Ich verwende OpenSuSE 11 mit KDE 4.1 und besitze einen HP Deskjet 6940, der am Netzwerk hängt und mit dem Foomatic-Treiber eingerichtet ist. Das drucken unter Linux funktioniert prinzipiell, nur die KDE- Anwendungen drucken nicht. Sie speichern stattdessen im Home-Ordner des Benutzers eine .ps-Datei mit einem Dateinamen, der dem Inhalt der Titelleiste des aktuellen Anwendungsfensters entspricht. Im Druckdialog erscheint als Modell der Druckername, aber beim Anschluß steht Postscript Export drin.
Ein KDE-Druckerkonfigurationsdialog wie bei KDE 3 kann ich nirgends mehr finden. Ich habe den Drucker bereits auf dreifache Weise installiert (über YaST, localhost:631 und Das HPLIB-Setup-Programm). Ergebnis ist immer dasselbe.
Hallo,
ich habe unter Debian und KDE 4.1 exakt das gleiche Problem. Der
Netzwerkdrucker geht nicht, der lokal angeschlossene hingegen funktioniert.
Druckt man jedoch aus einer KDE3 basierten Anwendung (z.B. kpdf), funktioniert
auch der Netzwerkdrucker. Es scheint also eine Macke von KDE4 zu sein.
Im Endeffekt war dieses Verhalten für mich der Tropfen, der das KDE4-Faß
vorläufig zum überlaufen brachte.
mfg
Rico
Hi GoaSkin,
habe gerade unter OpenSUSE 11 mit allen aktuellen Updates versucht das Problem nachzustellen. Auch bei mir ist im Druckdialog zwar die Datei und der Drucker aktiviert, wenn ich aber ein mal den Drucker wechsle und zurück ist auch der Dateiname deaktiviert. Aber in beiden Fällen wird die Datei (in meinem Fall ein JPEG aus dem Konqi gedruckt.
Bei mir läuft der Netzwerkdrucker aber auf meinem Server (openSUSE 11) und via CUPS eingebunden. Beide Systeme sind heute Morgen aktualisiert worden, wobei die Communty Repositories alle aktiviert sind.
Ciao
Ulf
Bei mir handelt es sich um einen Drucker, der direkt an das LAN angeschlossen ist. Der Drucker selbst
verwaltet keine Warteschlangen, sodaß der Druck lokal aufbereitet wird und die Daten an den Port
9100/tcp des Druckers gesendet werden. Gleiches Prinzip wie bei einfachen Hardware-Printservern.
Also Druckst Du dann direkt via “socket” auf port 9100 des Druckers? Wenn ja kann ich diesen mal einrichten, da der CUPS Server auf meinen Server auch nur auf einen so geforwardeten Drucker Druckt. Gib mir kurz Bescheid wie Du den Drucker ansprichst, dann versuche ich das bei mir noch mal nachzuvollziehen.
Ciao
Ulf
Das Problem ist bekannt und geht wohl auf Qt4.4 zurück :(
Generell aber unterstreicht das meinen bisherigen Eindruck von KDE4: es ist himmelweit weg von echter Nutzbarkeit. Es befindet sich bestenfalls immer noch im Betazustand. Warum man dieser Baustelle nun den 4.1-Stempel aufdrücken wollte, wird mir ein Rätsel bleiben. Drucken ist eine Basisfunktionalität für eine DE. Ebenso klappt der Umgang mit Sambafreigaben weder im Konqueror noch in Dolphin sauber (kein Ansichtswechsel möglich, kein Filepreview usw.)
Ich bin als langjähriger KDE-Nutzer echt entsetzt, in welch unfertigem Zustand sich das Projekt befindet und trotzdem als endnutzertauglich beschrieben wird :(
Es gibt ja auch einige Verschlimmbesserungen. Z.B. das Mac OS nachempfundene Kontrollzentrum oder die Menüleiste, die man nur noch über Mausschupsserei deplatzieren kann, was aber kaum möglich ist ohne den Inhalt zu vermüllen.
Die Standard-Desktop-Stile haben alle zu große Schriften.
Es wäre wohl sinnvoller gewesen, KDE3 auf QT4 zu portieren und neue Funktionen darauf aufzubauen.
Es wäre wohl sinnvoller gewesen, KDE3 auf QT4 zu portieren …
Darüber lässt sich Trefflich streiten. Eigentlich macht man es immer verkehrt, egal wie man es macht. Aber stelle Dir vor KDE3 hätte jetzt diese Machen! Das wäre noch schlimmer, weil Du nicht zwischen Super-Stabil (KDE3) und sich entwickelnde Baustelle (KDE4) wählen kannst.
