ForumSuche IP/Ethernet-Steckdosenleiste
Martin Zeller – Dienstag, 15. Juli 2008 19:33 Uhr

Hi,
ich bin auf der Suche nach einer IP/Ethernet-Steckdosenleiste.
Die die ich bis jetzt per Google gefunden habe sind in der Regel nur über den
Browser steuerbar. Ich würde eine suchen die auch per Script geht, also
automatisiert werden können, oder ist das auch bei einer Browser gesteuerten
möglich?
Schön wären 2 bis 4 einzeln steuerbaren Dosen.
Was müßte ich ausgeben?
Ich selber hätte so an 150 Euro gedacht, ist das machbar oder geht meine
Preisvorstellung an der Realität vorbei.

Martin

1 Antwort
Ulf B. – Dienstag, 15. Juli 2008 21:43 Uhr

Hi Martin,

wenn Du gerne bastelst und mit dem Lötkolben umgehen kannst, würde ich Dir den c’t-Netz-Schalter [1] ans Herz legen. Dieser macht mir einen sehr guten ausgereiften Eindruck und wie es sich gehört kannst Du sehr fiel anpassen wie Du es gerne möchtest. Im Diskussionsforum findest Du einige Hinweise dazu. Zumindest das Lesen ist meiner Ansicht nach sehr informativ auch wenn Du es letztendlich nicht selber baust sonder handelsübliches kaufst.

Ciao
Ulf

[1] http://www.heise.de/ct/projekte/netz-schalter/

Martin Zeller – Mittwoch, 16. Juli 2008 19:59 Uhr

Hi
Ja das Ding ist recht interessant!!

Ich habe nun auch noch was gefunden und zwar die “Gude Expert Power Control
NET” Hersteller SECOMP.
Die liegt aber als einzelne Steckdose bei 120 Euro und scheint sich per Perl
ansprechen zu lassen. Die 8fach Version liegt so bei 270,–.

Kennt sonst noch einer etwas in der Richtung??

Martin

Ulf B. – Mittwoch, 16. Juli 2008 22:17 Uhr

Hi Martinm

habe gerade mal bei Reichelt [1] die ALLNET ALL3075 bzw. ALL3075-P für 89€ bzw. 99€ gefunden. Wenn man den Datenblättern (Link auf der Rechten Seite) glauben darf, reicht ein HTTP-Get aus um diese zu Steuren. Auszug aus dem Handbuch:

Einschalten ALL3075 und ALL3076: http://192.168.20.1/r?r=0&s=1 Ausschalten ALL3075 und ALL3076: http://192.168.20.1/r?r=0&s=0 Also eigentlich super per Script Steuerbar und auch noch recht günstig.

Aber auch bei Conrad [2] bin ich fündig geworden. Dort gibt es z.B eine Master/Slave Steckdosenleiste mit zwei schaltbaren Kanälen Infratec IP Steckdosenleiste PM211-MIP für ca. 142€ gefunden, welche sich auch ähnlich via HTTP-Get steuern lässt (siehe verlinkte Doku – Seite 36).

So, mehr möchte ich jetzt nicht mehr suchen ;-). Aber wenn Du mich fragst ist die c’t Lösung die reizvollste und flexibelste. Allerdings muss man etwas Geschick haben und wenn man auf Nummer Sicher gehen möchte, lässt man das Gerät kurz von einen Fachman abnehmen.

Halte uns/mich bitte hier auf den Laufenden welche Lösung Du auswählst, warum und wie es sich in der Praxis bewährt hat.

PS: ich suche eine solche Lösung die auch gleich noch im Idealfall den Strom recht genau mitmessen kann.

Ciao
Ulf

[1] http://www.reichelt.de/
[2] http://www.conrad.de/

Martin Zeller – Dienstag, 23. September 2008 16:16 Uhr

Hi,
ich habe noch ein wenig gesucht und bei Pollin für 20,– noch etwas gefunden
was ich probieren werde.
Ich denke ja das ich das Teil auch mit Linux ansteuern kann.

