ForumWelches Motherboard mit am2+ Sockel für Debian?
Klaus Trompla – Freitag, 03. April 2009 22:20 Uhr

Hallo,
ich möchte mir einen leistungsfähigen Desktop für die Bildbearbeitung bauen mit NVidia Graphikkarte. Sollte 1920×1200 können und einen 2. TFT mit kleinerer Auflösung ansteuern können (vermutlich würde ein integrierter Grafikchip keine 2 DVI-Ausgänge haben?). RAM möglichst bis zu 16 GB (mindestens 8GB). Mit Firewire, mindestens 4 SATA-Anschlüssen (besser 6) für ein Software-RAID, IDE für Startdisk, sSATA für externe Festplatte, möglichst Onboard Gbit-LAN (schön wäre mit WOL-Funktionalität) und funktionierendem Onboard-Soundchip.
Als Prozessesor soll ein Phenom II X4 werkeln. Overclocking- und Gamer-Eigenschaften benötige ich nicht.

Da ich ein stabiles Board suche ist der Preis erstmal Nebensache (aber < 250,--) Welches Board würdet ihr vorschlagen (sollte aber noch kaufbar sein)?

2 Antworten
Daniel Gultsch – Montag, 06. April 2009 23:35 Uhr

Eine konkrete Empfehlung kann ich dir nicht geben da ich mich selber nur einigermaßen mit 771, 775, A und den Centrino 2 (wie heißt der Sockel dafür eigentlich?) auskenne. Aber da dir bisher niemand geantwortet hab will ich mal ein paar allgemeine Sachen loswerden. Dir geht es wahrscheinlich um die Linux Unterstützung der Onboard Komponenten. Da würde ich mir sehr wenig sorgen machen. Mitlerweile werden so gut wie alle (onboard) sound chips unterstützt. Gleiches gilt für die Gigabit Karte. WOL kann auch jedes moderne Bios. Software Raid ist ja eh kein Problem. Das gesagt, guck dir doch einfach mal die Bewertungen bei den großen PC Händlern an (*hust* alternate) Um zwei Monitore anzuschließen würde ich mir ne billige PCIe Karte holen. Die Onboard karten können zwar zwei Monitore (wie zum Beispiel die neue Intel, aber ein Board zu finden das zwei Anschlüsse nach drausen legt dürfte schwierig sein. (Obwohl technisch möglich) Warum es unbedingt ne Nvidia sein muss? Naja musst du wissen.
7 SATA 6 interne + 1 eSATA zu finden wird glaub ich unmöglich sein. Die größten Boards die ich gefunden hab (ein Intel 771er) hatte 5 SATA + 1 eSATA (die meisten nur 4 SATA)

Lars G. – Dienstag, 07. April 2009 20:27 Uhr

Hallo Klaus,
eine Empfehlung aus Erfahrung kann ich nicht geben. Aber da ich bisher mit meinen ASUS- Mainboards immer sehr gut zurecht kam, liegt es nah eins von diesem Hersteller vorzuschlagen. Zum einem liegen Boards von diesem Hersteller zum Teil Treiber für Linux bei und zum anderen sollten die Komponenten von dem ausgesuchten Board alle ohne Probleme erkannt werden. Hier also mein Tip:
ASUS M4A79 Deluxe Sockel AM2+ Chipsatz: 790FX
16 GB RAM, 6 x SATA, davon 1 x eSATA, Firewire, GB-LAN (WOL sollte jedes aktuelle Board können)

Preis um die 155 Euro

Viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Lars

Hallo – Dienstag, 07. April 2009 20:57 Uhr

Ich habe früher auch schon ASUS-Boards verbaut. Nachdem ich mal 2 gefälschte bekam, habe ich wieder die Finger von ASUS gelassen. Derzeit bin favorisiere ich von Gigabyte das GA-MA780G-UD3H, welches den 780G hat (zwar nicht den 790, aber einer der von Linux unterstützt wird). Vom M4A79 Deluxe habe ich noch nicht einen positiven Kommentar, das alle Komponenten unterstützt werden. Hast du es unter Linux laufen? Erfahrungen würde ich gerne abtanken wollen. Bezogen auf den Chipsatz habe ich bez. auf Linux auch kritische Töne gehört (in dem Sinne, das die Linux-Unterstützung noch nicht optimal ist, Was immer das auch heißen mag). Bezogen auf LAN (gut, kann man durch eine billige LAN-Karte lösen), Sound (???), Firewire (?) habe ich noch meine Zweifel. Wäre das erste neue Board was unter Linux noch keine Zicken macht.

Bezogen auf die ursprüngliche Aufgabenstellung will ich nun meinen Raid-Anteil als Fileserver auslagern (auf ASUS Asus M2A-MX). Als Nebeneffekt laufe ich damit nicht in die Gigabytefalle mit dem Dual Bios von Gigabyte, die Datenverluste auf Platten => 1 TB bzw. auf Raid-Systemen zur Volge haben kann. Nebenbei ist Gigabyte fast um 50 % billiger (gut bei einem anderen Chipsatz), wird aber als leistungsstark von zB. auch der C’t “gelobt”.
Wie gesagt, beim M4A79 Deluxe würde ich die Unterstützung von Lenny brauchen (ohne eigenen Kernelbau, um den Pflegeaufwand klein zu halten).

mfg
Klaus

Lars G. – Mittwoch, 08. April 2009 16:14 Uhr

Hallo Klaus,

Da der 790 FX Chipsatz nun auch nicht mehr neu ist, und dieser schon anfang letzten Jahres unter verschiedenen Linux-Distributionen erfolgreich getestet wurde, gehe ich davon aus, dass er unter Lenny keine Probleme machen wird. Auch der GB-LAN Controller ist nicht so neu und wird wahrscheinlich funktionieren. Beim Onboard Audio Chip bin ich mir da leider auch nicht so sicher, ich habe meinen ALC 1200 Mitte letzten Jahres nicht zum Geräusche machen überreden können und ihn einfach deaktiviert und gegen eine PCI-Karte von Terratec (C-Media Chip), welche ich noch im Schrank hatte, ersetzt. Seitdem hat sich da aber sicher auch was getan. Bleibt noch Firewire. Da ich kein Firewire benötige, habe ich das auf meinem Board mit AMD 780 Chipsatz noch nicht testen können. Da hilft aber etwas Internetrecherche sicher auch weiter. Wie gut die allgemeine Hardwareunterstützung unter Lenny ist, weiß ich nicht. Also hilft es am Ende nur, ein älteres Board zu wählen, wo die Phenom II Unterstützung ungewiss oder eingeschränkt (Energie sparen) ist oder es einfach zu probieren und eventuell mit ein paar PCI-Komponenten (Audio/Firewire) nachzuhelfen .

Mit freundlichen Grüßen

Lars