Aber generell finde ich den schritt so wie er gemacht wurde richtig. KDE3 ist und bleibt für die nächste Zeit die Super-Stabile und ausgereifte Basis, die man in Produktivsystemen benutzt. Wer experimentierfreudig und risikobereit ist (z.B. viele Privatbenutzer?!), kann KDE4 mit seinen neuen Möglichkeiten benutzen. Es wird ja niemand gezwungen umzusteigen. In einem Produktivsystem würde ich erst auf KDE4 umsteigen, wenn es zwingende Gründe gibt oder der Support (Security Fixes) von KDE3 eingestellt wird, so wie das in einer richtigen IT-Abteilung schon immer gemacht wurde. Frei nach dem Motto – “never change a running system”.
Chao
Ulf
> Aber generell finde ich den schritt so wie er gemacht wurde richtig. KDE3 ist und bleibt für die nächste Zeit die Super-Stabile und ausgereifte Basis, die man in Produktivsystemen benutzt.
Volle Zustimmung.
> Wer experimentierfreudig und risikobereit ist (z.B. viele Privatbenutzer?!), kann KDE4 mit seinen neuen Möglichkeiten benutzen.
Das ist exakt mein Problem mit KDE4: wo sind denn die neuen Möglichkeiten? Eigentlich geht insgesamt alles nur schlechter und in viel kleinerem Umfang als mit KDE 3.5.x. Offenbar wurde zuerst an dieser neuen Desktopshell gebastelt, bevor man sich um die grundlegenden Desktopfunktionen gewagt hat. Mit dem Ergebnis, dass man zwar mehr oder weniger sinnvolle Widgets stufenlos skalieren und drehen(!) kann, dafür kann man aber nicht mehr drucken, auf Sambafreigaben keine Miniaturansicht der Dateien anzeigen, die Ansichtsart wechseln, Archive mit Rechtsklick aus- und einpacken usw. Und der neue semantische Desktopansatz mit Strigi bremst alles so krass aus, dass ich es umgehend deaktiviert habe. Usw usf.
> Es wird ja niemand gezwungen umzusteigen. In einem Produktivsystem würde ich erst auf KDE4 umsteigen, wenn es zwingende Gründe gibt oder der Support (Security Fixes) von KDE3 eingestellt wird, so wie das in einer richtigen IT-Abteilung schon immer gemacht wurde. Frei nach dem Motto – “never change a running system”.
Das stimmt schon. Aber von einem neuen Majorrelease (4.1) hätte man sich schon erwarten können, dass es einen stimmigeren Eindruck macht… Ich empfinde es immer noch als Technologievorschau auf das, was mal kommt. KDE 4 wird rocken, aber momentan wird die eigenen Anhängerschaft verprellt mit unfertigen Schnellschüssen in Betaqualität, weil die Grundbedürfnisse aus den Augen verloren wurden.
Oder wie seht Ihr das?
Ist schwierig. Einerseits wäre KDE 4.1 niemals soweit wie es jetzt ist, wenn sie es weiter im “geschlossenen Kämmerlein” weiterentwickelt hätten, andererseits wurde der 4.0 auch nicht deutlich genug als “beta” kommuniziert (was aber im Umkehrschluß wieder nach sich zieht, daß KDE 4.1 heute nicht so weit wäre wie es jetzt ist).
Immerhin wurde KDE 4.1 etwas vorsichtiger angekündigt (aka “das meiste wird für die meisten gehen, aber nach wie vor eher für Early Adopters”). Man darf nicht vergessen, daß sie ein komplett neues Fundament aufgezogen haben mit Möglichkeiten, die KDE4 erst noch ausschöpfen wird, die in KDE3 aber ohne neues Fundament nicht so umsetzbar gewesen wären (Plasma, anderer Soundserver, etc. …).
Allein die Tatsache, daß sie seit 4.0 über 30.000 Änderungen eingepflegt haben und ferner einen echten Releasezyklus vorlegen, den sie bis jetzt eingehalten haben, läßt, wie ich finde, erwarten, daß die nächsten Bug-fix-Release auch schon aus 4.1.x einen brauchbaren Desktop machen könnten (spätestens aber mit 4.2.x; das wäre dann gerade ein Jahr nach 4.0, was ich beileibe nicht so schlecht finde für das Riesenprojekt).
Und bis dahin werden auch die meisten Distributoren doppelgleisig fahren und 3.5.xx anbieten.
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Da bin ich Deiner Meinung Benjamin. Irgendwie erinnert mich das an die Umstellung von KDE2 auf KDE3. Nur das dort das Fundament bei weiten nicht so stark geändert wurde (zumindest mein Eindruck). KDE3 war meiner Ansicht nach erst mit KDE 3.3.x richtig stabil und komplett nutzbar. Ähnlich denke ich wird es mit KDE4 sein. Hier wird sicher erst mit der 4.2.x eher 4.3.x die Funktionalität einstellen die man bei 3.5.xx heute gewohnt ist.
Meine Meinung ist, das 3.5.10 so leistungsfähig ist wie das beste aus den MS-BSen. Aber KDE4 wird von der Bedienung hier Zeichen setzen, die die Anderen erst erreichen müssen. Das sieht man jetzt schon.
PS: Übrigens nicht böse sein, aber mit GNOME bin ich nie richtig zurecht gekommen :-(
Ciao
Ulf