ForumFonic Surfstick unter open Suse 10.3
Hanno Breese – Dienstag, 31. März 2009 22:38 Uhr

Hallo ihr Profis,
Ich bin ein absoluter anfänger in der Linux welt und versuche einen Fonic Surfstick unter open Suse 10.3 zum laufen zu bringen.
ich habe bereits diverse kommentare zum thema über diverse suchmaschienen gesucht und gelesen, stehe aber immer noch dumm da.
Was ich nun verstanden habe, ist das ich umtsmon brauche habe es allerdings nicht als rpm paket finden können. Außerrdem habe ich gelesen das ich evtl. usb_modeswitch brauche.
Ist jemand so nett und schreibt mir eine “to do list” (Rechner einschalten könnt ihr weglassen aber dann fängt es schon an ;-) ) für vollidioten? Vielleicht gibt es sie ja bereits und jemand kann mir den link senden.
Ich bin für jeden Tip dankbar!!!!!

1 Antwort
Heinz-Stefan Neumeyer – Mittwoch, 01. April 2009 00:17 Uhr

Hallo Hanno

ich kopiere Dir einfach mal her, was ich im Oktober für einen anderen Zweck mal zusammengestellte habe:

Vorbereitung:
————-

Zur Nutzung müssen einige Dinge besorgt und installiert werden:

1.
usb_modeswitch

Das lädt man sich hier herunter

http://draisberghof.de/usb_modeswitch/

Das dort erhältliche Paket “usb_modeswitch-0.9.4.tar.bz2” hat mehrere Dateien
zum Inhalt. Benötigen tun wir daraus nur die Dateien “usb_modeswitch” und
“usb_modeswitch.conf”.
Mit root-Rechten wird “usb_modeswitch” nach /usr/local/bin kopiert und
“usb_modeswitch.conf” nach /etc
Änderungen sollten daran nicht nötig sein.

2.
umtsmon

SuSE hat das (zumindest bei SuSE 11) bereits als rpm-Pakte auf der
Installations-DVD dabei. Auch für Mandriva gibt es Pakete. Damit ist die
Installation einfach erledigt.
Wie es mit Ubuntu aussieht weiß ich nicht genau. Für Debian stable gibt es auf
jeden Fall nicht fertiges. Man ist auf das hier angebotene angewiesen

http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=159777&package_id=179566&release_id=629022

Das läßt sich aber ohne weiteren Aufwand in Betrieb nehmen. Einfach nach
/usr/local oder direkt ins /home entpacken.

(Am Freitag Abend war der Download von umtsmon allerdings extrem nervig, ist bei
einer Paketgröße von nur 342 kb mehrmals abgebrochen)

usb_modeswitch einrichten:
————————–

1.
Produkt-Kennung ermitteln

Das Problem bei dieser Art von Hardware ist, daß unter Linux das eigentliche
Modem nicht so ohne weiteres erkannt wird. Für das System ist der Surf-Stick ein
“ganz normaler” USB-Speicher. Es muß erst in den “Daten-Modus” umgeschalten
werden.
Das kann man per Befehl machen. Eleganter und auf die Dauer weniger aufwendig
ist es aber, das über eine UDEV-Rules zu automatisieren.

Dazu muß als erstes die “Produktkennung” (Vendor-ID & Product-ID) ermitteln
werden.
Bei angeschlossenen USB-Stick gibt das der Befehl lsusb aus. Bei mir lautete
diese

Bus 001 Device 003: ID 12d1:1001 Huawei Technologies Co.

Es ist also
Vendor-ID = 12d1
Product-ID= 1001

2. UDEV-Regel bauen

Auf der Basis dieser Angaben läßt sich jetzt eine UDEV-Regel schreiben. Dazu
erzeugt man mit einem beliebigen Editor eine Text-Datei, die folgende Zeile
enthält

SUBSYSTEM==”usb” SYSFS{idProduct}==”1001″, SYSFS{idVendor}==”12d1″, RUN+=”usb_modeswitch -v 12d1 -p 1001 -d1 -H1″

(Ergibt die lsusb-Abfrage andere Vendor- und Product-ID, das entsprechend
anpassen)

Diese Textdatei wird unter dem Namen 99-umts.rules unter

/etc/udev/rules.d/ (Debian+SuSE)

gespeichert. Der Name der Regel ist im Prinzip “ad libitum” – sollte aber immer
mit einer 99 beginnen, da UDEV seine Regeln von “…oben nach unten…”
abarbeitet
Diese Regel bewirkt, daß nach dem einstecken das Sticks zuerst das
USB-Storage-Modul ( -d1 ) entladen und anschließend in den Datenmodus
umgeschalten ( -H ) wird.

umtsmon
——-

umtsmon erfordert im Prinzip keine weiteren Arbeiten. Ich habe aus Macht der
Gewohnheit umtsmon nach /usr/local gelegt und dann nach /usr/bin verlinkt. Da
läßt es sich in der Konsole mit dem Befehl

umtsmon

aufrufen. Allerdings fordert es dann root-Rechte ein. Liegt es im /home, könnte
es evtl. auch ohne gehen – aber das habe ich nicht mehr geprüft.

umtsmon erklärt sich im Prinzip selbst, ist aber in einem recht kuriosen
deutsch-englischen Kauderwelsch gehalten.
Nach dem ersten Aufruf werden u.a. die PIN und die Zugangsdaten des Providers
abgefragt und in einem Profil dauerhaft gespeichert. Diese habe ich vom Besitzer
des Teils bekommen. Nach seiner Aussage werden die aber in den Unterlagen
mitgeliefert.
Es ist möglich, mehrere Profile für mehrere Provider anzulegen und die dann
später beliebig auszuwählen.

Nach der Eingabe und Bestätigung der PIN dauert es ca. 10 Sekunden, bis die
Verbindung steht.

Ich habe das mit Debian “Etch” probiert, aber es hat so auch auf einer 10.2er und einer 10.3er Susi funktioniert.

Hanno Breese – Mittwoch, 01. April 2009 19:28 Uhr

Hallo Heinz-Stefan,
ich schreibe diese Antwort über eine Verbindung mit dem Fonic Stick.
JUHU es hat also geklappt.
Der entscheidende Tipp war die usb_modeswitch Produktkennung.
Vielen Dank !!!

Heinz-Stefan Neumeyer – Donnerstag, 02. April 2009 00:35 Uhr

Hallo Hanno

Prima!!!

In kleinen Dingen bin ich immer ganz groß!!
Vor allen wenn es “nischt” kostet!

Kleiner Tip in eigener Sache:

Wenn Du noch mehr Fragen hast?
Die easy-linux-Mailingliste ist da ganz prima…
Einfach anmelden

http://www.easylinux.de/Kontakt/Mailinglisten/listinfo/suse

Gruß
Stefan