ForumLinux + Bios
Fritz Wagenknecht – Mittwoch, 07. März 2007 21:17 Uhr

Hallo Linuxfreunde,

ich habe etwas seltsames erlebt, und das nicht nur beim “installieren” von Suse 10.2 und da hätte ich an die Spezialisten eine ernste Frage

Kann es sein, das Linux irgendwie das BIOS des Rechners modifiziert?? Vor allem dann, wenn man im Bios-Setup die Option “Bios Update = Enabled” hat?

Es sind nämlich 2 seltsame Dinge passiert, seit ich über 1 Monat schon Suse installiert habe:
1. das Automatische Hochfahren klappt einfach nicht mehr (wenn man zb. jeden Tag um eine gew. Zeit hochfahren will – einstellung im Bios setup)
2. Windows lässt sich nicht mehr installieren, das Setup Programm bleibt genau da stehen: Setup untersucht die Hardwarekonfiguration – und auf einer Notebookfestplatte, wo Windows für diesen Rechner installiert ist, bootet er nämlich auch nicht.

Linux aber startet, sowohl von Live-CD als auch von Festplatte. Komisch, nicht wahr?

Man fragt mich sicher nach dem Grund, warum ich Windows installieren will: Mein Notebook hat kein CD-Laufwerk, kein Floppy, und ich muss Windows draufschmeissen, weil div Win-Programme, die mir unterwegs wichtig sind, laufen ja unter Linux sicher nicht. Und da dieser Rechner den selben Chipsatz hat wie mein Notebook ,haut es mit der Installation hin. (habe ich schon einmal erfolgreich erledigt)

Meine Konfiguration:

Suse Linux 10.2 Stable Version
Motherboard ASUS P2B
Pentium 3 / 450
3 IDE-Festplatten a´ 10 GB
1 DVD Laufwerk
1 x 128 MB 1x 64 MB (Laut memtest sind die OK!)
ATI Rage 128 AGP Grafikkarte 32 MB
SCSI Controller Adaptec 2940 UW
Soundkarte Creative Live!
Nicht mehr der sehr neu, aber er läuft eigentlich sehr gut..

4 Antworten
Andreas Krueger – Mittwoch, 07. März 2007 22:59 Uhr

Hallo Fritz,
zu Punkt 1: – Mir ist nicht bekannt, das Linux die Bios-Parameter verändert. Habe es aber mit den 10er-Versionen auch noch nicht wieder probiert.
zu Punkt 2: – So ein Problem hatte ich auch schon mal. Ich habe es erst auf Linux geschoben, da Linux sehr unzuverlässig bootete bzw. aufhing. Beim booten von WinXP gabe es den Ähnlichen Efekt wie bei Dir. Dann viel mir ein, das ich die Platte mal mit Partition-Magic umgemodelt hatte. Der schreibt anscheinen Regristrierungs-Daten in den MBR oder Systembereich der Platte. Nach dem löschen aller Partitionen und Neuaufbau war alles klar und das Magic spielt seit dem im “Regal hinten links”.

Ich weiss zwar nicht ob ich’s getroffen habe ;-)

mfg
Andreas

Fritz Wagenknecht – Mittwoch, 07. März 2007 23:17 Uhr

Hallo Andreas,

danke, aber ich habe es sogar ohne angeschlossene Festplatten probiert, und da müsste zumindest der blaue Setupschirm kommen, aber er bleibt hängen…

Das mit dem Bios finde ich selbst ein wenig unwahrscheinlich, auf die Idee bin ich aber gekommen, weil eben seit der Linuxinstallation (Zufall??) das aut.Hochfahren nicht funkt.

Wenn Linux nicht starten würde, dann hätte ich schon mal auf die Grafikarte getippt, weil die ab und zu farbwechselt, aber weil eben Linux startet, bin ich etwas verwirrt.

Das Board könnte ja auch was haben, aber Linux läuft. Und vor Linux ist Windows auch ganz gut gelaufen, das war vor ca. 1 – 2 Monat.

Die Elkos wären auch ein Tipp, aber die sind optisch alle ok.

