstellungen zu verlieren. Darüber hinaus bietet Knoppix die Möglichkeit, bei einer Installation auf USB-Sticks die persönlichen Daten zu verschlüsseln.

An neuen und aktualisierten Programmen bietet Knoppix unter anderem LibreOffice 4.1.4 und Gimp 2.8.6, die Webbrowser Chromium 31.0.1650.63 und Firefox/Iceweasel 26.0 samt Adblock Plus 2.4.1 und Noscript 2.6.8.14. Wine in der Version 1.5 hilft Windows-Programme zu integrieren, Virtualbox 4.3.2 sowie Qemu-kvm 1.7.0 übernehmen die Virtualisierung fremder Systeme. Als Standard-Desktopmanager dient LXDE, optional stehen KDE 4.8.4 (Bootoption knoppix desktop=kde) und Gnome 3.8.4 (Bootoption knoppix desktop=gnome) bereit.

Sie finden Knoppix auf der Rückseite der ersten Heft-DVD. Einen ausführlichen Artikel zur erweiterten Medialinx-Edition der Distribution aus der Feder des Projekt-Maintainers Klaus Knopper lesen Sie ab Seite 14.

Sechs Mini-Distros auf einen Streich

Ein wahres Potpourri an kleinen Distributionen enthält Seite A der ersten Heft-DVD. Mit von der Partie sind 4M Linux 8.0 All-in-One (siehe Artikel ab Seite 10), Puppy Linux 5.6 “Slacko”, Slax 7.0.8, SystemRescueCD 4.0.1 und Tiny Core Linux 5.2. Neben den bootbaren Version stehen sämtliche Distributionen auch als ISO-Images auf Seite A der ersten Heft-DVD bereit.

Vor allem Bastlern dürfte Tiny Core Linux sehr entgegenkommen. Die Distribution versteht sich nämlich nicht als gebrauchsfertiges System, sondern als Kern eines solchen. Sie bietet ihnen damit eine vergleichsweise einfach zu bedienende Grundlage, ein System ganz nach Ihren Wünschen zu gestalten. Wie das funktioniert, zeigt ein Artikel ab Seite 44.

Ganz auf die Systemrettung spezialisiert hat sich SystemRescueCD 4.0.1. Es basiert auf Gentoo, nutzt den Desktop-Manager XFCE 4 und bietet fast ausschließlich Werkzeuge zur Datenrettung oder Manipulation von Datenträgern an. So gibt es unter anderem Gparted zum Partitionieren von Festplatten, Parteitage zum Sichern von Partitionen und Photorec zum Wiederherstellen von gelöschten Dateien. Neben zahlreichen Netzwerktools liegt der SystemRescueCD auch noch der Virenscanner ClamAV bei. Weitere Details zur SystemRescueCD finden Sie in einem Artikel ab Seite 18.

Dreh- und Angelpunkt der auf Ubuntu basierenden Live-Distribution Multisystem LTS Precise r8 stellt das gleichnamige Werkzeug Multisystem dar. Es besteht aus einer Reihe von Shell-Skripten, die es erlauben, ausgewählte Linux-Distributionen auf einen USB-Stick zu befördern. Die entsprechende Liste fällt beachtlich umfangreich aus und enthält auch zahlreiche exotische Distributionen. Welche Vorteile Multisystem bietet, zeigt ein Artikel ab Seite 28.

Mageia 4

Die Entwickler des Mandriva-Abkömmlings Mageia bleiben auch in der neuen Version 4 ihrem Motto treu, die Distribution für Um- und Einsteiger einfach gestalten, ohne dem erfahrenen Benutzer die Vielfältigkeit von Linux vorzuenthalten. An Kommunikationssoftware stehen unter anderem die Instant-Messenger Pidgin und Kopete sowie die IRC-Clients Quassel, X-Chat und Irssi bereit, an VoIP-Nutzer richtet sich Ekiga. Den Grafik-Bereich bestücken Gimp, Krita, Inkscape und Blender, der Multimedia-Fundus umfasst unter anderem verschiedene Xine-, Mplayer- und Gstreamer-basierte Software sowie den beliebten VLC. Die 32-Bit-Version starten Sie von Seite A der zweiten Heft-DVD, die Rückseite enthält die 64-Bit-Variante. Einen ausführlichen Artikel zu Mageia 4 lesen Sie ab Seite 64 

Neue Programme

Das Tool Cryptcat 1.2.1 arbeitet wie das klassische Netcat, baut aber verschlüsselte Verbindungen auf. Das erlaubt, das praktische Tool weit über seinen ursprünglichen Zweck hinaus im Alltag einzusetzen. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht von einem simplen Benachrichtigungssystem für das lokale Netzwerk bis zu einem verschlüsselten Chat auf der Konsole.

Anders als Festplatten und SSDs schenken die meisten Anwender USB-Sticks und Speicherkarten kaum Beachtung. F3 2.2 prüft mittels eines Schreib- und Lesetests die Integrität der Speicherzellen von Flash-Medien und beugt somit unangenehmen Überraschungen wie Datenverlust vor.

Finden Sie Firefox zu behäbig, Chromium zu geschwätzig und Opera zu extravagant, dann empfehlen wir einen Blick auf Qupzilla 1.6.3. Die enorme Geschwindigkeit des Webbrowsers ist der Rendering-Engine Webkit geschuldet, die auch auf leistungsschwächerer Hardware das Surfen angenehm flüssig gestaltet und beim Scrollen Ruckler vermeidet.

Beim aktuellen LibreOffice 4.2.1 haben Entwickler der Document Foundation unter anderem die Tabellenkalkulation Calc gründlich überarbeitet. Insbesondere das Verarbeiten großer Datenmengen und der Import umfangreicher und komplexer XLSX-Tabellen klappt nun schneller. Dazu rechnet die Software jetzt per OpenCL auf dem Grafikprozessor.

Hostbasierte IDS wie Tripwire 2.5.22 spüren womöglich unerwünschte Änderungen auf zu schützenden Rechnern auf. Sie informieren dann die verantwortlichen Administratoren zeitnah und können so die mit einem (gelungenen) Angriff einhergehenden Schäden eindämmen oder gar verhindern.

Das Disk Information Utility 4.35, kurz Di, bietet eine flexible Alternative zum klassischen df für die Anzeige von Informationen über die Dateisysteme. Das Tool ermöglicht beim Anpassen der Ausgabe einen großen Gestaltungsspielraum.

Das Gtk+-basierende Tool Gwakeonlan 0.6 verwaltet zu startende Systeme in einer übersichtlichen Liste und ermöglicht das parallele Starten mehrerer Systeme mit wenigen Mausklicks.

Das Programm Socat 1.7.2.2 dient zur bidirektionalen Datenübertragung. Es unterstützt alle gängigen Protokolle und eignet sich als Wrapper für SSL-Verbindungen oder zur Integration in eigene Skripte.

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