ForumWelche Distro für Pentium 2, 300 MHz?
Florian Knapp – Montag, 09. Juli 2007 14:37 Uhr

Hallo Linux-Community,

ich bin neu in der Linux-Welt und möchte einen alten Pentium 2 mit 64MB RAM und 300 MHz mit einer Linux-Distribution versehen.

Was ich mir Vorstelle:
– Ich hätte gern eine grafische Oberfläche (Grafikkarte hat 64MB) über welche ich erste Erfahrungen mit der Bedienung und dem System machen möchte.
– Zusätzlich würde ich gern an diese Kiste einen HP LaserJet 1200 hängen, an dem ich von verschiedenen anderen Rechnern im lokalen Netzwerk Druckaufträge abarbeiten lassen kann.
– Als Schnittstelle zum Netzwerk steht mit architektonisch bedingt nur eine WLAN-Karte zur Verfügung (eine alte NetGear MA311).

Nun möchte ich gern einen Tipp haben, welche Distribution hierfür am geeignetsten erscheint. Die „großen” sind ja sehr speicherintensiv und benötigen oftmals 256MB Arbeitsspeicher und mehr.

Bei meinen Recherchen fand ich oftmals keine Angaben über Hardwareanforderungen, um schonmal eine Vorauswahl zu treffen.

Über Antworten, Tipps und Ratschläge freue ich mich. Einem Einstieg in die Linux-Welt sehe ich mit Freude entgegen.

Mit besten Grüßen,
Florian

4 Antworten
Hans-Peter Hoefer – Montag, 09. Juli 2007 22:10 Uhr

Hi!

Versuch’s mal mit dsl (damn small linux). Minimale Hardwareanforderungen soviel ich weiss 486er mit 16 MB RAM, sollte also auf deiner Kiste locker laufen. Frag mich aber nicht, ob das WLAN einfach zu konfigurieren ist. Das wäre dann vielleicht einen Blick ins Wiki wert oder einen neuen Thread;-)

Viele Grüße

MacClassic

[1] http://www.damnsmalllinux.org/

Dieter Drewanz – Dienstag, 10. Juli 2007 06:16 Uhr

Du kannst die Mini-Linuxe verwenden. DSL hat mein Vorgänger schon genannt. Es gibt noch Puppy Linux. Es gibt für alte Hardware noch Xubuntu (Verwandt mit Ubuntu, hat fluxbox Oberfläche) und simple Mepis (simply mepis, hat abgespeckte KDE Oberfläche). Als Anfänger könnte Dir bei DSL zu wenig SW dabei sein, es gibt aber davon noch eine größere Version (die auf der HD 2Gb füllen kann). Wenn Du eine Umfangreiche Distro für schwache HW haben willst und diese auch installieren willst, wäre meiner Ansicht Xubuntu die erste Wahl zum probieren. Für das WLAN genug resourcen schonend sind die auf der Textkonsole arbeitenden Tools, wie cinternet (WEP) und wpa_supplicant (WEP und WPA), dazu wird es bestimmt noch Fragen geben. Viel Erfolg und laß dich von den ersten Rückschlägen entmutigen.

[1] http://www.puppylinux.org/
[2] http://www.xubuntu.org/
[3] http://www.mepis.org/

Dieter Drewanz – Dienstag, 10. Juli 2007 06:19 Uhr

Empfehle noch die Live File CDs obiger Linux’e erst zu probieren.

Florian Knapp – Dienstag, 10. Juli 2007 09:54 Uhr

Dann werde ich mir mal DSL und Xubuntu anschauen.
Entmutigen lasse ich mich schon nicht. Schließlich habe ich ein paar Jahre mehr auf dem Buckel, als der von mir zusammengeschusterte Rechner. :)

Danke für die netten und ausfürhlichen Antworten. Ich stürze mich dann mal sofort hinein ins Vergnügen.

Karsten Tröß – Dienstag, 10. Juli 2007 12:31 Uhr

Hi,

ich fände es besser wenn Du Dich von den ersten Rückschlägen NICHT entmutigen
lässt :-)

Karsten

Florian Knapp – Dienstag, 10. Juli 2007 14:01 Uhr

Keine Sorge, so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen!
Ihr dürft aber davon ausgehen, dass ich demnächst mit weiteren Fragen kommen werde… :)

GoaSkin – Donnerstag, 12. Juli 2007 14:20 Uhr

Wenn sich Xubuntu von Ubuntu nur durch den Window-Manager unterscheidet, könnte es dennoch einwenig überdimensioniert für den alten Rechner sein.

Schließlich basiert das Zusammenspiel der Basiskomponenten bei den modernen Distributionen auf viel Schnickschnack, der entweder dynamisch aufgerufen wird oder gar als Dienst läuft und dadurch Rechenleistung und RAM in Anspruch nimmt und auch nicht so einfach entfernt werden kann, wenn man auf ein reibungslos laufendes System wert legt.

Christoph – Dienstag, 10. Juli 2007 10:58 Uhr

hallo florian

wie goss ist deine Festplatte ?
du könntest auch Debian probieren.

gruss
cc

Florian Knapp – Dienstag, 10. Juli 2007 13:59 Uhr

Die Festplatte hat eine Kapazität von 4,3GB.

Auf der Debian-Seite habe ich gesehen, dass das gesamte System auf 3 DVDs geladen werden kann. So viel Platz habe ich dann doch nicht. ;)
Wie viel Platz benötigt eine kleine Debian-Installation?

Und noch eine Frage:
Wie groß sollte ich den Swap-Bereich wählen?

Christoph – Dienstag, 10. Juli 2007 18:52 Uhr

ja, aber du kannst auf keinen fall alles installieren, was dort drauaf ist.

minimale voraussetzungen sind im link unten. [1]

du kannst dir auch netinst CD [2] 100MB von sarge downloaden und installieren.

ich habe debian sarge mit grafischen desktop auf einem Pentium MMX mit 64 MB RAM problemlos istalliert.

so oder so RAM würde aufristen.

[1] http://www.uk.debian.org/releases/stable/i386/ch03s04.html.en [1]
[2] http://www.debian.org/releases/sarge/debian-installer/ [2]

Ugglan – Samstag, 14. Juli 2007 13:59 Uhr

Hallo,

als Faustregel gilt, den Swapbereich doppelt so groß wie den Arbeitsspeicher auszulegen. Unter 250MB würde ich generell nicht gehen; bei Deiner Festplatte sollten 300-500MB vertretbar sein.

Mit Einer Live-Distri und GParted läßt sich die Partitionierung auch nachträglich im Handumdrehen anpassen.

Viel Spaß,

Ugglan

rainer glauben – Dienstag, 10. Juli 2007 15:01 Uhr

Unabhängig von allen anderen antworten würde ich dir nahelegen den RAM aufzustocken. Kostet dich unter 10 € und kann Wunder wirken.

Florian Knapp – Dienstag, 10. Juli 2007 19:49 Uhr

Ich schau mal, ob ich nicht vielleicht noch einen oder zwei RAM-Riegel hier rumfliegen habe.