Forum3 Fragen zu Installationen
David Ostarek – Montag, 30. Oktober 2006 05:52 Uhr

Hi,
ich hoffe ich gehe mit meinen Fragen nicht zuvielen auf die Nerven, habe aber auf folgende drei Fragen keine eindeutigen Antwort gefunden:
1. habe erfogreich angefangen unter suse10.0 Programme mit dem klassischen Dreischritt zu installieren. Ich habe tar.gz Datein bisher immer im Ordner: /home//bin gespeichert und dann jeweils in einen eigenen neuen Ordner entpackt. Nun meine Frage, kann ich diesen durch das Entpacken entstandenen neuen Ordner, aus dem heraus ich installiert habe nach der Installation ( ./ configure dann make && make install) löschen, oder wird dieser Ordner im Verzeichnis /home//bin vom installierten Programm noch verwendet?
2. Nach der Installation von MS-Software mit wine erhalte ich von fast allen MS-Programmen z.B. Spielen oder digitalen Bibliotheken die ich versucht habe zu installieren beim ersten Start die Aufforderung die CD in das Laufwerk zu legen (obwohl sie ja von der Installation noch drinnen ist). Was kann man hiergegen tun?
3. Beim Vorbreiten der Installation von: “Wired” bin ich in den “installation notes” auf folgenden Hinweis gestoßen: – open the file SoundTouch/include/STTypes.h
– find line “#define INTEGER_SAMPLES” and COMMENT it
– find line “#define FLOAT_SAMPLES” and UNCOMMENT it
– now you can compile and install SoundTouch.
Was bedeutet “COMMENT” und “UNCOMMENT” und vorallem wie fürht man dieses dann aus? Seltsam ist auch, dass hierzu in den “installation notes” von “SoundTouch” für GNU Anwendungen eben “FLOAT_SAMPLES” benutzt werden sollen, die per default aber schon eingestellt sind, ist trotzdem “INTEEGER_SAMPLES” nötig, könnte das per: “./configure –enable-integer-samples” möglich gemacht werden. Könnte das die Antwort sein?

Wie gesagt ich habe schon viel gesucht aber nichts gefunden, deshalb würde ich mich sehr über die eine oder andere Antwort sehr freuen :-}

Grüße David

1 Antwort
Maik Danstedt – Montag, 30. Oktober 2006 14:56 Uhr

Hi,
1.: Ja kannst Du löschen, Nein wird nicht weiter verwendet.
Ausnahme: Du willst das Programm sauber deinstallieren. Dann kanst Du meinst ein “make uninstall” o.ä. machen. Dafür sind aber Infos aus dem Programmverzeichnis nötig. Der nächste Schritt wäre für Dich also IMO z.B. mit checkinstall [1] ein Paket zu erstellen und dieses über den normalen Paketmanager zu installieren. Dann kannst Du sauber deinstallieren und die Quellverzeichnisse löschen. Das fertige Paket kannst Du natürlich entweder irgenwo sichern (z.B. CD) oder wieder löschen.

2.: leider keine Ahnung. Vielleicht NoCD-Patches suchen?

3.: Ein Kommentar (COMMENT) beginnt meist mit einer Raute (#), was dann die ganze Zeile auskommentiert. Gukc Dir einfach an, wie andere Kommentare in der Datei gesetzt sind. Auch den doppelten Schrägstrich (//) habe ich schon öfters gesehen. UNCOMMENT bedeutet dann einfach, das Kommentarzeichen am Zeilenanfang zu entfernen.
Zu den genauen Parametern zu Wired kann ich nix sagen, Deine Vermutung scheint mir aber plausibel zu sein.

