-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Liebe Kolleginen und Kollegen,
in einem aktuellen Vorfall wurden Linux Systeme in verschiedenen
Netzwerken kompromittiert und die Angreifer installierten ein Kernel
Rootkit u.a. zum Verstecken der Prozesse der Angreifer. Es wurden die
folgenden Dateien vorgefunden:
.p2rc Eine Art Init-Skript mit Alias-Definitionen u.a. zum
kopieren von Dateien mit fremden SSH-Schluesseln
.phalanx2 Ein Teil des Rootkits
.sniff Ein Logfile der Tastatureingaben
sshgrab.py Ein Skript zum Sammeln der .ssh-Verzeichnisse und
Shell Histories aller Benutzer sofern lesbar
Es sind aeltere Versionen eines Linux Kernel Rootkits Phalanx im Netz
zu finden. Bei der Datei .phalanx2 scheint es sich um eine neuere
Version dieses Rootkits zu handeln.
Die Einbrueche fanden ueber gestohlene SSH-Schluessel statt und wir
vermuten, dass auf diese Weise in weitere Systeme in anderen Netzwerken
eingebrochen wurde.
Anzeichen dafuer, dass dieses Rootkit in der gleichen Konfiguration
auf Ihrem System installiert wurde:
o Das Verzeichnis /etc/khubd.p2/ ist nicht per 'ls /etc' sichtbar
aber kann betreten werden.
o In /dev/shm/ liegen noch Dateien der Angreifer.
o Wenn Sie als Benutzer z.B. in /tmp ein Verzeichnis mit dem Namen
'khubd.p2' anlegen, so wird dieses nicht angezeigt, aber es kann
ebenso betreten werden.
Die Namen und Pfade des Rootkits koennen von den Angreifern allerdings
konfiguriert werden, so dass obige Tests fehlschlagen. Allgemeine
Anzeichen dafuer, dass dieses Rootkit installiert wurde:
o Es wurde ein Prozess mit der ID <PID> versteckt, so dass er nicht
durch 'ps' oder durch 'ls /proc' angezeigt wird. Der Prozess nimmt
allerdings noch Signale entgegen und das Verzeichnis '/proc/<PID'
kann betreten werden.
Unter dieser Mail finden Sie ein Skript, das allen moeglichen
Prozess-IDs ein Signal schickt, um eine Liste der tatsaechlich
laufenden Prozesse zu erzeugen. Fuer jede der Prozess-IDs in der
Liste wird dann ueberprueft, ob der Eintrag in /proc sichtbar ist.
Wir uebernehmen keine Garantie fuer das Skript! Evtl. wird ein
vorhandenes Rootkit nicht gefunden oder es werden faelschlich
andere Prozesse ausgegeben.
o Wenn in einem Verzeichnis '/pfad' ein Unterverzeichnis '/pfad/geheim'
versteckt wurde, ist der Link Count '/pfad' zu hoch. Ein Beispiel:
user@linux:/tmp$ ls -al | grep "^d"
drwxrwxrwt 7 root root 296 2008-08-01 15:05 .
drwxr-xr-x 32 root root 864 2007-12-23 12:58 ..
drwxrwxrwt 2 root root 72 2008-07-08 08:23 .font-unix
drwx------ 2 user user 80 2008-07-25 23:16 ssh-eToaww5944
drwx------ 2 user user 80 2008-07-08 08:24 ssh-wMQEEV1371
drwxrwxrwt 2 root root 72 2008-07-08 08:23 .X11-unix
user@linux:/tmp$
Da fuer dieses Verzeichnis 6 Verweise in Form von Verzeichniseintraegen
existieren, sollte der Link Count auch 6 sein und nicht 7.
Wir wuerden uns ueber Rueckmeldung an <cert@dfn-cert.de> freuen, wenn
Sie das Rootkit auf Ihrem System finden sollten.
Mit freundlichen Gruessen,
Andreas Bunten, DFN-CERT
#!/bin/bash
# Das Skript testet, ob es Prozesse im System gibt, die ein Signal annehmen,
# aber die nicht in /proc aufgelistet werden.
for PID in `seq 1 65535`; do
if kill -0 ${PID} 2>/dev/null
then
if ls /proc/*/task/*/cmdline | grep "task/${PID}/cmdline" >/dev/null
then
true
else
CMD=`cat /proc/${PID}/cmdline`
echo "PID ${PID} versteckt?! cmdline: '${CMD}'"
fi
fi
done
- --
Andreas Bunten (IRT), +49 40 808077-555
[1] /advisories/262/26258.txt
Viren und Rootkits kommen über Updates und CDs! Bei LibreOffice Datein, so wie Python scripte schleichen sich die Datein über die Softwareupdates bei Linux Mint ein. Man findet sie mit CLAM AV, und kann sich dann Manual löschen. ( Automatsch würde ich es nicht tun ) Auch schleichen sich viele Viren über PC Zeitschriften ein wie Linux Welt und Co. Man sollte die CDs erst scannen befor man sie sie an schaut, oder was daraus kopiert. Genau wie wenn man Rkhunter –check und CHKROOTKIT nutzt findet man erstaunlich Rootkits Rkhunter melder 6 Rootkits, CHKROOTKIT meldet nichts. Seid dem es kein… Mehr »
Hallo Georg,
ich würde Sie gerne auf unser Forum hinweisen: Wenn Sie Ihre Frage dort noch einmal stellen, werden deutlich mehr Leser auf Ihr Problem aufmerksam, als unter dieser doch schon recht alten Meldung.
Beste Grüße,
Tim Schürmann