ForumopenSUSE für Intel-Macs
Raphael Bek – Dienstag, 19. Dezember 2006 08:44 Uhr

Hallo,

Ich wollt nur mal fragen, ob openSUSE (SUSE Linux) auf Intel Macs läuft (ohne Virtualisierung). Wie kriege ich es rauf? (Hat das schon einer von euch?) Gibt es vielleicht eine spezielle Distribution?

Für Antworten wäre ich sehr dankbar!

[1] http://www.apple.at

2 Antworten
Umberto Cancedda – Dienstag, 19. Dezember 2006 10:13 Uhr

Hallo Raphael,

es gab in der Vergangenheit, bevor Apple auf Intel geschwenkt ist, eine Distribution namens Yellow Dog Linux. Es ist/war eine Distribution, die speziell für Macs zugeschnitten wurde, inklusive aller Treiber für die Mac-Hardware. Und das ist der Knackpunkt: Ohne Treiber für die spezielle Mac-Hardware wirst Du wenig Erfolg haben. Für PCs ist das wegen der größeren Verbreitung besser.
Mir ist nicht bekannt, das es eine Distribution gibt, die es sich zum Ziel gemacht hat, Linux auf Intel-Macs zu bringen. Sicher wird das irgendwann mal kommen.
Mein Arbeitskollege hat auf seinem MacBook über Virtualisierung Ubuntu Linux problemlos installiert und berichtet, dass es soweit sehr gut läuft.

Gruß

Umberto

Philip Sing – Dienstag, 19. Dezember 2006 13:44 Uhr

mit BootCamp [1] sollte es gehen. Unter [2] ist eine Anleitung, laut der Gentoo und Debian Etch funtionieren. Andere möglicherweise auch (einfach testen). In der c’t gab’s auch mal einen Bericht (c’t 10/06).

Grüße Philip

[1] http://www.apple.com/macosx/bootcamp/
[2] http://wiki.onmac.net/index.php/Triple_Boot_via_BootCamp

GoaSkin – Mittwoch, 20. Dezember 2006 14:42 Uhr

Apple nutzt eine Firmware statt einem BIOS. Das Verfahren, wie das System hochfährt ist ein ganz anderes. Darum wird ein anderer Bootloader benötigt, um Linux auf dem Mac hochzufahren. Für die OpenFirmware auf neueren PPC-Systemen war das Yaboot, für ältere BootX. Wenn die Firmware vom Prinzip her die gleiche ist, könnte man Yaboot auf den Intel-Kisten einsetzen. Daneben muß der Kernel ggf. anders gelinkt sein.

Die Firmware ist in der Lage, HFS- und UFS-Partitionen zu erkennen und auf ihnen nach startbaren Systemen zu suchen. Darum musste bislang die Boot-Partition vom Typ HFS sein. Bei älteren Systemen wurde eine Datei namens BootX gelesen, in der Informationen darüber enthalten sind, die erklären wie der Kernel geladen wird. Bei den neueren PPC-Systemen wurde der Kernel direkt an einem gesonderten Binärformat erkannt. Somit könnte es sein, daß OpenSuSE nur mit einem speziell compilierten Kernel startbar ist.