Grüße,
MaDMaik

[1] http://asic-linux.com.mx/~izto/checkinstall/

David Ostarek – Dienstag, 31. Oktober 2006 19:29 Uhr

Hi,
vielen Dank für die erste Antwort, mit Frage 3 hänge ich noch, da sowohl vor den entscheidenen Zeilen ein “//” oder “#” steht, deshalb füge ich hier mal den Block aus der Headerdatei ein:

{
/// Activate these undef’s to overrule the possible sampletype
/// setting inherited from some other header file:
//#undef INTEGER_SAMPLES
//#undef FLOAT_SAMPLES

#if !(INTEGER_SAMPLES || FLOAT_SAMPLES)

/// Choose either 32bit floating point or 16bit integer sampletype
/// by choosing one of the following defines, unless this selection
/// has already been done in some other file.
////
/// Notes:
/// – In Windows environment, choose the sample format with the
/// following defines.
/// – In GNU environment, the floating point samples are used by
/// default, but integer samples can be chosen by giving the
/// following switch to the configure script:
/// ./configure –enable-integer-samples
/// However, if you still prefer to select the sample format here
/// also in GNU environment, then please #undef the INTEGER_SAMPLE
/// and FLOAT_SAMPLE defines first as in comments above.
//#define INTEGER_SAMPLES 1 //< 16bit integer samples #define FLOAT_SAMPLES 1 //< 32bit float samples #endif Welche Zeile ist nun die entscheidende, nach der ausgeführt wird, nur die mit dem einfachen "#define FLOAT..." oder die mit "//#define INTEGER..." Ich würde mich sehr über eine weitere Antwort freuen Grüße David

Ulf B. – Dienstag, 31. Oktober 2006 22:06 Uhr

Hi David,

Du schriebst:

3. Beim Vorbreiten der Installation von: “Wired” bin ich in den “installation notes” auf folgenden Hinweis gestoßen: – open the file SoundTouch/include/STTypes.h – find line “#define INTEGER_SAMPLES” and COMMENT it – find line “#define FLOAT_SAMPLES” and UNCOMMENT it – now you can compile and install SoundTouch. Wenn wir davon ausgehen das es sich um ein C/C++ Programm handelt (Dateiendung .h deutet darauf hin (es sollten auch noch Dateien mit der Endung .c zu finden sein) dann kommentierst Du die Zeile #define INTEGER_SAMPLES durch voranstellen von // (Nachfolgender Text bis Zeilenende ist ein Kommentar) oder durch umschließen mit /* und */ aus (Text dazwischen ist ein Kommentar – auch mehrzeilig oder innerhalb einer Zeile) (z.B. /*#define INTEGER_SAMPLES*/). Die nächste Zeile sollst Du dann den Kommentar entfernen (ja hier solltest Du sehen wie der Kommentar aussieht, vorausgesetzt er wurde wirklich auskommentiert). Übrigens (ich bin im Programmieren auch nicht mehr so 100% sattelfest) geht auch einfach, wenn hinter der Variablen nichts mehr steht, ein #undef INTEGER_SAMPLES.

Kleine Erleuterung: In C/C++ sind diese #define Zeilen, Compiler Schalter. Diese Verwendet man um ein Programm an beistimmte Umgebungsbedingungen oder fest einkompilierte Optionen anzupassen (werden also nicht zur Laufzeit des Programms ausgewertet wie das bei normalen Code der Fall ist). Ach so, das # ist in C/C++ kein Kommentar, sondern eine Kennzeichnung von Compilerschaltern.

PS: Wenn ich Deinen Codeauszug betrachte ist dieses aber schon Richtig eingestellt / durchgeführt, sollte also ohne Änderung funktionieren.

Ciao
Ulf

David Ostarek – Dienstag, 31. Oktober 2006 23:07 Uhr

Hi Ulf,

das ging ja flott! vielen Dank! Ich denke ich habs kapiert! melde mich wenn das Programm läuft.

Gruß
David

David Ostarek – Mittwoch, 01. November 2006 01:13 Uhr

Hi,
nun, es wäre ja zu schön um wahr zu sein, aber ich weiß scheinbar noch nicht genug – und ich habe bis auf weiteres keine Lust mehr! lege die Installation von “Wired” mal auf die lange Bank. Wenn es bei den kleinen Zusatz-Packeten nach dem einwndfreien Durchlauf von ./configure beim make nurnoch Error1 bis … hagelt hört der Spaß auf.
Bei den Packetabhängikeiten und dem Suchen der verlangten Packete komme ich mir immer wie in einem PC-Game vor, schaffe ich es in die nächt höhere Ebene, bis man dann endlich das eigentliche Progamm als “Sieger” installieren kann!
Trotzdem nochmals vielen dank