Martin

Beschreibung auf der Pollinseite
Best.Nr. 810 058
Ethernet-Platine mit ATMega32 und Netzwerkcontroller ENC28J60. Die Platine
verfügt über 8 digitale Ausgänge, 4 digitale und 4 ADC-Eingänge, welche alle
über einen Netzwerkanschluss (TCP/IP) abgefrufen bzw. geschalten werden können.

Mit dem mitgelieferten Windows-Beispielprogramm können alle 8 Ausgänge
geschalten sowie alle 8 Eingänge ausgewertet werden.
Die Platine verfügt zudem über alle benötigten Komponenten, wie Netzwerkbuchse,
Netzwerkcontroller und ISP-Schnittstelle um auch eigene Projekte kostengünstig,
schnell und einfach entwickeln und verwirklichen zu können.
Technische Daten:
– Betriebsspannung 9 V~
– Stromaufnahme ca. 190 mA
– 8 digitale Ausgänge (0/5 V)
– 4 digitale Eingänge (0/5 V)
– 4 ADC-Eingänge (10 Bit)
– Netzwerkcontroller ENC28J60
– ATMega32-Prozessor
Maße (LxBxH): 108x76x22 mm.
Systemanforderungen für Windows-Beispielprogramm:
– .NET-Framework 2.0
– Netzwerkanschluss
– Windows 98 oder höher

Ulf B. – Dienstag, 23. September 2008 22:23 Uhr

Hi Martin

klingt auch preislich sehr Interessant. Halte mich mal auf den Laufenden.

Ciao
Ulf

Martin Zeller – Freitag, 26. September 2008 19:03 Uhr

Hi Ulf,
der Bausatz ist gerade nicht lieferbar es dauert also noch etwas bis ich ihn
habe. Bestellt ist er zumindest.

Martin

Ulf B. – Sonntag, 28. September 2008 18:09 Uhr

Hi Martin,

OK, kein Problem. Sehe ja wenn Du mir antwortest.

Ciao
Ulf

Martin Zeller – Mittwoch, 01. Oktober 2008 14:51 Uhr

Hi Ulf,
so ich hab das Teil nun, fertig ist es auch.
Der Bau ist einfach die Anleitung ist ok.
Getestet habe ich die die Karte mit Hyperterminal (seriell) und mit der
Beispielsoftware (TCP/IP)unter WIN , die Funktion ist ok.

Welches Terminalprogramm, fürs LAN, läßt sich eigentlich per Script
automatisieren??

Es sollen Kommandos wie “SETPORT xxxx” übermittelt werden.
Der Karte kann auch ein Gatway zugewiesen werden.

Betriebsspannung 9V AC/DC. Der Spannunsregler 7805 wird ordentlich warm ohne
das ich etwas geschaltet habe waren ca. 60° zu messen hier wird wohl noch ein
Kühlkörper herhalten müssen.

Laut Handbuch wird vom Produktiveinsatz abgeraten da der Bausatz nur als
Experimentier.- und Lernboard entwickelt wurde.

Ich will die Karte erstmal ohne alles etwas testen bevor ich mir die mühe mach
weiter zu basteln.
Wie gesagt will ich eigentlich nur eine Steckdose übers LAN ein/ausschalten.

Martin

Ulf B. – Mittwoch, 01. Oktober 2008 20:23 Uhr

Hi Martin,

erst mal Danke für die Info.

ich habe mir ein sechs mal so teures Atmel NGW100 [1] (mit einem AT32AP7000) welcher mit einem Kernel 2.6.18 läuft geleistet. Diesen kann ich Remote via telnet, ssh, minicom undwget (für HTML) bedienen. Alle sind mehr oder weniger Scriptfähig. Weitere Terminalprogramme auch für Win findet man unter [2]. Bisher bin ich sowohl unter Linux als auch Win ganz gut mit PuTTY [3] gefahren. Dort kann man auch Scripte übergeben oder PuTTY in eigene Scripte einbinden.

