Forum32 oder 64 #Bit-Version?
Raimund Schüler – Freitag, 23. Januar 2009 18:31 Uhr

Bin blutiger Anfänger und bisher Windows Nutzer. Möchte es mit easy Linux probieren. Meine erste Frage: Welche Version muss ich installieren?
Und dann: Kann ich mein Pocket-Pc mit Windows Mobile mit dem Meil-Programm von Linux abgleichen?
Für eine schnelle Anrwort oder Hinweis auf solche wäre ich sehr dankbar.
Gruß akrasch

1 Antwort
Dieter Drewanz – Freitag, 23. Januar 2009 20:31 Uhr

Ohne Hardwaredaten ist es etwas eine Ratespiel.
– Prozessor
– Speicher
– Grafikkarte
– Anzahl und Größe der Festplatten

Erst mal ist es wichtig zu wissen, ob Dein Rechner einen 32 oder 64bit Prozessor hat. Nur wenn es ein 64bit Prozessor ist, kannst Du die 64bit verwenden. Zweitens, ist es ein AMD oder INTEL Prozessor? Du kannst auf dem 64bit Prozessor auch die 32bit Version installieren.
Das einzige was Du dann einbüßt, ist etwas Geschwindigkeit. Für die 32bit Version gibt es mehr Treiber für die Hardware als bei 64bit. Das gilt vor allem für ältere Rechner und deren Komponenten. Es gibt vereinzelte Fälle, da kann es auch umgekehrt sein (mit 64bit Grafikkarte, 3D-Beschleunigung).

Ohne Softwareangaben ist es ebenfalls ein Ratespiel.

Wenn Du zufällig ein Mailprogramm verwendest, dass es unter Windows und Linux gibt, geht es. Was Du verwenden könntest, da muss ich passen und hoffe jemand anderes kann Dir einen Tip geben.

Und nun noch eine Empfehlung meinerseits:

Step 01:
Als blutiger Anfänger würde ich als erstes mir Linux von einer Live-Cd ansehen. Damn Small Linux, Knoppix und Suse Live-CD würde ich mal propieren.

Step02:
Ich würde mir eine Virtualisierungsumgebung auf den Rechner holen, z.B. MS-virtualPC. Eine ausreichend große virtuelle Festplatte erstellen und ein CD-Laufwerk zum booten dort einbinden. Und dann in diese Umgebung die eine oder andere Linux-Version (in dem Falle die 32bit Version) installieren (Versionen nicht größer als eine CD). Probieren mit den Partitionswerkzeugen bei der Installation sollte man auch.
Vor allem, wenn man nur einen Rechner hat, ist das sinnvoll, da Du parallel ja noch surfen kannst und Dir noch das eine oder andere “ergoogeln” kannst.

Step03
In diese Umgebung würde ich ein Windows installieren und dann danach ein Linux. Somit läßt sich auch das Multibooten von mehreren Betriebssystemen üben. Dabei macht es auch nichts, wenn das Windows wegen fehlender Registrierung nicht gehen sollte. Es reicht zu sehen, dass es ein paar Startschritte macht.
Vorher sollte man eine Kopie des virtuellen Images machen (mit Windows), dann kann man auch mal das Windows zerschießen und in kurzer Zeit gleich weiter probieren. Probieren mit den Partitionswerkzeugen bei der Installation sollte man auch.

Step04
Und nach der Übung kommt nun das Meisterstück – die reale Installation auf dem Rechner! Von wichtige Daten sollte auf alle Fälle vorher eine Sicherungskopie angelegt werden (aber diese sollte dann nicht auf der Festplatte auf der das Linux drauf soll). Ich hatte die Sicherung bei mir damals auf CD-RW und DVD-RW gebrannt.

Bei Ubuntu gibt es noch eine interessante Sonderlösung, Linux ohne Partitionen(-ieren) auf dem Rechner einzurichten. Allerdings wird ein Bootmanager dabei eingerichtet:
http://wubi-installer.org/

Als blutiger Anfänger ist nach einigen Erfahrungen ein Vorgehen in den beschriebenen Schritten eine guter Weg, um sich mit Linux vertraut zu machen und frustrierende Mißerfolge zu vermeiden.

Willkommen im Club der Linuxer!

(Sorry, ist etwas lange geworden und nur flüchtig korrekturgelesen.)