Hallo LC
Auf ein paar alten Rechnern (u.a. auch ein Elitegroup K7S Motherboard) konnte ich kein xubuntu 7.10, mepis antix m7, fedora 8, (parted 1,9 und ähnliche rescue tools) zum installieren bringen. All diese Distributionen verwenden eine Kernel >=2.6.22. Aurox 10.0 mit 2.6.7 (hier funktioniert die ATI 9000 mit 3D acceleration ohne den Treiber von ati installieren zu müssen), Suse 9.1, 9.3, DSL mit 2.4er Kernel funktionieren ohne Probleme
In einem inux Heft hatte ich gelesen, daß der Kernel “entrümpelt” worden sei von alten Treibern (ca. ab 2.6.20). Bei mir scheint das nun zuzutreffen, da die Festplatten (IDE) von diesen Kerneln nicht mehr erkannt werden. Ich habe alle möglichen Treiber manuell versucht auszuwählen (ein paar Optionen probiert), aber das hatte keinen Erfolg gebracht. Vermutlich haben andere User mit dem neueren xubuntu ähnliche negative Erfahrungen gemacht.
Ein Schwäche von Linux war und wird es noch länger sein, daß es Lücken in der Unterstützung neuer Hardware gibt. Der Grund liegt vor allem darin, dass die Linux-Entwickler nicht die Informationen über die Hardware von den Herstellern bekommen, sondern durch Probieren die Infos aus der Hardware herauskitzeln und daraus den Treiber basteln. Die Stärke von Linux war in der Vergangenheit, daß die alte Hardware sehr lange unterstützt wurde (oft wurde ein alter Rechner zum Server umfunktioniert). Bei Windows, und ganz besonders bei Vista ist die Unterstützung der älteren Hardware neuerdings ein großer Schwachpunkt. Bei den folgenden Kerneln von Linux sollte man eigentlich etwas intelligenter sein und solche Schwächen vermeiden.
Gibt es irgendwo eine Quelle für eine entsprechende Kernelversion, wo die alten Treiber im neuen Kernel weiterhin enthalten sind?
Für xubuntu wäre es daher sinnvoll dieses wahlweise mit einem neuen Kernel, der die alten Treiber noch enthält, als Wahlvariante auszuliefern, sonst wird der Zweck dieser Sonderversion in Zukunft noch mehr verfehlt. Denn was nutzt eine Version für ältere leistungsschwache Hardware, wenn gerade diese Treiber (bzw. Teile der Hardwareerkennung) enfernt wurden?
Moin,
Bei der von Dir erwähnten “Entrümpelung” wird lediglich alter Code durch neuen ersetzt, die Hardwareunterstützung von Linux leidet dadurch nicht.
Ich habe hier zwar gerade keine *buntu-CD um es zu überprüfen, aber mir ist seit langer Zeit keine Distri untergekommen, bei der der Kernel nicht für “mindestens Pentium” und “Generic x86 support” gebaut war. Das sollte auf 99% aller Rechner booten und auch die Treiber für PATA-Festplatten und Chipsätze haben zumindest bei mir noch nie Probleme gemacht.
Bei dem Elitegroup K7S Mainboard wär ich übrigens vorsichtig Linux die Schuld zu geben: Mindestens eine Revision (Rev. 5, glaub’ ich) war “Schrott by Design”: Weg damit und neukaufen wenn das zutrifft.
Die Praxis, aus alten Rechnern Server zusammenzubasteln ist übrigens das Dümmste was man machen kann: Ein Computer der als Desktop-Rechner ausgedient hat, wird als 24/7-Server mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in kürzester Zeit zuende sein.
Und um noch etwas zur Treibersituation bei Windows zu sagen. Das kann man MS nicht wirklich anlasten, vielmehr sieht man hier deutlich wie der Support der meisten Hardwareherstellers ausgerichtet ist: “Verkaufen und vergessen” scheint leider bei vielen die Regel zu sein. Aber das ist ja nur ein weiterer Grund für OpenSource.
Würde es auch Xubuntu 6.06.1 mit Kernel 2.6.15 tun? Wenn ja, schau mal im angegebenen Link.
Gruß Christian
[1] http://se.archive.ubuntu.com/mirror/cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/6.06.1/release.1/
Oder schau mal, was man bei Ubuntuusers dazu meint (Das Forum ist sehr gut und zu empfehlen)
Danke, ubuntu 6.06 läuft bereits auf einem Rechner mit solchem Motherboard seit dem es diese Version gibt. Es ist halt schade, daß auf dem Rechner daher die SW aus einem der Linux Heften, Mepis AntiX M7, MitraX 1.0.1 und Parted Magic 1.9, xubuntu 7.10 usw. daher auf den Rechnern nicht ausprobieren kann. Der Code wurde abgespeckt (ab 2.6.14) und versucht einiges “keep it simple” zusammengefasst. SiS5513 EIDE rev d0 ist davon betroffen und geht nicht mehr, da entfernt oder buggy.
