Im Codec-Dschungel

Aus Ubuntu User 02/2009

Im Codec-Dschungel

Ob im Mediacenter oder auf dem iPod: Um das verwendete Dateiformat machen Sie sich auf Windows- oder Apple-Computern kaum mehr Gedanken. Linux spielt bestimmte Videos und Audiodateien meist erst nach manuellen Eingriffen.

Landen Video- oder Musikdateien auf Ihrem Desktop, starten ein Doppeklick auf diese in der Regel das passende Abspielprogramm. Unter Ubuntu 9.04 erledigt Totem den Job – und fällt auf einem frisch installierten System sehr wahrscheinlich auf die Nase. Von Hause aus spielt die Distribution ausschließlich freie Dateiformate ab, wie beispielsweise den MP3-Konkurrenten Ogg/Vorbis. Probleme bereiten hingegen vor allem exotische Kollegen aus der Windows-Welt. Haben die Totem-Entwickler hier geschlampt? Im Gegenteil: Im Laufe der Jahre haben viele kluge Köpfe noch mehr unterschiedliche Dateiformate erfunden – mit zum Teil äußerst lustigen Namen. Die haben sie dann meist wenig bis gar nicht gut dokumentiert. Für die Entwickler von Abspielprogrammen wäre es daher eine unglaublich aufwändige Arbeit, jedes Format in ihre Software zu integrieren. Daher bauten die Totem-Macher ihr Programm modular auf.

Lego-Kasten

Was sich Totem nennt, ist eigentlich nur eine grafische Oberfläche für die ebenfalls modular aufgebaute Multimedia-Software Gstreamer. Die lernt die verschiedenen Dateiformate wiederum über Plugins kennen. Jedes Plugin enthält dabei einen so genannten Codec. Wie das Akronym für COdierer / DECodierer schon andeutet, handelt es sich dabei um ein Stück Software, das Video- oder Audiodaten von einem in ein anderes Format umwandelt.

Möchte Totem beispielsweise eine MP3-Datei abspielen, reicht er die Datei an Gstreamer weiter. Dieser kramt im eigenen Fundus nach einem Plugin, das sich um MP3-Musik kümmert. Mit Hilfe des darin enthaltenen Codecs wand...

[...]

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3 Kommentare
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S.Haberäcker
16 Jahre her

Wisst ihr was ich nach wie vor ne Sauerei finde?
Das sich die Linux- Gemainschaft immer noch so schwer tun muss, “Kopiergeschütze DVD ‘s ” unterstützen zu dürfen !

Wo bleibt da mal wieder die Gerechtigkeit der Betriebssysteme auf dem Mark?

Trurl
16 Jahre her

Also ich verstehe die Aufregung nicht.

Einfach die Paketquellen von medibuntu.org in Synaptic integrieren. Wie man das macht steht hier:
https://help.ubuntu.com/community/Medibuntu

Und danach einfach das Paket “non-free-codecs”. Dann lassen sich alle Videoformate mit Totem abspielen. Wenn man Totem-Xine benutzen will, deinstalliert man das Paket “Totem” (nur dieses!) und installiert “Totem-Xine”, dann ist Totem-Xine der Standardplayer und auch über das Menü zu erreichen.

Also alles ganz einfach. Sich unter Windows die ganzen Codecs zusammenzusuchen finde ich deutlich mühsamer.

ma rch
16 Jahre her

Es gibt als günstigere Alternative zu LinDVD den Fluendo DVD Player s. auch http://wiki.ubuntuusers.de/Fluendo_DVD_Player

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