*.DE Mail Kostenlos….

Pesthörnchen

*.DE Mail Kostenlos….

Alles was Sie brauchen ist Ihr Personalausweis und ab zur Post. Dort bekommt Mensch dann eine Mailadresse a la : vorname.nachname@epost.de Jaja, wenn so einfach wäre. Und vor allen Dingen Kostenlos ist nur die Registrierung. Es kostet Sie Ihre Daten! Und wenn Persönliche Daten nichts kostbares ist, was dann?

Was unterscheidet „De-Mail“ vom Online-Brief?

Unter dem Dach von „De-Mail“ sollen staatlich geprüfte Provider allen Privatpersonen, Firmen und staatlichen Organisationen und darunter auch den Kommunen E-Mails auf einem definierten Sicherheits- und Datenschutzniveau anbieten.

Die privaten Provider sollen durch das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ geprüft und akkreditiert werden. Diese müssen strenge Auflagen in den Bereichen IT-Sicherheit und Datenschutz erfüllen und die technische Zusammenarbeit mit den Anbietern nachweisen, die ebenfalls „De-Mail“-Dienste anbieten.

Jede Privatperson, Firma oder Kommune soll dann bei einem akkreditierten Provider ein „De-Mail“-Postfach eröffnen können. Voraussetzung hierfür soll dann eine sichere Identifizierung durch Dokumente wie bei der Eröffnung eines Bankkontos sein, z.B. einen gültigen Personalausweis, Eintragung in Gewerbeverzeichnisse.

Sicherheitsanforderungen?!

Durch diese Identifizierung sollen dann, so die Vorstellungen der Bundesregierung, die Kommunikationspartner eindeutig bestimmbar sein. Der Versand von Nachrichten mit Anhängen, z.B. Bescheiden, Widersprüchen oder Klagen per „De-Mail“, läuft technisch über gesicherte Kommunikationskanäle. Diese Nachrichten sollen vor dem Mitlesen und vor Veränderungen durch Dritte geschützt sein. Auf Wunsch erhält der Absender dann eine beweiskräftige Bestätigung über den Zugang der Post auf sein „De-Mail“ Konto. Die Bekanntgabe von Behördenentscheidungen mittels „De-Mail“ soll dann neben der elektronischen Bekanntgabe nach § 3a VwVfG stehen.

Der Online-Brief der Post AG erfüllt diese Voraussetzungen aber nicht!

Weil das „Bürgerportalgesetz“ noch nicht verabschiedet wurde und der „Online-Brief“ der Post AG auch nicht die Kriterien der qualifizierten Signatur nach dem Signaturgesetz erfüllt, ist er keine nach den Vorschriften des Verwaltungsrechts zugelassene Form der Bekanntgabe. Deswegen empfehlen ich, dies zu bedenken, bevor Sie sich für den „Online-Brief“ der Deutschen Post AG entscheiden. Sie können mit dem „Online-Brief“ Verwaltungsentscheidungen (noch) nicht wirksam elektronisch zustellen.

Alternativen die funktionieren und wirklich noch Kostenlos sind, gibt es!

Ein ROOT Zertifikat von CA-Cert. (1) für Ihren Server. Und GNUPG (PGP für Windows) Verschlüsselung für Ihren Desktop PC. (2) Mit einem GNUPG Schlüsselpaar können Sie Verschlüsselte Dateien unterschreiben. Oder auch PDF Dateien Signieren. Verzeichnisse auf dem PC Verschlüsseln und vieles mehr.

Warum also diese E-Pest?

Na, schauen Sie sich doch mal die Preise an ;) (3) Es gab schon einmal den Versuch E-Mail zum Bezahldienst zu machen. Es geht um viel, sogar um sehr viel Geld. In Deutschland werden pro Jahr ca. 17,5 Mrd. Briefsendungen im lizenzpflichtigen Bereich (gewerbsmäßige Beförderung von Briefsendungen bis 1.000 g) verschickt. Der Anteil der Briefsendungen unter 50 g am Gesamtumfang von 17,5 Mrd. beträgt ca. 75 %.

Der Hauptumsatz fällt auf die Deutsche Post AG. Kein Wunder, dass diese die Bestrebungen der Bundesregierung zur Einführung des Bürgerportals „De-Mail“ argwöhnisch verfolgt. Im Herbst will der Bundestag ein „Bürgerportalgesetz“ verabschieden und damit die Grundlage für das Bürgerportal „De-Mail“ schaffen.

Das bringt die Post AG unter Zugzwang!

Der DP AG drohen somit erhebliche Umsatzeinbußen. Daher geht sie nun in die Marketing Offensive und bietet der Wirtschaft, den Verwaltungen und den Bürgern einen kosten versteckten „Online-Brief“ an. Früher oder später wird dann ganz auf Papier verzichtet. Und einige Bürger werden dann schlicht kein Geld mehr haben. Es mangelt an den technischen Ressourcen oder es fehlt schlicht das Know How um noch Eingaben machen zu können. Ein weiterer Schritt in die Digitale Abhängigkeit.

LINKS:

(1) http://www.cacert.org/policy/CAcertCommunityAgreement.php

(2) http://www.gnupg.org/

(3) https://adresse-sichern.epost.de/epostbrief-kosten

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max.
15 Jahre her

finde ich witzig, dass die standardbriefgroesse 20 MB betraegt. Hat sich wohl ein beamte ausgedacht, weils bei den briefen 20 g sind : -)

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