Hi
kann es an der Festplattengröße liegen? Da manche BIOSe größere Plattengrößen nicht richtig verwalten können, mußte man manch mal trixen. Bisher habe ich mit den Distros bis OpenSUSE 10.2 und zumindest einen Rechner mit OpenSUSE 10.3 in dieser Richtung keine Probleme gehabt. Allerdings habe ich in allen alten Rechnern eine zusätzliche PCI-IDE Karte verbaut (die auch Speicher jenseits 137GB verwalten können muß – z.B. von Conrad oder Alternate).
Also folgende Tip’s – Versuche mal OpenSUSE 10.3 – mit der habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch solltest Du evtl. eine entsprechende IDE-Kontroller Karte verbauen z.B. [1]). Auch wäre eine genauere Fehlermeldung sinnvoll.
Ciao
Ulf
An der größe liegt es nicht, da 80GB nicht die 120GB Grenze erreicht. Beim Booten kommt:
IDE SRST failed (errno=-16)
port is to slow to respond, please be patient (status 0x80)
Ältere Kernel gehen aber ohne Probleme. Die neuen Kernel wurden verbessert in der Bootgeschwindigkeit, stand in Linuxveröffentlichungen vor kurzem. Ich vermute, daß davon der buggy Einfluß kommen könnte. Opensuse 10.2 scheitert auch. Opensuse 9.1 funktioniert reibungslos.
OK
Das OpenSUSE 10.2 nicht funzt ist zwar außergewöhnlich aber möglich (wichtig ist hier das installieren nicht mit standard sondern mit den Sicheren Einstellungen – weiß leider nicht den genauen Wortlaut). Aber meine Frage ging auf die 10.3, da sich dort schon die Umstellung der Treiber bemerkbar macht (unter 10.2 sind PATAs noch hdx unter 10.3 sdx).
Guten Rutsch
Ulf
Danke Ulf und @. Wenn ich eine 10.3er Suse CD/DVD habe oder andere neue Distros habe, werde ich es natürlich auch damit versuchen, sofern diese nicht dann mehr als 256MB fordern.
Hi Dieter,
die aktuelle Version von openSUSE findest Du immer unter [1]. Dabei solltest Du aber bei kleinen RAM-größern (< 384 MByte) unbedingt im Text-Mode installieren. Das klappt dann aber recht ordentlich und später läuft zumindest im run-level 3 (ohne GUI) alles sehr flott - habe einen Server mit openSUSE 10.3 und 128MB RAM bis vor kurzen laufen gehabt - kein Problem. Bei Grafikanwendungen sollte man darauf achten, das nicht all zu viele Dienste im Hintergrund laufen, dann klappt es auch noch mit KDE ganz ordentlich. Gruß Ulf [1] http://de.opensuse.org/Willkommen_auf_openSUSE.org
Moin,
Die Praxis, aus alten Rechnern Server zusammenzubasteln ist übrigens das Dümmste was man machen kann: Ein Computer der als Desktop-Rechner ausgedient hat, wird als 24/7-Server mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in kürzester Zeit zuende sein.
Kann ich nicht ganz so unterschreiben. Nachdem ich mehrere Rechner schon so umgerüstet habe. Vor allen mit alten Pentium 1 Boards von ASUS habe ich mit entfernten Miefquirl auf der CPU und einen großen 80-er oder noch größeren Lüftern zur Kühlung und entsprechender Luftführung sehr gute Erfahrungen gemacht. Nur bei den Festplatten sollte man dann doch zu Server Varianten (meist als RAID Platten erkenntlich – mit Vermerk 24/7) sehr gute Erfahrungen gemacht (auch wenn ich Maxtor Platten mit 24/7 nicht mehr guten gewissens empfehlen kann, da mir dort eine schon nach 4 Wochen und die zweite nach 3 Jahren abgeraucht ist).
Fazit: man sollte dann schon wissen was man Tut und wo die schwachstellen liegen.
Ciao
Ulf
Danke Ulf für Deine Antwort. Für den Heimgebrauch 2/5+4/2 tuts ein alter Rechner. Bei 7/24 sollte auch ein Blick auf den Stromverbrauch gelegt werden. Ein neuer PC mit 350W (gemessen 140W Aufnahme (ohne Spielegrafikkarte (sonst wäre der Verbrauch mehr), extra eine alte Grafikkarte eingebaut)) Netzteil oder alter PC mit 150W (gemessen 85W Aufnahme) Netzteil oder ein altes Notebook mit USB-Festplatte (gemessen 23W+10W) sollte auch verglichen werden. Bei 7/24 sind das bei 20ct/kWh pro 100W 180-200 Euro je Jahr. Sich einen Server mit niedriger Leistungsaufnahme. oder LAN-taugliche Festplatten zuzulegen, kann sich durchaus auch rechnen. Server-Platten sind die bessere Lösung. Alternativ gehen noch aktuelle Festplatten, aber nur die mit den geringeren Umdrehungsgeschwindigkeiten d.h. 5400 statt 7200 U/min.