Wer sagt, dass Klatsch und Tratsch in einer Linuxzeitschrift keinen Platz haben? K-splitter plaudert Monat für Monat aus dem KDE-Nähkastchen, posaunt Neuigkeiten aus der K-Welt aus und schaut hin und wieder neugierig hinter die Kulissen.
Immer wieder hört man den Vorwurf, dass Linux ja gut und schön sei, aber für Spiele-Freaks nun so gar nichts zu bieten habe. Grund genug, uns in dieser Ausgabe der Splitter einmal ein wenig näher mit den KDE-eigenen Spielereien zu beschäftigen. Wer sich die volle Packung der 1.1.2er Version gegeben hat, findet unter dem K-Menü-Punkt Spiele ja schon so manches Spielchen für laue Stunden, doch auch abseits dieses Pfades gibt es noch diverse Perlen, von denen wir Ihnen im Folgenden eine kleine – wie immer sehr subjektive – Auswahl vorstellen wollen.
Alte Bekannte im neuen Gewande
Kmahjongg ist zwar schon im Spiele-Paket integriert, doch in diesem ganz speziellen Fall lohnt sich dennoch ein Update auf die Beta-Version, welche sich unter http://freeweb.dnet.it/kmj/index3.html finden lässt. Die neue Version kommt beispielsweise mit einem Board Editor daher, mit dem sich recht schnell neue, ganz persönliche Spiele-Layouts entwerfen lassen (Abbildung 1). Wählen Sie dazu einfach Bearbeiten–>Board Editor in der KMahjongg-Menüleiste, und klicken Sie sich Ihr Traumlayout zusammen.
Wem das zu mühselig ist, der kann sich unter http://freeweb.dnet.it/kmj/layout.zip vorgefertigte Layouts herunterladen und diese dann im Verzeichnis /usr/share/apps/kmahjongg/pics (Red Hat) oder /opt/kde/share/apps/kmahjongg/pics bei SuSE entpacken. Die neuen Spiele-Layouts lassen sich danach komfortabel mit einem Vorschau-Monitor via Datei–>Open Layout laden (Abbildung 2). Übrigens finden sich auch neue Tilesets, oder besser gesagt Spielsteine auf der Homepage des Autors. Wer damit ein wenig herum experimentieren möchte, muss sich nur einen der Spielsteinsätze (z.B. http://freeweb.dnet.it/kmj/Mod_pattern.zip) herunter laden und die darin enthaltene Datei statt der Endung .bmp mit einem .tileset versehen. Diese steckt man dann in das gute, alte pics-Verzeichnis. Ihr neues Tileset steht danach sofort unter Datei–>Open Tileset zur Auswahl zur Verfügung.
Besonders nett sind die fertigen Themes wie z.B. pirates, die Sie unter Datei–>Open Theme finden. Hier hat der Autor Layout, Tileset, Icons und Background bereits fertig aufeinander abgestimmt für Sie vorbereitet, so dass Sie sich ohne weitere Klickerei nur noch ins völlig andere Mahjongg-Vergnügen stürzen müssen (Abbildung 3).
“Hau den Lukas”…
…oder besser gesagt “Stopp Bill” heißt das Motto von kBill. Fassen Sie sich also ein Herz, besorgen Sie sich den XBill-Klon unter http://www.linuxburg.net/kdehtml/adnload/berglinkdedlkbillppc.html, und retten Sie mit diversen Mausklicks die Computer dieser Welt vor Sie wissen schon wem (Abbildung 4).
Gefräßig
Dem Einen oder Anderen sicherlich noch aus lange zurückliegenden Gameboy- oder Arcaden-Zeiten bekannt vorkommen dürfte der nächste Gutelaune-Macher der KDE-Spielefamilie. Besorgen Sie sich KPacman (Abbildung 5) unter ftp://ftp.kde.org/pub/kde/stable/latest/apps/games/, und zeigen Sie danach Ihren Gegnern Blinky, Pinky und Inky, was eine Harke ist. Ein Eintrag unter Spiel–>Ruhmeshalle sollte Belohnung genug sein.
Seifenblasen
… müssen Sie bei KBubbles zwar nicht platzen lassen, aber beseitigen sollten Sie die bunten Kugeln schon. Das Spielchen unter http://hem1.passagen.se/~tonybj/kbubbles/kbubbles-0.8.6.tar.gz lässt sich vollständig via Tastatur bedienen. Starten Sie ein neues Spiel mit einem S, bringen Sie Ihre Kugelkanone mit den Cursor-Tasten in Stellung, und versuchen Sie, damit die farblichen passenden “Bubbels” zu treffen, um die Kugeln zum Verschwinden zu bringen. So leicht die ersten Levels zu sein scheinen, später gilt es, gegen die Uhr aus allen Rohren zu feuern (Abbildung 6).











