Forumkein Schreibzugriff von Linux auf Windows
Hans Meier – Mittwoch, 21. Februar 2007 16:21 Uhr

Ein Bekannter von mir hat ein Problem mit dem Schreibzugriff von Suse Linux 10.0
auf Windows XP. Das Lesen klappt einwandfrei von der Windows Partition. Jetzt
ist die Frage, wie ich das hinkriege mit dem Schreiben auf Windows XP. Ich
bedanke mich schon jetzt für Eure Antwort.

Systeminfo:
– SuseLinux 10.0

3 Antworten
Umberto Cancedda – Mittwoch, 21. Februar 2007 17:15 Uhr

Hallo Sven,

so weit ich bescheid weiß, verwendet XP doch auch NTFS, genau wie Win2K.
Der Standard Linux NTFS-Treiber bietet nur Read-only Zugriff.
For einigen Wochen, vieleicht sogar Monaten, habe ich in einem Beitrag
gelesen, dass es zwar Varianten des Treibers gibt, die auch schreiben können, jedoch sind sie experimentell und nicht für den produktiven Einsatz gedacht.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine FAT32-Partition anzulegen. Diese kannst Du sowohl von XP als auch von Linux Lesen und beschreiben.
Da Du aber vermutlich nicht auf FAT32 umsteigen willst (verständlicherweise),
empfehle ich Dir, mal Herrn Google zu fragen.

Gruß
Umberto

Umberto Cancedda – Mittwoch, 21. Februar 2007 18:06 Uhr

Hi Sven,

hier eine aktuelle Info zu Deinem Problem:

http://www.pro-linux.de/news/2007/10868.html

Gruß
Umberto

Michael Fahland – Donnerstag, 22. Februar 2007 19:06 Uhr

Hallo,

versuch mal das Programm [1] zu installieren. Es ermöglicht Dir den direkten Schreibzugriff auf NTFS unter Linux. Ist ganz neu.

Gruß

Michael

[1] [1] http://www.ntfs-3g.org/

Mathias Ludwig – Mittwoch, 28. Februar 2007 10:05 Uhr

NTFS-3g funktioniert hervorragend unter Debian (Etch). Ich habe Version 0.0.0-20061031-6 installiert.
Ich lasse eine externe Festplatte, die mit (xp-)ntfs formatiert ist, automatisch jeden morgen von einen Script mounten, schiebe ein backup mit rsync darauf und wieder umount. Läuft seit 6 Wochen ohne Probleme. Es sind übliche Office-Daten (doc,xls) die von den clients auf dem Samba-Share abgelegt werden. Die ntfs-berechtigungen bleiben (wenn ich mich recht erinnere) nicht wie im produktiven Datenbestand erhalten – besser nach test den Zugriff prüfen. Allerdings kann man ntfs-3g und rsync verschiedene Parameter zu den Berechtigungen mitgeben. Ich habe keine Pramter bei ntfs-3g mitgegeben und die Berechtigungen der Backup-Daten auf der externen ntfs-Festplatte sind für meine Sache brauchbar.
Unter Debian (und unter Fedora Core 6) werden die Pakete ntfs-3g und fuser installiert, danach kann man mit
ntfs-3g /dev/platte /mnt
die ntfs-Partition einfach einbinden. umount wie umount.
Für dauerhaften Zugriff ist m.W. auch ein Eintrag in der fstab möglich.
gruss
m.