Leserbriefe

Aus LinuxUser 12/2006

Leserbriefe

TiddlyWiki und Opera

LinuxUser 10/2006, S. 46: Ich habe mit Begeisterung den Artikel über das TiddlyWiki in der Ausgabe 10 gelesen und mir daraufhin mein eigenes kleines Wiki angelegt, das mir seit dem wirklich gute Dienste leistet. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die Redaktion für diesen tollen Bericht.

Nun stellte sich aber dabei heraus, dass die TiddlyWiki-Funktion Save changes im Zusammenspiel mit dem Browser Opera Probleme macht. Nach einiger Recherche habe ich dabei herausgefunden, dass man auf der TiddlyWiki-Website ein kleines Javascript namens TiddlySaver herunterladen kann. Es findet sich unter http://www.tiddlywiki.com/TiddlySaver.jar. Dieses Skript behebt zusammen mit einer Änderung der Java-Policy das Problem.

Ein Beispiel dazu anhand meines Systems: Ich nutze Arch Linux, mein TiddlyWiki.html liegt im Ordner Wiki meines Home-Verzeichnisses. In diesen Ordner kommt man auch TiddlySaver.jar. Als nächstes sucht man die Java-Policy-Datei des Systems – bei mir liegt sie unter /opt/java/jre/lib/security/java.policy. Dieser Datei fügt man die folgenden Zeilen hinzu:

grant codeBase "file:${user.home?
}/Wiki/*" {
  permission java.io.FilePermiss?
ion "${user.home}${/}Wiki${/}*",?
"read,write";
};

Dabei gilt es darauf zu achten, dass man die richtigen Pfade für file:${user.home}/Wiki/* und ${user.home}${/}Wiki${/}* wählt, da sonst das Problem weiterhin besteht. Nach der Änderung arbeitet auch Opera sauber mit dem schlanken TiddlyWiki zusammen. Markus Verweyen

Grenzübertritt viel einfacher

LinuxUser 10/2006, S. 50: In der Ausgabe 10 habt ihr das Tool Ext2ifs besprochen, eine Software für Windows, mit der man auf Ext2/3-Partitionen zugreifen kann. Im Artikel erwähnt ihr zu administrativen Rechten: “Leider gewährt der Treiber lediglich Benutzern mit administrativen Rechten Zugriff auf die Dateisysteme”. Das stimmt meines Erachten so nicht.

Ich habe seit Erscheinen der ersten Version von Ext2ifs den Treiber mit mehreren Ext3-Partitionen im Einsatz und kann sowohl auf meinem Computer als eingeschränkter Benutzer auf die Partitionen zugreifen, also auch auf dem Computer bei meinen Eltern, wo alle Familienmitglieder als eingeschränkte Nutzer ihre eigenen Dateien auf Ext3-Partitionen haben.

Vielleicht meint ihr eher das Zuweisen eines Laufwerksbuchstabens über Systemsteuerung | IFS Drives meint. Das geht wirklich nur als Administrator, was aber bei Windows-Laufwerken (Computerverwaltung | Logische Datenträger) auch nicht anders ist.

Vielleicht liegt es daran, dass meine Windows-PCs FAT-32 als Dateisystem nutzen, und noch nicht auf NTFS umgestellt sind – wobei ich mir das aber nicht vorstellen kann. Ich hoffe ihr könnt das Rätsel aufklären. Johannes Kastl

LinuxUser: Des Rätsels Lösung ist: Sie haben ganz einfach Recht. Was in unserem Test schief lief, lässt sich im Nachhinein nicht mehr genau feststellen. Tatsächlich lassen sich Ext2/3-Partitionen auch für unprivilegierte Benutzer über Ext2ifs tadellos erreichen.

Die Notwendigkeit, administrative Rechte zu benutzen, beschränkt sich auf die Installation von Ext2ifs, die Ltools sowie das Plugin für den Total Commander, die der Artikel ebenfalls beschreibt. (tle)

Vista-Bootloader leicht gemacht

LinuxUser 11/2006, S. 54: Seit einigen Jahren lese ich regelmäßig LinuxUser und bin jeden Monat sehr gespannt auf neue interessante Artikel. Unabhängig von dem angekündigten Beitrag zur Kompatibilität von Windows Vista und Linux hatte ich auch einen Vortrag zu diesem Thema in der LUG Neubrandenburg e. V. geplant, in welcher ich selbst auch Mitglied bin. Vielen Dank, denn so konnte ich noch einige Tipps von Ihnen mit einfließen lassen.

Auf meinem Miditower installierte ich parallel zu dem bereits vorhandenen Debian 3.1 den RC 1 von Windows Vista. Um Linux mit dem neuen Microsoft-Bootloader zu starten, bin ich teilweise anders vorgegangen, als in Ihrem Artikel beschrieben:

  • Schritte 1 und 2 wie im Artikel (Image der ersten 512 Byte der Linux-Partition erzeugen und in das Windows-Wurzelverzeichnis kopieren),
  • dann von einer Windows-XP-Installation eines beliebigen Rechners die Dateien boot.ini, ntldr und ntdetect.com kopieren und in das Vista-Wurzelverzeichnis einfügen,
  • und schließlich die Datei boot.ini im Texteditor wie folgt anpassen:
[boot loader]
timeout=30
default=c:\linux.img
[operating systems]
c:\linux.img="Debian 3.1"

Diese Vorgehensweise erspart die recht umständliche Arbeit mit dem neuen Tool Bcdedit. Rainer Hennebach

TeXmacs kann viel mehr

LinuxUser 11/2006, S. 50: Der Artikel zu TeXmacs hat eine der wichtigsten Eigenschaften von TeXmacs leider nicht verdeutlicht: Eine integrierte Sitzung mit einer Shell, Gnuplot oder Tools wie Giac: Dabei handelt es sich um ein sehr vielfältiges Computeralgebrasystem, das mehrere Emulation etwa für Mupad, Maple oder TI89 anbietet (http://www-fourier.ujf-grenoble.fr/~parisse/).

So kann man – nur ein Beispiel für die vielen Möglichkeiten – einfach folgende Befehle in einzelnen Zeilen eingeben:

"int(sin(x),x); ?
solve(a*x^2 +b*x+c=0,x); ?
plot(sin(x),x)"

Prof.**C.**Schmit

LinuxUser: Mit dieser Möglichkeit beschäftigt sich der Abschnitt “Quellcode interaktiv” des Artikels, der die Sitzungsfunktion von TeXmacs allerdings tatsächlich nur kurz anreißt.

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