Schwierig Schwierig.

lg
Fritz

Fritz Wagenknecht – Mittwoch, 07. März 2007 23:19 Uhr

Hallo Andreas,

danke, aber ich habe es sogar ohne angeschlossene Festplatten probiert, und da müsste zumindest der blaue Setupschirm kommen, aber er bleibt hängen…

Das mit dem Bios finde ich selbst ein wenig unwahrscheinlich, auf die Idee bin ich aber gekommen, weil eben seit der Linuxinstallation (Zufall??) das aut.Hochfahren nicht funkt.

Wenn Linux nicht starten würde, dann hätte ich schon mal auf die Grafikarte getippt, weil die ab und zu farbwechselt, aber weil eben Linux startet, bin ich etwas verwirrt.

Das Board könnte ja auch was haben, aber Linux läuft. Und vor Linux ist Windows auch ganz gut gelaufen, das war vor ca. 1 – 2 Monat.

Die Elkos wären auch ein Tipp, aber die sind optisch alle ok.

Schwierig Schwierig.

lg
Fritz

Dieter Drewanz – Donnerstag, 08. März 2007 07:31 Uhr

Komisch, aber am Linux dürfte es nicht liegen. Ähnliches Symptom hatte ich vor drei Jahren an zwei alten Rechnern ebenfalls. Ich konnte einen BIOS Virus feststellten, d.h. der Wurm hatte das BIOS verändert. Ein Rechner ging dann noch mit LINUX, da hier grad der Teil im BIOS nicht gebraucht wurde. Dieser steht nun in Griechenland. Der andere bekam ein neues Motherboard, da dies nur unwesentlich teurer war, als das BIOS zum Brennen einzuschicken. Hoffe bei Dir ist es nicht so, aber ich möchte das als Hinweis hier mal mitgeben.

Fritz Wagenknecht – Donnerstag, 08. März 2007 08:58 Uhr

Hallo Dieter,

Nun, ein Virus könnte möglich sein, aber es ist doch interessant, das dieses Problem seit der Installation bzw. kurz danach, von Linux erst auftritt….

hm… das Diskettelaufwerk funktioniert ja auch nicht, störte mich aber weniger, da man dies eh selten benutzt

Bios kann man ja auch selber “flashen” und damit habe ich eigentlich gute Erfahrungen, ob man allerdings den Virus damit wegbringt? Vielleicht sollte ich einen anderen Bios-Chip versuchen, da liegen bei mir eh viel herum.

Wie hast Du den Bios-Virus festgestellt?

lg
Fritz

Dieter Drewanz – Donnerstag, 08. März 2007 21:36 Uhr

Hallo Fritz,
gut, daß du dein Problem gelöst hast. Zu deiner Frage am Ende der vollständigkeithalber, wie ich das feststellte. Eigentlich mehr durch Zufall. Ich hatte auf einem weiteren Rechner Probleme mit einer 80GB HD und mußte daher das BIOS flashen. Ich kam dann auf die Idee, die anderen BIOS der Rechner mit den komischen Fehlern auch zu flashen und hatte allerdings es vorher in eine Datei geschrieben. Das Flashprogramm meldete alles ok, aber die Störung war immer noch da. Somit las ich das geflashte BIOS wieder aus, und siehe da, da war doch ein Unterschied. Ich habe mir dann ein Programm geschrieben (DOS und GWBASIC zum Vergleichen, welche Bytes betroffen waren). (Im GWBASIC mit peek() usw konnte ich nur an 64k des BIOS von den 256k, da ich das Paging dort nicht machen konnte. Aber das Flashprogramm konnte noch alles auslesen.) Ich habe das Ergebnis noch an zwei Zeitschriften, eine Virenscannerfirma gesendet, Motherboardhersteller und an eine IT-Sicherheitsbehörde. Ich hatte kein Echo zurück bekommen.
Im internen schwarzen Brett fand ich noch drei mit dem gleichem Problem. Ich hatte leider kein externes Brenngerät, und der Chip hatte einen PLCC Sockel. Der Schaden betraf damals nur alte Rechner kurz vor Weihnachten, weshalb ich ihn “Weihnachtsgeschäftboostervirus” getauft hatte. Dir Störung trat erst ein paar Wochen nach dem Virenbefall und deren Beseitigung auf, das war das hinterhältige daran und die eingestellte BIOS Überwachung hatte auch versagt.
Bei einem aus dem schwarzen Brett, wurde sogar das Auslesen des BIOS blockiert. Aus alten Programmierunterlagen wußte ich noch, daß es einen Maschinenbefehl gab, mit dem man alle Interrupts, bis auf den Reset blockieren kann. Ich fand es nicht besonders gut, daß spezielle Flashprogramme dies nicht nutzen. Mit dieser Methode könnte man dann auch unter diesen besonderen Umständen flashen ohne daß der Virus sich sofort wieder zurückschiebt. Sorry, ist etwas lange geworden und hoffe ich habe dich damit nicht gelangweilt und nicht noch zu viele weitere Fragen aufgeworfen.
Viel Erfolg!
Dieter

