Hallo,
Soll ein Netzwerk aufbauen, wo der slave sein Betriebssystem über sftp und DHCP vom master bezieht. Nutze RedHat9.0 mit Kernel 2.4.20-8, allerdings gepatcht mit OpenMosix Kernelpatch 2.4.21.
habe das slave-FileSystem auf dem master eingerichtet und den Kernel neu kompiliert, was problemlos lief.
Beim Erstellen der Datei bzImage,sagt mir der Rechner allerdings:
warning: kernel is too big for standalone boot from floppy
Eine Bootdiskette läßt sich jedoch problemlos erstellen, beim Booten des Slaverechners erkennt er scheinbar auch die Diskette und versucht zu Laden, bricht dann aber den Bootvorgang ab und startet ihn neu, statt zu versuchen mit DHCP zu arbeiten.
Was kann ich machen?
Habe mittels des tools make xconfig schon versucht den Kernel zu minimieren, ist aber immer noch ca. 1000kB groß, bin irgendwie ratlos momentan.
Danke im voraus
Dennis
Hi,
also im Moment bin ich mir nicht sicher ob du wirklich sftp oder vielleich tftp meinst. Wenn du sftp (sozusagen ssh-ftp) meinst dann wirst du wohl nicht um eine boot-floppy/cd-rom oder PXE-Boot mit tftp herum kommen.
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warning: kernel is too big for standalone boot from floppy
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Das ist eine Warning und kein Error – in sofern sollte das kein Problem darstellen. Wichtiger wären die letzten Zeilen des Kernel-Outputs bevor es zu einem Neustart kommt.
Generell funktioniert Diskless-Booten über Netzwerk so (vgl. [1][2][3]):
1. Auf dem Server wird ein dhcp- und ein tftp-Server installiert
2. Der Client holt sich mittels PXE-Bootloader (Netzwerkkarten-Bootloader) vom dhcp eine IP
3. Neben der IP bekommt er auch einen Bootloader mit (z.b. pxelinux.0 vom syslinux Paket)
4. Der Bootloader lädt nun einen Linux-Kernel und eine initrd (Initial Ramdisk) per tftp vom Server
5. Der Kernel bootet und lädt anschließend die initrd
6. Die initrd mount das Filesystem-Root per NFS vom Server und startet /sbin/init
Alternative 1: Das ganze funktioniert auch ohne initrd – dann muss der Kernel das NFS-Root selber mounten
Alternative 2: Und genau am 6. Punkt könnte man die initrd nun so ändern, dass das Root-FS nicht mehr über NFS sondern eben sftp bemountet wird. Hierbei ist noch ein zweiter Aspekt zu beachten: für sftp kann man Passwörter und Keys verwenden. Hierbei empfiehlt sich zweitere Methode (am besten ein Key den man darauf beschränkt das Root-FS zu mounten).
Ich hoffe du kannst mit dieser Kurzübersicht etwas anfangen und vielleicht genauer beschreiben wo dein Problem auftritt und entsprechende Fehlermeldungen aufzeigen.
fejf
[1] http://www.faqs.org/docs/Linux-HOWTO/Diskless-HOWTO.html
[2] http://www.intra2net.com/de/produkte/opensource/diskless-howto/howto.html
[3] http://www.gentoo.org/doc/en/diskless-howto.xml
Hi,
erstmal ein Dankeschön für die Antwort. Hatte mich bei der Erstellung des ganzen Projektes an diese Quelle gehalten: http://www.openmosixview.com/diskless.html Muß das ganze ja mit OpenMosix realisieren.
Da stand, dass die ganze Sache mit SSH sicherer wäre als mit RSH (verständlich), hätte das vorerst wohl auch nur mit RSH (tftp) realisiert.
Werde Morgen mal weitersehen, kann dann ja entsprechende Fehlermeldungen notieren.
Bin mir auch nicht ganz sicher, ob das mit dem Openmosix-Patch so hingehauen hat. Habe OpenMosix mit der vorkompilierten .rpm-Datei installiert und konnte manche Option in der Kernelkonfiguration nicht ändern/finden. Die Dateien z.B. die Datei .config sollten doch durch den Patch um die Mosixrelevanten Parts erweitert sein, oder?
Wenn ich das Ganze und manuell patche, gibt es auch einige Fehlermeldungen. Habe mir jetzt nochmal den Kernel bei http://www.kernel.org organisiert und werde wohl mal testen, den zu patchen und zu konfigurieren.
Muß zu meiner Verteidigung mal anmerken, daß ich erst seit diesem Labor mit Linux zu tun habe, also noch ein relativer Neuling bin.
Gruß
Dennis