1. Ich habe heute meinen ersten kernel selbst kompiliert und er
fährt hoch! Juhu!
Leider ist meine Freude ein bisschen dadurch getrübt, dass mein
System jetzt um einiges langsamer ist, als vorher (2.6.8). Mich
würde daher interessieren, wie ich am besten herausfinde, welche
Komponente ausgebremst ist (CPU oder HDD). Gibt es da irgendwelche
kleinen Benchmarks für die Konsole, mit denen man so etwas ohne viel
Aufwand ausfindig machen kann?
Ich vermute mal, dass es so etwas wie DMA unterstützung der
Festplatte sein wird.
2. Wo finde ich eigentlich auf einem Debian System die log Datei,
die der Kernel z.B. beim hochfahren benutzt?
Vielen Dank!
Moin,
“hdparm -d /dev/deine-hdd” sagt dir etwas zum DMA-Mode bei IDE-Platten. Das
Studium von /var/log/messages bzw /var/log/syslog hilft ggf. ebenso wie “dmesg” bei weiterer Fehlersuche.
[1] gibt dir weitere Hilfestellung.
hth,
Lutz
Vielen Dank für die schnelle und gute Antwort. DMA war tatsächlich
deaktiviert. Nachdem ich den Kernel nun noch ein paar mal neu kompiliert habe,
habe ich jetzt endlich den optimalen IDE Treiber gefunden, der es mir erlaubt,
DMA zu aktivieren (was selbst mit “hdparm -d1 /dev/hda” nicht möglich war bei
meiner ersten Konfiguration).
Nun sieht die Geschwindigkeit für einen Notebook wieder ganz normal aus:
$ sudo hdparm -d /dev/hda
/dev/hda:
using_dma = 1 (on)
$ sudo hdparm -tT /dev/hda
/dev/hda:
Timing cached reads: 3424 MB in 2.00 seconds = 1715.09 MB/sec
Timing buffered disk reads: 104 MB in 3.01 seconds = 34.51 MB/sec
Leider habe ich im Internet bisher keine gute Anleitung gefunden, die einem
erklärt, was wirklich wichtig ist bei der Kernel-Konfiguration. Für einen
Laptop-Besitzer wie mich erscheinen viele Hardware-Einstellungen völlig
überflüssig (Raid-Controler & co.).
Leider hatte ich auch den IDE-Treiber Intel PIIX außen vor gelassen, da er
sich eher antiquiert anhörte. Leider war aber genau dieser von nöten… :(
Aber jetzt hab ich ein wirklich schnelles System, das auf dem neuesten Kernel
basiert. => super
Vielen Dank also für den Tip mit “hdparm” und dem Ort der log-files. Das war
genau das, was ich gesucht hatte!