Gruß
David

Ulf B. – Mittwoch, 01. November 2006 11:18 Uhr

Hi David,

ich habe mal bei mir (SuSE 10.1) nach dem Paket gesucht (als Root mit dem ZEN Hilfsprogramm rug se Wired, dann erhalte ich folgende Ausgabe:

S | Catalog | Bundle | Name | Version | Arch –+———+——–+——-+————–+—– | Packman | | wired | 0.3.1-0.pm.1 | i586 Also das Paket (ich weis nichtmal was es macht) gibt es bei Packman (mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für SuSE 10.0). Wie man Packman einbindet findest Du unter [1].

Ciao
Ulf

[1] http://www.opensuse.org/Additional_YaST_Package_Repositories

David Ostarek – Donnerstag, 02. November 2006 01:34 Uhr

Hi Ulf,
ein Silberstreifen am Horizont! super und vielen Dank! nach “Wired” als RPM zu suchen hatte ich ganz vergessen, da man von der Seite “KDE-apps.org” nur zu den tar.gz Seiten weitergeleitet wird. Das ist bis jetzt auch immer gut gegangen wie z.B. mit dem klasse Drumsequencer “Hydrogen”.
Ich hoffe ich finde alle RPM´s mit den richtigen Abhängigkeiten und melde mich wenn´s läuft :-}

Gruß
David

Ulf B. – Donnerstag, 02. November 2006 13:20 Uhr

Hi David,

freut mich das ich Dich motivieren konnte doch nicht aufzugeben. Am besten bindest Du Packman [1] gleich in Deine Installationsquelle (SuSE 10,0 + 10.1) oder gar in Dein ZEN Repository (SuSE 10.1) ein. Wie das prinzipiell geht habe ich unter [2] beschrieben. Wo man die URI her bekommt habe ich ja oben schon beschrieben

Ach so, bei Packman [1] findet man auch die nicht verkrüppelten Varianten der Multimediapakete (sogar lame zum MP3 Codieren und auch Hinweise zu manchen evtl. nicht mehr ganz legalen Paketen).

Ciao
Ulf

[1] http://packman.links2linux.org/
[2] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=21218&commentid=56174&order=location#56174

David Ostarek – Freitag, 03. November 2006 04:47 Uhr

Hi Ulf,

nun ich habs … fast, bis auf ein Paket habe ich alle bei packman gefunden. Das letzte, dass ich lange suchen musste, dann Dank eines Hinweises auf der Homepage von “Wired”, dass es um eine besondere und ältere Version zusätzlich gehe, zu der, die ich bei packman schon gefunden hatte, gab´s dann bei “rpmfind.net” [1].
Beim erfolgreichen ersten öffnen gleich gemotze wegen dem Sound-on-Bord. Dagegen habe ich eine Creative-Soundkarte eingesetzt, mit dem Erfolg, dass das Ticken vom Metronom zu höhren ist, auch alle Pegel arbeiten, aber noch ist keine Musik zu höhren…
Ich denke, dass das an den besagten “Floating 32 Bits” liegt, auf die das RPM-Paket jedoch hin compiliert wurde und das deshalb ein Wechsel auf die besagten (s.o.) “Integer 16 Bits” nicht mehr möglich ist.
Ich frage noch auf der Home-Page [2] nach, die hat aber schon wegen “Error 404” Nachtruhe…

Ich melde mich wieder, bis dann

Gruß
David

[1] [1]http://rpmfind.net/linux/rpm2html/search.php?query=libportaudio.so.0.0.19
[2] [2]http://wired.epitech.net/

David Ostarek – Sonntag, 12. November 2006 05:24 Uhr

Hi Ulf,
wie versprochen, der Stand der Dinge:
“Wired” läuft und ich habe eine neue Soundkarte “Soundblaster live” eingebaut um MID-Datein spielen zu können, da Software-Syn. nicht liefen.
Die SB-Live hab ich auch zum laufen bekommen, aber nur wenn ich sie jedesmal als ROOT oder “su” über Konsole anmelde.
Ich denke ich schließe hier ab und stelle eine Neue-Frage: “Welcher modprobe.conf Eintrag für Soundblaster”

Gruß
David