Wegen dem 7805 (leider kein Schaltregler) würde ich mir keine sorgen machen. Der sollte wenn es ein echter 7805 ist eine thermische Abschaltung integriert haben [4], da brauchst Du keine Angst zu haben. Kleiner Tip von mir, reduzier doch einfach die Eingangsspannung am Netzteil (sollte dann aber geregelt sein). Dort einfach 6V oder 7.5V einstellen. Dann wird er nicht mehr so warm und man spart gleich noch etwas Energie.

Wegen des hinweises auf nicht produktiven Einsatz, würde ich mal darauf tippen, dass der (evtl. Hobby-) Bastler sich einfach absichern möchte, da er sonst eine Zulassung (um CE konform zu sein) benötigt. An Deiner stelle würde ich alles (auch ein passendes Netzteil) in ein Elektrogehäuse (z.B. von Bopla) welches etwas Flammgeschützt ist. Dort kannst Du dann auch gleich noch die Schuko-Stecker und Relais/Schütze für den eigentlichen Zweck einbauen. Hier würde ich mich stark an die Vorlage aus der oben erwähnten c’t halten. An Deiner Stelle würde ich gleich eine Kaltgeräte/Schalter Kombination mit Sicherung wählen, dann bist Du auf der sicheren Seite. Die meisten Teile solltest Du günstig z.B. bei [5].

Was läuft denn für eine SW auf dem AT-Mega bzw. um welchen genauen Typ handelt es sich denn?

Ciao
Ulf

[1] http://atmel.com/dyn/products/tools_card.asp?tool_id=4102
[2] http://www.heise.de/software/download/o0g0s0l11k402
[3] http://www.heise.de/software/download/putty/7016
[4] http://www.datasheetcatalog.net/de/datasheets_pdf/7/8/0/5/7805.shtml
[5] http://www.reichelt.de/

Martin Zeller – Freitag, 03. Oktober 2008 17:28 Uhr

Hi Ulf,
liest sich super, das Atmel NGW100.
Wenn ich das richtig verstanden habe ist das Board aus dem Karton raus
betriebsbereit nur die die Stiftleisten sind nicht belegt oder.
Welche Betriebsspannung brauchst du für das Board.
Hast du das mit der Spannungsmessung schon realisiert?

Bei mir ist es ein ATMega 32-16PU zur Software habe ich keine Info und keinen
Quellcode.
Ich kann das Board nicht unter 8V DC betreiben.

Martin

Ulf B. – Freitag, 03. Oktober 2008 23:55 Uhr

Hi Martin,

ja, fand ich auch interessant. Lief ad hoc und kann auch mit einer MMC/SD Karte erweitert werden. Die Steckerleisten waren dann schon schwerer zu bekommen (habe Sie dann von Reichelt). Bei Reichelt habe ich mir auch gleich noch ein passendes Steckernetzteil besorgt. Auf den Steckerleisten liegen fast alle notwendigen Signale drauf (es fehlt aber generell ein Analog Ein- bzw. Ausgang – den gibt es nicht im Controller). Das Board habe ich von Conrad, aber bei Sander [1] bzw. Elektronik Laden [2] ist es günstiger (habe dort auch schon andere Sachen gekauft). Bei AVR-Freaks [3] findet man dann noch wichtige Infos. Es gab sogar schon einen Workshop beim LM [4] dazu.

Bei Deinem ATMega32 handelt es sich ja sogar um einen 8-Bit Controller. Habe aber leider bis auf das Datenblatt keine weiteren Infos gefunden. Warum das Board nicht mit 8V läuft, ist schon komisch, zumal beim 7805 nur 2 Volt drop bei 1A sind (sollten also 7,5V sicher reichen).

Ciao
Ulf

Ciao
Ulf

[1] http://www.sander-electronic.de/es0026.html
[2] http://elmicro.com/de/atngw100.html
[3] http://www.avrfreaks.net/wiki/index.php/Documentation:NGW
[4] http://www.linux-magazin.de/themengebiete/special/embedded/ueberall_linux?special=Embedded&category=19827