ForumWie SuSE 10.2 booten mittels Diskette?
Rainer Flemming – Sonntag, 03. Juni 2007 19:46 Uhr

Hallo,
als SuSE-Einsteiger folgendes Problem:
Bisher (bis SuSE 10.0) hatte ich die Möglichkeit beim Konfigurieren des Bootladers zu bestimmen, dass SuSE mittels Diskette (neben Windows) zu booten ist.
Beim Neu-Installieren von SuSE 10.2 (wegen neuem PC mit C2D-Processor x86_64) finde ich diese Option leider nicht mehr, nur Partition 0 (= Win XP), Root-Partition u.ä. Ich will mir meinen MBR nicht “versauen” – oder wo schreibt Linux die Informationen zum Starten des GRUB-Bootmanagers hin?
Ich würde gern wieder die “unhandliche” Diskette, eine CD oder USB-Stick (geht das überhaubt mit meinem neuen Board Gigabyte 965GM-DS2) für den SuSE-Bootmanager verwenden. Ansonsten soll sofort die aktive Partition 0 (NTFS) mit Windows XP starten.
Hat jemand eine Lösung?

1 Antwort
Christian Fröse – Montag, 04. Juni 2007 10:55 Uhr

Hallo!

Ich glaube nicht, dass es wirklich Sinn macht, ein Linux von Diskette zu starten.

Der von Suse genutzte Linux-Loader Grub ist sehr gut und kann dein Windows ohne weiteres booten.

Wenn du nicht möchtest, dass dein Windows-Bootloader überschrieben wird, gibt es noch eine andere Möglichkeit:
– Du installierst Suse und gibst als Ort für den Grub die root-Partition des Suse an.
– Dann startest du das Linux mittels der Install-CD
– Dann kopierst du den Grub-Loader mittels “dd if=/dev/ROOT-Partition of=linux.bin bs=1 count=512” in eine Datei und diese legst du auf deine Startpartition von Windows.
– Dann startest du Windows und änderst den Bootloader mit einer neuen Zeile:
C:\linux.bin =”Linux”

Das war alles: nach dem Neustart siehst du im Windows-Bootloader dein Linux.

Siehe auch den Softlink!

MfG
Christian

[1] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=8108

Lutz Golke – Montag, 04. Juni 2007 13:52 Uhr

Moin,

in Anlehnung an diese Vorgehensweise hier eine Alternative:

– Suse Grub in die Installationspartition schreiben lassen
– Diskette einlegen
– dd if=/dev/deine-Root-Partition of=/dev/fd0 count=1
– fertig

Anschliessend sollte bei eingelegter Diskette Suse, ohne Diskette das
unmodifizierte Win gestartet werden. Prinzipiell ist das nichts anderes
als Christians Methode, nur dass hier nicht der Windows-Bootloader sondern
das BIOS die Suse startet.
Nachteil: Sollte Grub geändert/neu installiert werden, muss die Diskette neu erstellt werden. Bei bloßen Änderungen in /boot/grub/menu.lst hingegen ist das nicht nötig.

hth,
Lutz

Rainer Flemming – Montag, 11. Juni 2007 11:46 Uhr

Zuerst vielen Dank!
Ich habe aus einem anderen Forum eine für mich noch einfachere Lösung bekommen können:
SuSE per Install-CD/DVD starten und in freie Partition installieren als “Experte”: Bootlader nicht in MDB, sondern in Root-Partion schreiben lassen.
Dann SuSE weiter normal installieren. Anschließend wieder von SuSE-Install-CD/DVD booten:
* Installation wählen
* nach Sprachauswahl und akzeptieren der Lizenzvereinbarung wird das bereits installierte System erkannt
* über “andere” das “installierte System” starten.
Als Root anmelden und in Shell gehen und Code eingeben:
grub-install /dev/fd0
Die Diskette muss vorher formatiert sein.

Vielleicht hilft es anderen Einsteigern auch…