ForumLDAP Account auch offline verwenden
dracko – Freitag, 27. Juli 2007 16:06 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe ein kleines Problem mit einem LDAP Server.
Folgender Sachverhalt, ein LDAP Server stellt alle Userkonten zur Verfügung,
die Linux Clients sind mittels nsswitch.conf und PAM so konfiguriert das sich die Anwender anmelden können.
Nun die Frage! Ich möchte nun auch Notebooks einbinden. Der User soll sich auch anmelden können wenn der LDAP Server nicht zur Verfügung steht. Aber bitte mit einem Konto vom LDAP Server kommt.
Unter Windows ist es so, das ich mich auch an einer Domäne anmelden kann wenn diese nicht verfügbar ist. Vorraussetzung ist das ich einmal an der Domäne angemeldet war.
Genau das Prinzip möchte ich gerne für meine Linux Notebooks umsetzen.
Einmal am LDAP angemeldet, soll das Notebook sich daran errinnern und auch mit einem fehlenden LDAP Server authentetifizieren.

Ist sowas unter Linux überhaupt möglich? In wie weit kann mir dabei der Dienst nscd helfen?

Als Client System soll ein Ubuntu 6.06 LTS herhalten. Auf dem Server läuft ein ganz normaler slapd (OpenLDAP).

Schon mal Danke für euere Hilfe
MfG
Dracko

2 Antworten
Jens Singer – Donnerstag, 02. August 2007 10:54 Uhr

Nur mal so eine Idee, weil Du LDAP für die Autorisierung verwendest.
Baue doch Dein LDAP aus und regel die Anmeldung der Notebook-Benutzer über ein auf den Geräten installiertes lokales LDAP, welches via slurpd sich mit Deinem zentralen LDAP bei LAN-Connect synchronisiert.
Im letzen Linux-Magazin 08/07 gab es zur Synchronisation von LDAP einen guten Bericht.

Zu nscd fällt mir leider auch nichts ein.

Gruß Jens

dracko – Donnerstag, 02. August 2007 11:40 Uhr

Hallo,
darüber habe ich auch schon nachgedacht. Dabei wird dann aber die komplette Benutzerdatenbank repliziert. Und das soll aus Sicherheitsgründen nicht sein.
Mann stell sich nur mal vor die LDAP-Datenbank mit administrativen Accounts und den Kennwörtern (auch wenn gehasht)fällt jemanden falschen in die Hände!

Es soll eben nur für den Anwender gelten der sich bereits einmal erfolgreich angemeldet hat, und somit wohl der derzeitge Besitzer ist. Es muss ja nicht über nscd laufen. Wenn es andere Möglichkeiten gibt, ich bin für alles offen.

Es ist halt so das alle Windows und Domänen kennen, und die verantwortlichen, wenn Sie denn nach Linux wechseln wollen, einen ähnlichen Funktionsumfang erwarten. Und kommt gerade dieses Notebookproblem zum tragen.

Gruß Daniel

Felix Schwarz – Freitag, 03. August 2007 08:23 Uhr

Sehr gute Einstellung. Zumindest mit Samba sollte das beschriebene Problem allerdings lösbar sein. Volker Lendecke hat auf der Cebit genau dies als implementierte Neuerung vorgestellt. Für weitere Informationen müsstest du googeln bzw. dir das Vortragsvideo Cebit/Linuxpark vom Linux Magazin besorgen.

fs

nbkr – Montag, 13. August 2007 12:15 Uhr

Schau dir das mal [1] an.

[1] https://help.ubuntu.com/community/PamCcredsHowto