Online-News & Magazine

Aus LinuxUser 04/2001

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Linux Users Online

Fortschritt ist nicht aufzuhalten. So verändern sich halbjährlich auch die Distributionsnummern nach oben. Mit der SuSE 7.1 ist nun die aktuellste SuSE-Distribution mit dem neuen Kernel 2.4 auf dem Markt (siehe Distributionstest in dieser Ausgabe). Aufgrund der Vielzahl an Distributionen ist der Griff zur “richtigen” Distribution oftmals gar nicht so einfach. Welche Linux-Distribution zu wem passt, wird mit unterschiedlichsten Argumenten ausgefochten. Wer dabei zusätzliche konkrete Entscheidungshilfe benötigt, der wird unter der hier vorgestellten Site http://www.pro-linux.de/berichte/ fündig.

Linux Test

Der Einsatz des Linux-Betriebssystems auf dem eigenen PC will wohl überlegt sein. Ob dieses Betriebssystem tatsächlich zu mir passt und meine Aufgaben erledigen kann, sollte vorab abgewogen werden. Zu diesem Zweck gibt es die Site http://www.linuxtest.de: Hier kann über einen einfachen Zugang Linux getestet werden, ohne es zuvor auf dem eigenen Rechner installieren zu müssen. Neben dem reinen Test des Betriebssystems kann dieser Zugang aber auch dafür genutzt werden, um von überall auf ein vorhandenes Linux-System zugreifen zu können. Selbst auf individuelle Daten muss man nicht verzichten: Diese können zusätzlich via Samba-Server abgelegt werden. Auf der Site ist außerdem ein Forum integriert, in dem man sich aktiv mit anderen Anwendern über Linux austauschen kann. Der FAQ-Bereich bietet allerdings nur wenige Einträge, die bei einem Linux-Neuling sicher nicht sofort zur gewünschten Lösung seines Problems führen. Die Nutzung eines eigenen Desktops über das Internet wird durch den Start eines Java-Applets auf dem jeweiligen Rechner realisiert; dabei dient dieses Applet als X-Server. Benutzername und Passwort für die Anmeldung werden übrigens nach vorheriger Registrierung per E-Mail verschickt.

Distributionsvergleich

Der Web-Auftritt von Pro Linux hat sich in der Vergangenheit immer wieder als hervorragende Informationsquelle für topaktuelle Linux-News hervorgetan. Auch im Bereich der Distributionen bietet Pro Linux ein besonderes Info-Angebot. Unter dem Stichwort “Berichte” können die verschiedensten Testberichte zu einzelnen Linux-Distributionen nachgelesen werden. Interessant ist dabei, dass sich unter der angegebenen URL sogar ein kleines Archiv zu den gängigen Ditributionen verbirgt. So kann nicht nur ein Vergleich zwischen den aktuellen Distributionen gezogen werden, sondern es können auch Entwicklungen aus Berichten zu vorherigen Versionen nachvollzogen werden. Die Berichte haben allesamt ein sehr hohes und gutes Niveau. Dabei erhält man nicht nur einfach Leistungsdaten in einer Aufzählung aneinandergereiht, sondern die einzelnen Distributionen werden ausführlich besprochen. Meines Erachtens hat man mit dieser Informationsquelle eine weitere gute Entscheidungshilfe für den Einsatz der einen oder anderen Distribution. Leider waren einige Dokumente zu bestimmten Distributionsnummern in der Berichtliste zeitweise nicht verfügbar.

#LinuxGER

Wer schnell Kontakt zu anderen Anwendern aufbauen möchte, der nutzt im Internet den sogenannten IRC. (Internet Relay Chat, siehe IRC-Artikel im LinuxUser 03/2001). IRC ist ein Kommunikationssystem ,welches von verschiedenen Benutzern gleichzeitig genutzt wird. Dabei meldet sich jeder Teilnehmer mit einem Pseudonym an. Die einzelnen Teilnehmer können sich dann auf sogenannten “Kanälen” in Gruppen oder individuell über bestimmte Themen unterhalten. Auf der Site linuxger.de bekommt man einen Einblick in die verfügbaren Linux-IRC-Kanäle und lernt, welche Verhaltensregeln beim Chatten zu beachten sind. Außerdem erhält man Informationen darüber, welche Linux-Kanäle derzeit besonders attraktiv sind, weil sie nicht hoffnungslos überlaufen sind. Unter dem Link “Regulars” auf der Site haben sich einige Teilnehmer inklusive Nickname “geoutet”: Über die angebene E-Mail-Adresse kann jederzeit Kontakt aufgenommen werden. Natürlich ist nicht jeder Beitrag im IRC so, dass man daraus direkt einen Nutzen ziehen kann. In der Diskussion mit anderen ergeben sich aber viele Antworten auf offene Fragen.

