ForumVPN-Konfiguration
Jürgen D. – Mittwoch, 31. Mai 2006 13:40 Uhr

Hallo zusammen,

ich versuche, eine VPN-Verbindung von zuhause zu meinem Arbeitsplatz aufzubauen. Soweit ich sehe, bricht die Verbindung bei der Authentifizierung ab.

zuhause: Suse 9.3
Arbeitsplatz: Windows Server 2003
bei VPN von zuhause über ein Windows-System folgende Verbindungs- Daten:
PPTP, TCP/IP, MS-Chap V2, MPPE 128, MPPC, PPP-Multilinkframing inaktiv
Domänen-Angabe nicht erforderlich

Die Konfiguration auf meinem Rechner sieht so aus:

/etc/ppp/options:
noipdefault
noauth
crtscts
lock
modem
asyncmap 0
nodetach
lcp-echo-interval 30
lcp-echo-failure 4
lcp-max-configure 60
lcp-restart 2
# idle 600
# noipx
file /etc/ppp/filters

/etc/ppp/options.pptp:
lock
noauth
nobsdcomp
nodeflate
require-mppe
mtu 1000
mru 1000
lcp-echo-failure 10
lcp-echo-interval 10

/etc/ppp/chap-secrets:
“Benutzername auf dem Server” “*” “Passwort”

ich habe, obwohl wahrscheinlich nicht nötig, den gleichen Eintrag auch in pap-secrets und in die selbst erstellte Datei scp-secrets gemacht.

/etc/ppp/peers/vpn-name:
pty “/usr/sbin/pptp –nolaunchpppd”
name “Benutzername”
require-mppe-128
require-mschap-v2
usepeerdns
defaultroute
file /etc/ppp/options
debug

Wenn ich jetzt als root die Verbindung aufbaue, erscheinen folgende Meldungen:

PC-1:/etc/ppp/peers # /usr/sbin/pppd call vpn-name
using channel 14
Using interface ppp0
Connect: ppp0 /dev/pts/7
sent [LCP ConfReq id=0x1 ]
rcvd [LCP ConfReq id=0x0 < 17 04 00 47>]
sent [LCP ConfRej id=0x0 < 17 04 00 47>]
rcvd [LCP ConfAck id=0x1 ]
rcvd [LCP ConfReq id=0x1 ]
sent [LCP ConfAck id=0x1 ]
sent [LCP EchoReq id=0x0 magic=0x4b3b92df]
rcvd [EAP Request id=0x25 Identity ]
sent [EAP Response id=0x25 Identity ]
rcvd [LCP EchoRep id=0x0 magic=0x4c29552a]
rcvd [LCP TermReq id=0x3 “L)U*\000

1 Antwort
Stefan Weinreich – Donnerstag, 01. Juni 2006 08:48 Uhr

Hey Jürgen,

ich bin nicht der große Linux-Insider, hatte aber ein ähnliches Problem. Bei mir lags allerdings daran, daß mein Home-Netzwerk hinter einer Telefonanalge ist (Eumex 704 LAN), und diese nur bestimmte Ports freigegeben hatte. Die Einlogg-Anforderung ging zwar zur Firma durch, die Rückmeldung lief aber über einen Port, der bei mir gesperrt war. Daher hatte die Verbindung immer abgebrochen.
Schauts bei Dir ähnlich aus ? Ist ein Router oder eine Firewall dazwischen, der/die diverse Ports sperrt ?

STEFAN aka whynot

Jürgen D. – Donnerstag, 01. Juni 2006 12:42 Uhr

Hallo Stefan,

danke für den Tipp, habe es gerade versucht. Leider bringt die Deaktivierung der Fritzbox-Firewall keinen Effekt. Die Susefirewall steht auf interne Zone.

viele Grüße
Jürgen

Jürgen D. – Freitag, 02. Juni 2006 12:00 Uhr

Ich konnte das Problem inzwischen selbst lösen. Es lag daran, dass Suse 9.3 und der Windows Server sich nicht erfolgreich auf ein Authentifizierungs-Protokoll einigen konnten.

In den Debug-Meldungen ist zu sehen, dass Suse EAP akzeptiert, dass dann aber die Kommunikation zwischen den Systemen abgebrochen wird.

Der Server war so konfiguriert, dass er EAP, MS-Chap v2 und MS-Chap akzeptierte. Nachdem ich die Windows-Konfiguration auf MS-Chap v2 als einzige Methode geändert habe, klappt die Verbindung einwandfrei.
Evtl. geht es auch durch Setzen der refuse- Option für pppd, d.h. alle Protokolle außer dem was unter require- gefordert wird, ausschliessen.

Jürgen