Fritz Wagenknecht – Donnerstag, 15. März 2007 16:41 Uhr

Hallo Dieter,

war echt interessant, der Beitrag.

Ich habe noch eines festgestellt: Bei Problemen mit XP & Linux reicht es aus, auf meinem Rechner bloss die Standard Bios Einstellungen zu laden, also das flashen war wahrscheinlich gar nicht nötig. Bin durch Zufall draufgekommen.

Habe nämlich, jetzt erst fällts mir wieder ein (Dr. Alzheimer war anwesend..) mal das Bios getunt, d.h. an div. Einstellungen rumgeschraubt. Der Rechner ging damit um ein kleines Fünkchen schneller, Linux hat es ausgehalten, aber XP scheint das nicht zu gefallen.

Naja, man lernt ja nie aus.

Fritz

Dieter Drewanz – Donnerstag, 15. März 2007 23:47 Uhr

Linux verwendet auch eine interne Hardwareerkennung. Ich habe mal auf einer Seite über alte IBM NoteBooks einen Artikel gefunden, wie man einen Prozessor mit Unterspannung und Untertaktet betreibt (um noch längere Laufzeit herauszuholen, mit verändern von Linux Parametern). Somit ist es durchaus für einige Parameter möglich, daß Linux die Tuning-Einstellungen sozusagen “aushebelt”. Diese Vermutung könnte bei Deinem Problem zutreffend gewesen sein.

Fritz Wagenknecht – Freitag, 16. März 2007 09:51 Uhr

Hallo Dieter,
ja, so sei es :-)

Man lernt eben nie aus. Manchmal ist es eben schwer zu erkennen, ob nun das Betriebsystem und/oder die Hardware für Probleme verantwortlich ist.

lg
Fritz

Fritz Wagenknecht – Donnerstag, 08. März 2007 14:29 Uhr

Hallo alle,

das Problem hat sich gelöst , danke für den Tipp mit dem Bios…:-))

Ich habe das Bios neu geflasht, und jetzt fudelt es wieder, so wie es soll.

Mal sehen, wie lange :-)

lg
Fritz

Oliver Mayer – Freitag, 09. März 2007 13:16 Uhr

Ich hab ein ähliches Problem.

Ich habe eine Ubuntu 6.10 Installation und eine XP-Installation auf jeweils eigener Festplatte.

Normalerweise starte ich Ubuntu – ohne Probleme (WinXP nehme ich nur selten her).
Wenn ich allerdings dann doch mal Windows starten will, brauche ich oft 5-6 anläufe, bis Windows bootet. Wenns einmal gebootet hat, klappen die Neustarts von XP und ein ausschalten und einschalten des Rechner mit boot von XP wieder sofort.

Wenn ich daraufhin wieder Ubuntu starten will, brauche ich ebenfalls wieder 5-6 Anläufe. Läuft Ubuntu einmal, startet es auch die nächsten 10 Wochen ohne Probleme.

Mein Rechner hat dann in beiden Fällen immer komische Hänger, ich muss ihn dann ausschalten, Stecker raus, 2 Minuten warten – dann gehts oft wieder.

Ich hab nen Athlon 64 3000+, 1 GB Kingston DL DDR RAM, MSI NVidia 6200, MSI Board…

komische sache..