Linux-Lessons

Wer sich für den Einsatz von Linux entscheidet, der ist froh , wenn er am Anfang ein paar Hilfen und Tipps für eine reibungslose Installation und Konfiguration erhält. Mit den fortschreitenden Versionsnummern steht insoweit in den gängigen Distributionen immer mehr Komfort bei der Installation zur Verfügung. Das erste Editieren einer Datei mit einem Standard-Editor, beispielsweise das Anpasssen der rc.config bei SuSE, ist doch nicht so einfach. Ein Training, um Linux kennenzulernen, kann man über die hier vorgestellte URL absolvieren. Voraussetzung ist nur, dass man sich für den Kurs registriert, sich in eine Mailingliste eintragen lässt und das Textbuch zur Verfügung hat. Dieses kann übrigens unter http://metalab.unc.edu/LPD/LDP/gs/gs.html eingesehen werden. Um den Lektionen zu folgen, reicht aber auch jedes andere Installationshandbuch. Neben den guten Tipps und der Unterstützung aufgrund der Mailingliste zieht man einen großen Nutzen aus den einzelnen Unterrichtsstunden. Einziger Nachteil: Das Ganze findet in englisch statt. Auf der Startseite erhält man umfassende Informationen zu Inhalten und dem Zweck des Trainings.

Window Themes

Wer seinen Desktop häufiger sieht als seine Familie, der möchte zumindest ein angenehmes Motiv, ein Hintergrundbild auf seinem Bildschirm sehen. Unter der hier vorgestellten URL befindet sich genau eine solche Galerie mit verschiedenen Hintergrundmotiven. Über einzelne Kategorien kann zu den einzelnen Motiven hin navigiert werden. Die dargestellten Motive besitzen alle die Möglichkeit, durch Anklicken vergrößert zu werden, um sich so genauer über die Darstellungen zu informieren. Zusätzlich gibt es weitere Informationen zum Autor des Motivs und wann dieses eingestellt wurde. Selbstverständlich lassen sich die als tar.gz gezipten Archive jederzeit auch downloaden. In der Link-Liste im oberen Frame findet man zusätzlich einen Link zu einem Forum, in dem immer wieder neue Beiträge zu den Motiven eingestellt werden. Das “wm” in der URL steht übrigens für Window Maker, einen X11 Window Manager.

Pingus

Wer sich nach der Installation und Anpassung seiner Linux-Distribution etwas entspannen möchte, dem empfehle ich Pingus: Das Spiel-Prinzip ist das gleiche wie beim bekannten Spiel Lemminge – statt kleiner Lemminge treten hier Pinguine dutzendfach auf. Unter der angegeben Site, die sich aber noch im Aufbau befindet, gibt es einen News-Bereich, der über einzelne Funktionen und Portierungen von Pingus berichtet. Neben diesem News-Bereich, der schon zahlreiche Informationen bereithält, gibt es einen oberen Frame, der mehrere Inhalte bereithält: Über den Link zu den Screenshots besipielsweise erhält man weitere Eindrücke vom Spiel. Außerdem werden hier die einzelnen Pinguine mit ihren jeweiligen Sonderfunktionen beschrieben. Im Development-Bereich erhält man eine Anleitung, wie man sich selbst ein neues Pingus-Szenario aufbauen kann. Natürlich fehlt auch nicht der obligatorische Link zum Download von Pingus. Neben dem gepackten tar.gz-Archiv für Linux gibt es dort auch eine Windows-Version. Als RPM-Paket ist Pingus für die Mandrake-Distribution verfügbar; zusätzlich gibt es seit neuestem auch eine Version für Power-PCs. (Linux PPC)

Neues Treiberpaket von Turboprint

Rechtzeitig zur CeBIT ist die endgültige Version von TurboPrint erhältlich. Es enhält ein erweitertes graphisches Konfigurationsmenü, das nun auch eine Drucker-Toolbox bietet (Düsenreinigung, Ausrichtung, Tintenstand, etc.). Neu sind auch die HTML-Online-Dokumentation sowie weitere Druckertreiber für die aktuellsten Modelle von Canon, Epson und HP. Auf einer Feedback-Seite können Wünsche für weitere Treiber übermittelt werden.

TurboPrint ist ein neues Treiberpaket für Linux, das auf den bisherigen Linux-Drucker-Treiber-Standards aufbaut (z. B. Ghostscript). Entwicklungsziele waren vor allem hochwertige Drucke bis hin zu Fotoqualität sowie möglichst einfache Bedienung. Alle Leistungsmerkmale der Drucker werden unterstützt, wie z. B. Spezialpapiere und -formate, Fotodruckköpfe und höchste Druckauflösungen. Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe sind individuell zu regeln. Auch die Einrichtung von Netzwerkdruckern ist komfortabel möglich.

TurboPrint enthält unter anderem ein von IrseeSoft entwickeltes Color-Matching System (“TrueMatch”) zur farbgetreuen Wiedergabe, unter Berücksichtigung der jeweils verwendeten Papiersorte (Anpassung an Spezialpapiere).

Das Konfigurations-Werkzeug von Turboprint unterstützt einen Administrator-Modus und einen User-Modus. Im Administrator-Modus können neue Drucker hinzugefügt und eingerichtet werden. Diese stehen dann allen Anwendern zur Verfügung. Jeder User kann darüber hinaus seine Einstellungen individuell abändern und dauerhaft speichern.

Das Programm liegt als Tar-Archiv vor, das vom Benutzer ausgepackt und mittels einer Installation-Routine auf das System aufgespielt werden muss. Die Software ist dynamisch gegen die Gtk-Bibliothek 1.2 gelinkt.

TurboPrint für Linux kann als Free Edition kostenlos vom Server http://www.turboprint.de heruntergeladen werden – diese bietet fast die komplette Funkionalität. Für eine Lizenzgebühr von DM 39,- kann man sich registrieren lassen, dann stehen auch Farbprofile für Spezialpapiere zur Verfügung.

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