Liebe Community,
langsam begreife ich, warum Linux einen Ruf als Betriebsystem für Freaks weg
hat. In meiner Besenkammer werkelt seit Jahr und Tag ein Server vor sich hin,
der meine MP3s verwaltet, für die Familie druckt, via https und eGroupWare eine
Terminverwalteung quasi weltweit zur Verfügung stellt und mir via OpenVPN sogar
noch den Zugang zum ca. 250km entfernt stehenden Rechner meiner Mutter
ermöglicht. All dass war ohne größere Probleme in ein paar
Samstag-Nachmittag-Bastelsunden einzurichten.
Und dann scheitere ich an einer lausigen SD-Karte! Letztes Wochenende habe ich
wirklich viel fotografiert – Schnappschüsse mit der kleinen Nikon, aufwendiges
mit der etwas größeren Minolta. Egal, beide haben SD-Cards, und die wollte ich
heute Abend eigentlich auslesen.
Dazu habe ich in meien PC einen Cardreader. Nikonkarte rein – DCIM, Nikon100 –
Fotos per Drag’n’Drop in den Photorordner. Karte sicher entfernen. Minoltakarte
rein.
Und jetzt begann das Rätsel – der PC zeigte mir wieder die Datenstruktur der
Nikon-Karte an – nur ohne Photos. Nichts half. Neustart, anderer Cardreader, es
blieb bei der Ordnerstruktur der Nikon. Mir schwante böses – und in der Tat, als
ich die Karte wieder in die Minolta steckte, meinte die lapidar “Keine Bilder”.
Sch…eibenhonig!
Und ich stehe jetzt mit der Frage da: Wie zum Geier kann sowas passieren?
Tja, kann ich ein bischen Daten retten üben ;) und werd die Karten in Zukunft
nur noch mit Schreibschutz in den Reader stopfen.
Viele Grüße
Christian S.
Pentium IV 2,8GHz 1GB Ram 250GB HDD Kubuntu 6.10
Hallo Christian,
Sowas ist natürlich immer sehr ärgerlich. Ich habe hier eine Software, die dir eventuell weiterhelfen kann.
“PhotoRec is file data recovery software designed to recover lost files including video, documents and archives from Hard Disks and CDRom and lost pictures (thus, its ‘Photo Recovery’ name) from digital camera memory. PhotoRec ignores the filesystem and goes after the underlying data, so it will still work even if your media’s filesystem has been severely damaged or re-formatted.”
Hallo Daniel,
Danke für den Tipp – jetzt habe ich eine echte Linux-Alternative zum SD-Karte
retten. Bis jetzt hab ich das ganze immer mit “Digital Image Recovery” [1] in
der Windowspartition zurückgeholt. Jetzt kann ich mir das Umschalten sparen.
Nur mit der Ursachenforschung bin ich da noch keinen Deut weiter, man bräuchte
eine Art USB-Log…
Viele Grüße,
Christian S.
[1] http://www.foto-erhardt.de/foto-forum/ftopic2690.html
Sagt denn sas sys-log was? Auf /var/log findest Du unter Edgy auch die syslogs der letzten Tage bzw. Starts gezippt. Ich würde mal schwer auf ein udev Problem tippen.
Gruß
.