Als DSL-Router hatte ich bis vor kurzem einen Linux-Rechners stehen, den ich aufgrund des gehobenen Alters und des Stromverbrauches zunächst erst einmal durch einen Hardware-Router ersetzt habe. Jedoch habe ich wieder Interesse, einen eigenen Webserver auf DYNDNS-Basis zu betreiben. Ich suche daher nach einer stromsparenden Lösung, auf der ich ein Linux-System nach belieben installieren kann – am besten mit einer Hardware, die auch bei Routern zum Einsatz kommt und ein Linux-System von einem USB-Stick laden kann und dabei nur wenig Strom verbraucht.
Leider ist mir kein DSL-Router bekannt, der sich entsprechend modden lässt. Auf der Suche nach geeigneter Hardware bin ich auf das EFIKA- Board gestoßen, das zwar mit der Embedded-Version eines 15 Jahre alten G2-PPC (603 Prozessor) ausgestattet ist, aber von der Leistung her für meine Zwecke ausreichend wäre. Das Board ist in den USA erschwinglich für 99 Dollar zu haben, wobei man in Deutschland entweder den 2.5-fachen Preis oder teure Versandkosten+Zoll bezahlen müsste.
Kennt jemand ein vergleichbares Board oder einen geeigneten Hardware-Router, an dem sich etwas basteln lässt? Es muß kein PPC drin sein.
Ein normaler Rechner verbraucht zu viel Strom dafür, d.h. 150W x 8200h ca. 1200kWh (ca. 250Euro/Jahr). Ein altes Notebook wäre eine günstigere Variante (30Wx8200h, ca. 250kWh, ca 60Euro/Jahr). Du könntest hierzu einen Mini-PC oder embedded PC nutzen. Die Daten lassen sich gut auf einer externen USB-Notebookfestplatte halten (ca. 2,5W Stromverbrauch). Bei Ebay habe ich auch einige embedded Rechner unter “thin client” (HP, Wyse, usw) gefunden.
Hallo GoaSkin,
ich habe selber zu Hause einen Router Marke Eigenbau.
Auf der Seite http://www.alix-board.de/ findest du eine Menge
Boards die alles was man für einen Router benötigt schon Onboard haben.
Oder du benutzt eine Soekris.
Die sind auch recht gut fuer sowas geeignet.
Soekris ist gut! Man folge dieser Seite:
http://m0n0.ch/wall/
und klicke auf “Hardware”.
Ich bin sehr zufrieden damit.
Habe vor einiger Zeit vor einer ganz ähnlichen Situation gestanden. Nach langem Suchen habe ich mich für eine FritzBox 7270 entschieden. Sie bietet zusätzlich zu Routerfunktionalitäten noch eine Reihe weiterer (Bsp. Telefonanlage, Netzwerkdruck, Speicher im Netz …). In der c’t (14/2008, S. 59) fand ich einen interessanten Artikel über eine freie Software zur Erweiterung der FritzBox (probiert habe ich das bisher nicht …). Hinsichtlich des Stromverbrauchs und der Geräuschentwicklung ist die FritzBox sicher (wie andere Router auch, weil lüfterlos) nicht so schnell zu schlagen. Zusätzlich kann das WLAN von außen abgeschaltet werden.
Darüber hinaus gab es vor kurzem in einer anderen c’t Ausgabe einen ganz ähnlichen Artikel (allerdings nicht FritzBox, sondern eine Alternative).
Ich finde diesen derzeit aber nicht wieder …
Vielleicht ist das eine Alternative für Dich.
Würde mich interessieren, wie Du Dich entscheiden hast.
Habe noch eine Alternative gefunden (jedoch nicht c’t) …
Schau doch mal hier:
[1] http://www.tomshardware.com/de/Router-Geode-Eigenbau,testberichte-240046.html
Sogar eine debianisierte Fritzbox ist möglich, siehe: IMAP auf debianisierter FB
Danke für die vielen Rückmeldungen.
Wie ich sehe, ist das Basteln von Routern mittels SoC-Hardware garnicht so billig, wie ein Fertigrouter.
Nun überlege ich mir doch, einen EFIKA zuzulegen, da ich dieses System bei Bedarf auch als Desktop- System mit dem Amiga-kompatiblen Betriebssystem MorphOS nutzen kann.
Man zahlt ca. 170 Euro für ein Board mit der Embedded-Version eines 15-jahre alten G2-Prozessors (IBM PPC 603e), festverlöteten 128MB RAM, USB, Audio und Ethernet Onboard und einem PCI-Slot. Ohne zusätzliche Peripheriegeräte soll das EFIKA einen Stromverbrauch von unter 20 Watt (bei Nutzung eines entsprechenden Netzteiles) haben.
Hi,
probiere es dochmal mit anderen Embedded Systems. Es gibt im Linux Magazin und auch sonstigen Computerfachzeitschriften (NICHT z.B. Gamer-Zeitschriften, Computer Bild,… sondern: C’t, IX…) im allgemeinen eine Menge Anzeigen für Embedded Systeme. Z.B. [1], aber auch andere (wie gesagt, oben genannte Zeitschriften und auch im Internet sollte man eine Menge hinweise zu solchen Systemen finden). Die Systeme von Vision sind zwar nicht billig, haben aber meistens eine große Anzahl an Treiber (Linux-Tauglich) und auch Schnittstellen. Sie sind auch relativ stromsparend.