ForumFotokopierer selbst bauen
xxx yyy – Freitag, 07. April 2006 11:51 Uhr

Ich habe einen
– funktionierenden Scanner
– funktionierenden Drucker
unter SuSE 10.0

Alles so weit OK.

Meine Frau hat mich jetzt ausgeschimpft, weil das Fotokopieren
mit diesen Gerätschaften so kompliziert ist.

Ich würde gerne ein Icon auf den KDE-Desktop legen,
dass einen Fotokopierer anzeigt und beim Klick ein Shellscript
aufruft.

Ungefähr so:
#!/bin/bash
scan | lpr

Kann mir da schon jemand eine Lösung nennen ?

3 Antworten
xxx yyy – Freitag, 07. April 2006 13:10 Uhr

#!/bin/bash
cd ~
echo “scanning…”
scanimage –resolution 300 –mode Color > scan.pnm
#scanimage –resolution 300 –mode Binary > scan.pnm
echo “converting…”
convert -resize 604×833 scan.pnm scan.ps
echo “printing…”
lpr scan.ps
rm scan.pnm
echo “more copies: lpr ~/scan.ps -# ”

Tobias Hunger – Freitag, 07. April 2006 13:49 Uhr

Sollte so gehen, aber die Dateinamen solltest Du Dir zufällig generieren (z.B. mit dem Kommando tempfile).

Das hat zwei Gründe: Zum einen kommen sich dann mehrere Aufrufe (z.B. wenn Deine Frau zu oft (doppelt) auf das Icon clickt) nicht in die Quere. Zum anderen riechen fest verdrahtete Namen immer nach Symlink-Attacken. Hier ist die Gefahr gering, da die Dateien im Homeverzeichnis des Benutzers angelegt werden… aber trotzdem:-)

PS: Symlink-Attacken können benutzt werden, um den Inhalt von Dateien unbrauchbar zu machen. Dazu legt man einen Link an, der auf die zu beschädigende Datei zeigt und gibt den einen Namen, den ein Skript o.ä. verwendet (z.B. hier ~/scan.pnm). Sobald ein Benutzer dann dieses Skript aufruft wird das versuchen diese Datei mit den Rechten des aufrufenden Users zu leeren (Dank Umleitung der Ausgabe mit “>”).

Bei Skripten wie dem von Rainer, das Dateien im Homeverzeichnis anlegt, sind diese Attacken recht unkritisch, da die Zugriffsrechte auf das Homeverzeichnis sowieso das Anlegen von Dateien und Links nur dem Nutzer selbst und Root erlauben. Richtig gefährlich sind solche Attacken, wenn ein Skript Dateien in /tmp anlegt: Da darf schließlich jeder Dateien und Symlinks anlegen. Ganz besonders “lustig” wird es dann, wenn root Programme oder Skripte mit vorhersehbaren Namen für Tempdateien in /tmp benutzten muss… ln -s /etc/passwd /tmp/verhersagbarer_name erzwingt in so einer Situation oft eine überraschend lange Downtime:-)

Nur so als Hintergrundinfo…

xxx yyy – Freitag, 07. April 2006 15:42 Uhr

Es ist schon erstaunlich,
wie Du es auf Platz 5 im “Highscore” geschafft hast.

Tobias Hunger – Freitag, 07. April 2006 15:54 Uhr

Ist das jetzt ein Kompliment oder eine Beleidigung?

Meine Platzierung ist kein Zufall: Ich lese diese Community schon seit Jahren und genausolange missbrauche ich das Bewertungssystem als Lesezeichen. Wenn es ein “neu” an den Kommentaren gäbe, die seit der letzten Anmeldung hinzugekommen sind, dann würde ich definitiv nicht in der Liste auftauchen.

xxx yyy – Freitag, 07. April 2006 16:21 Uhr

> Ist das jetzt ein Kompliment oder eine Beleidigung?
Weder noch.
Aber bei solchen tools wie da oben,
halte ich Sicherheitsfragen für etwas neurotisch.

PS: Die Ausgabedatei ist absichtlich fest vorgegeben.

Tobias Hunger – Sonntag, 09. April 2006 00:28 Uhr

Ja, ja, wir sind wegen solcher Stilfragen schon öfter “aneinandergeraten”:-)

Ich habe eingangs ja auch geschrieben, dass es in diesem Fall recht unbedenklich ist, einen vorhersagbaren Namen zu wählen. Ich wollte nur auf die Problematik hinweisen, weil solche Beispielskripte gerne als Anregung für eigene Entwicklungen genutzt werden. Da sollte man dann gegebenenfalls die angesprochene Problematik kennen.

Es würde mich aber doch interessieren, warum Du einen festen Namen für die Ausgabedatei haben möchtest. Ich empfinde das aus Gründen der Sicherheit und des “sich (selbst) in die Quere kommens” als nicht glücklich. Zudem überschreibst Du möglicherweise Userdaten (kann ja sein, das ein Benutzer schon eine Datei dieses Namens angelegt hatte oder ein Scan-Ergebnis behalten wollte), die eigentlich heilig sein sollten. Ja, ja, die Gefahr ist gering, ich weiß… Du bist wahrscheinlich zu sehr Pragmatiker, um die weiter zu beachten:-) Was also sind Deine Gründe für den festen Namen? Gelten die auch für die temporäre Datei?

Michael Rieß – Dienstag, 11. April 2006 01:51 Uhr

xsane –copy
startet xsane im Kopier-Modus

brody – Dienstag, 18. April 2006 21:02 Uhr

folgender Artikel könnte für Dich auch noch ganz interessant sein:
“Mehrseitige Dokumente in ein PDF scannen mit scanimage”
von Jochen Römling
http://www.pro-linux.de/t_office/dokumente-in-pdf-scannen.html

Bedauerlicherweise konnte ich es selbst nicht umsetzen, da die Knöpfe meines Epson Scanners angesprochen werden, denn die Lösung von Römling ist richtig schick, und den “Knopf” am Scanner finde ich besser als das “Icon” auf dem Desktop.

Gruß Carsten

[1] http://www.pro-linux.de/t_office/dokumente-in-pdf-scannen.html

brody – Dienstag, 18. April 2006 21:04 Uhr

korrektur: da die Knöpfe meines Epson Scanners _nicht_ angesprochen werden